Motorradreise Österreich

Tag 2 - NastyNils Tour mit der Africa Twin

Wechselhaftes Wetter am zweiten Tag. Doch eine kurze trocken Ausfahrt über den Dientner Sattel am Hochkönig war möglich.

Lage ist durch nichts zu ersetzen! Außer durch noch bessere Lage. So oder so ähnlich lautet die goldene Regel im Immobiliengeschäft. Doch vermutlich gilt das auch im Tourismus. Unsere Basis an diesen Tagen ist das Hotel MoHo Lederer direkt am Dientner Sattel. Es hat nur 8 Zimmer, ist daher angenehm klein, aber eine Top Küche und leiwande Wirtsleute. Und eben durch die perfekte Lage konnten wir am verregneten zweiten Tag das Optimum aus dem Tag quetschen.

Motorradfahren und Wandern - unsere perfekte Urlaubskombination für Österreich

Frühmorgens starteten wir mit Frühstück und Büroarbeit im Zimmer. Es regnete in Strömen, doch der Wetterbericht versprach Besserung. Schon im Laufe des Vormittags wurde es besser. Sobald es regional aufhörte zu regnen, starteten wir eine kleine Wanderung hinauf auf die Bürglalm. Unterwegs mit dem Motorrad ist man in Sachen Wanderausrüstung immer etwas eingeschränkt. Schwere Bergschuhe und umfangreiche Ausrüstung finden keinen Platz am Motorrad. Doch für leichte Wanderungen ist genug Ausrüstung vorhanden. Schon bei der Wahl der Motorradklamotten achte ich immer darauf, dass sich diese so gut wie möglich mit den Anforderungen beim Wandern kombinieren lässt. Ein klarer Blick auf den dominanten Hochkönig war uns zwar nicht vergönnt, dafür aber ein fulminanter Kaiserschmarrn auf der Bürglalm. Am Berg sowie in der Hütte waren wir wieder mal die einzigen Gäste, doch wir drücken den lokalen Touristikern die Daumen, dass sich die Dinge nun wieder normalisieren.

Auch kurze Ausfahrten lohnenswert - Gute Lage macht es möglich

Während der Wanderung konnten die Straßen in der Region trocknen und wir machten uns nach nach Rückkehr im Hotel für eine kurze Ausfahrt bereit. Wenn das Hotel direkt an der Motorradstrecke liegt, kann man die Tour eben punktgenau auf die aktuellen Wetterbedingungen anpassen. Wir fuhren über den Sattel nach Dienten und genossen die trockenen Kurven. Auf der Straße waren wir beinahe alleine und hatten die traumhaften Kehren fast für uns alleine. Wir fuhren weiter nach Saalfelden und Zell am See. Eigentlich hätte sich auch dort ein Spaziergang gelohnt. Auch Zell am See ist im Sommer 2020 ein Geheimtipp für uns Mitteleuropäer. Internationale Touristen waren keine zu sehen. Wir wollten das Glück jedoch nicht überstrapazieren. Es war zwar noch trocken, doch der Glockner hing in tiefen Wolken. Wir riskierten die Auffahrt auf die Großglockner Hochalpenstraße nicht. Diese Etappe werden wir in 2 Tagen absolvieren. Die Hochalpenstraße wird normalerweise im Mai geräumt und ist bei den Einheimischen besonders zu Saisonstart sehr beliebt. Dann befährt man die Straße zwischen meterhohen Schneewänden. Auch im Juni kann es am Großlockner natürlich immer wieder mal schneien, doch normalerweise ist die Straße dann wieder rasch befahrbar.

Wir schlossen den Kreis unserer Tour mit einer Schleife von Taxenbach über Embach nach Lend und weiter mit einem Abkürzer von Lend nach Dienten. Auch diese Strecke bin ich nie zuvor gefahren. Sie dürfte auch in der Hauptsaison kaum befahren sein. Pünktlich nach unserer Rückkehr ins Hotel setzte wieder Regen rein. Erste Videoeindrücke von den ersten Tagen hier auf unserer Facebook Seite.

Hier die kleine 100km Runde ausgehend vom Hotel Lederer in Mühlbach am Hochkönig.

Tourentipps vom Insider

Lokal wird hier natürlich sehr gerne die Königsrunde gefahren. Also die Runde rund um den Hochkönig inklusive Rossfeldstraße. Diese Tour ist eine perfekte Tagestour. Für kurze Ausflüge am Anreisetag empfiehlt sich jedoch auch der folgende Geheimtipp. Von Mühlbach nach Dienten, Zell am See und dann weiter ins Stubachtal. Das Tal ist eine Sackgasse und lässt sich somit in keine Runde integrieren. Das macht es zu einem guten Tipp an verkehrsreichen Tagen. Am Ende vom Tal kann man mit der Gondel die Auffahrt zum Grünsee anvisieren und oben auf der Hütte seine Jause genießen.

Erfahrungen mit der Ausrüstung:

  • Honda CRF 1100 Africa Twin Adventure Sports: Die Africa Twin muss sich auch weiterhin durch trübes Wetter quälen. Bei besonders schlechten Bedingungen wählte ich im Sattel den Modus "Stadt". Hier ist das Fahrwerk weicher und das Ansprechverhalten noch sanfter. Die Maschine gleitet dann wie eine Sänfte über die widrigen Bedingungen.
  • Givi Topcase: Hart im Nehmen ist auch das Givi Topcase (56 Liter!). Es war bisher 100% wasserdicht und bei den Wanderungen muss auch auch kräftig schlucken. 2 große Klapphelme können problemlos und sicher im "Maxia" Topcase verstaut werden.
  • Bridgestone A41: Der Bridgestone präsentiert sich täglich als treuer Begleiter bei den miesen Bedingungen. Erstaunlich. Auch bei Nässe und tiefen Temperaturen spendet der Pneu vom ersten Meter an Vertrauen. Das Fahrverhalten ist vom Start weg nicht hölzern sondern sehr harmonisch. Der Grip kommt bereits nach wenigen Kurven. Ein guter Pneu für Touren bei wechselnden Bedingungen.

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Die Tour - die Hotels

Bericht vom 10.06.2020 | 2.580 Aufrufe

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