Husqvarna Enduro 2013

Die Enduros TE250R und TE310R Modelljahr 2013 im Test. Neue Motorengeneration! Schnell und gut -aber auch hart genug?
 

Husqvarna Enduro 2013 - TE 250R und TE 310R

Neue Motorengeneration für die Enduros von Husqvarna - da hatte wohl ein BMW Guru die Finger im Spiel..
 

Damals in der Schule war es so, dass die Vernünftigen zwar gute Noten abgestaubt haben aber bei den Mädels nur die unhübschen Streberinnen abbekamen. Wird es den neuen Husqvarna Enduros ebenso ergehen? Im Modelljahr 2013 wurden die Modelle TE 250 R und TE 310 R von innen heraus erneuert. Also mit einem komplett neuen Zylinderkopf einer neuen Einspritzanlage und Änderungen an der Kurbelwelle stehen die beiden Eisen modern motorisiert in den Startlöchern. Der Zylinderkopf ist mit winzigen Schlepphebeln nun ähnlich aufgebaut wie das BMW Flaggschiff S1000RR. Das liegt möglicherweise auch daran, dass ein ehemaliger F1 Techniker von BMW nun die kleinen aber leistungsfähigen Aggregate bei Husqvarna entwickelt. Das 250er Aggregat sieht winzig aus und bringt 23 Kilo auf die Waage. Laut Husqvarna ein Spitzenwert in dieser Liga.

Auf der Endurostrecke wirken die kleinen Husqvarnas auf den ersten Metern vorne etwas träge. Man hat das Bild vom dem zierlichen Motor im Kopf und sitzt eigentlich auf einem agil wirkenden Motorrad, doch es kippt keinesfalls wieselflink in den Radius. Die Strecke hier war eher ein Wiesenslalom und kein richtig harter Endurokurs und so dauerte es eine Weile, bis die Vorzüge der neuen TE Modelle zum Vorschein kamen.

Sobald die Wurzeln hervorkamen, die Rillen tiefer wurden und die Buckeln höher wurde klar, dass die stabile Front doch keine schlechte Idee ist. Egal ob 250er oder 310er - beide Modelle verzeihen am Kurveneingang beinahe jeden Fehler. Sie liegen satt und spendieren vorne viel Grip. Man kann sich schon ab dem Kurveneingang voll auf die Beschleunigungsphase konzentrieren und das Benzin durch die Einspritzanlage strömen lassen. Die Einspritzanlage arbeitet richtig gut, deutlich besser als das Vorgängermodell. Um als perfekt bezeichnet zu werden, müsste nur der erste Millimeter am Gasgriff noch geschmeidiger abgestimmt werden.

Die Ventile sind größer als früher, der Ventilhub ebenso -  was durch die neue Ventilsteuerung mittels Schlepphebeln ermöglicht wurde. Gegenüber den Vorgänger-Modellen konnten laut Husqvarna Leistung und Drehmoment sowohl bei der TE 250 R als auch bei der TE 310 R über den gesamten, für den Fahrbetrieb relevanten Drehzahlbereich signifikant gesteigert werden. Während die neue TE 310 R einen Zuwachs von knapp 5 Prozent an Spitzenleistung und etwa 8 Prozent an maximalem Drehmoment bietet, profitiert die neue TE 250 R beim Leistungs- und Drehmoment-Maximum von jeweils circa 8 Prozent Steigerung.


...mehr Leistung - immer und überall.


Die Ventile sind größer als früher, der Ventilhub ebenso -  was durch die neue Ventilsteuerung mittels Schlepphebeln ermöglicht wurde. Gegenüber den Vorgänger-Modellen konnten laut Husqvarna Leistung und Drehmoment sowohl bei der TE 250 R als auch bei der TE 310 R über den gesamten, für den Fahrbetrieb relevanten Drehzahlbereich signifikant gesteigert werden. Während die neue TE 310 R einen Zuwachs von knapp 5 Prozent an Spitzenleistung und etwa 8 Prozent an maximalem Drehmoment bietet, profitiert die neue TE 250 R beim Leistungs- und Drehmoment-Maximum von jeweils circa 8 Prozent Steigerung.

Außerdem sind sämtliche neue Modelle mit widerstandsfähigeren Aufklebern am Heck sowie neuer Grafik auf den Seitenteilen in In-Mould-Technik ausgestattet. Ein Zündschloss entfällt bei den neuen Modellen komplett, und ein verstärkter, robusterer Kühler trägt dem rauen Geländeeinsatz nun noch besser Rechnung. Ein Kondensator ermöglicht zudem den Betrieb des Motors auch mit defekter Batterie.

Die Husqvarna macht einen hochwertigen Eindruck und steht hübscher da als früher. Aber zur Premium Liga fehlt da oder dort noch das gewisse Etwas.

 

stärker und schneller als früher


Hier im Fahrerlager vernahm man positives Feedback von den Journalisten aus Deutschland, Österreich und Slowenien. Die Motorräder seien sehr einfach zu fahren, die Motoren liefern einen tollen Drehmomentoutput über einen breiten Drehzahlbereich. Die Leistungsabgabe ist niemals spektakulär aber immer ausreichend dimensioniert. Je länger die Turns dauerten, desto wohler fühlte man sich im Sattel.

Insgesamt machten die neuen Enduros einen durchdachten und hochwertigen Eindruck. Rahmen, Schwinge und Fahrwerk sehen toll aus und die Plastics samt Sitzbank wirken ebenso gut - aber eben noch nicht sehr gut. Die Einheit Lenker, Bedienelemente und Cockpit ist ebenfalls hübscher als früher erfüllt aber noch keine Premium Ansprüche. Ein Motorrad mit einer solch klingenden Marke - 2013 feiert man das 110 jährige Firmenjubiläum - sollte sich nur mit den edelsten Komponenten zufrieden geben.

Fakt ist: Die neuen Motorräder sind stärker und schneller als die Vorgängermodelle. Aber immer noch ohne Ecken und Kanten. Motor und Chassis bieten eine logische Einheit, vernünftig, tüchtig und einfach zu fahren. Grell und aggressiv sind sie keinesfalls, was im Unterholz kein Nachteil sein muss. Damit sind die Enduros deutlich anders positioniert als die vergleichbaren Konkurrenzmodelle vom dominierenden Marktführer aus Mattighofen. Mal sehen wie viele Anhänger die neuen Enduros finden werden, toll jedenfalls dass die Auswahl insgesamt am Markt breiter geworden ist.

 

 


=> weitere Bilder von den Husqvarna 2013er Modellen in der Slideshow <=


Technische Daten Husqvarna TE 250R

Technische Daten Husqvarna TE 310R


Bericht vom 04.07.2012 | 35.992 Aufrufe

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