Trialfahren

Trial - ein Sport für jedermann und jederfrau, der jederorts ausgeübt werden kann!
 

Trialfahren

Motorsport braucht Platz - dass stimmt nicht immer. Trialsport lässt sich auf nur wenigen Quadratmetern praktizieren, zudem kostet er nur einen Nasenrahmel. Ausserdem ist Trialsport die wahrscheinlich ehrlichste Art und Weise Motorsport auszuüben.
 
"Die meisten Leute verbinden mit dem Trialsport mannshohe Kabeltrommeln, meterweit auseinander liegende Felsbrocken sowie Champions wie Toni Bou oder Adam Raga. Und haben deshalb zu viel Respekt, ja schon fast Angst den Sport zu probieren. Tatsächlich ist Trial aber ein sehr sicherer Sport und kann von jedermann/frau ausgeübt werden" so Didi Brandl, Chef von GasGas Importeur BLM. Klingt also nach der passenden Sportart für arlo, der sich dank mangelnder Fähigkeiten in praktisch jedem Bereich des Lebens regelmässig im Krankenhaus wieder findet. Ebenfalls mit von der Partie nastynils, der zwar auf der Rundstrecke schon respektable 2:05er (hoch, sehr hoch) Rundenzeiten in den Asphalt brennt, im Offroad aber genau so viel Begabung zeigt wie ein Hund beim Tiefsee tauchen.
 
Kleine Ausmasse, grosse Wirkung - ein kleiner Felsbrocken kann Trialfahrer tagelang beschäftigen.
 
Im Gegensatz zur Rundstrecke oder zum Endurofahren, geht es beim Trialen nicht darum, eine schnelle Runde hinzulegen, sondern darum, das Gerät - in diesem Fall die Trail - fehlerlos und ohne Abzusetzen durch einen Parcours zu bewegen. Dass der Parcours aber nicht aus meterhohen Kabeltrommeln und riesigen Felsbrocken bestehen muss, erfuhren wir auf der Brucker Jägerwiesen. Die Jägerwiesen besteht im Wesentlichen aus zahlreichen natürlichen Waldsektionen, sehr sehr steilen Auffahrten und einem künstlich angelegten Track im Flachen. Ein herrlicher Spielplatz für alle Trialfahrer, wie etwa Brucker Trialverein, der einen bunt zusammen gewürfelten Haufen aus allen Alters- und Leistungsgruppen darstellt.
   
 

Doch für Trialneulinge wie nasty und arlo ist ein Spielplatz wie die Jägerwiesen schon die Deluxe Variante. Eigentlich reicht ein kleiner Garten und ein kleines Hindernis wie ein Holzstamm, ein Steinbrocken (in unserem Fall eher Legosteine) oder Ähnliches, um den Trialneuling tagelang zu beschäftigen. Im Prinzip geht's aber auch ohne Hindernis, denn schon das simple 8er fahren erfordert viel Konzentration und einen guten Gleichgewichtssinn. Bereits nach kurzer Zeit stellen sich die ersten Erfolgserlebnisse ein, das motiviert, um sich am nächsten Hindernis zu probieren.

   
Wenn's um Trial geht, kommt man an BLM in Bruck an der Mur nicht vorbei. Neben dem Import der führenden Trialmarke GasGas bieten die Steirer auch eine riesige Auswahl an Trialzubehör und Trialbekleidung.
 
Der Clou beim Trialfahren ist das geringe Gewicht des Arbeitsgerätes. Die von uns gefahrene GasGas TXT 250 wiegt etwa 68 kg, sprich einen Bruchteil eines "normalen" Motorrades und fast die Hälfte von arlo. Somit wirken sich Fahrmanöver viel drastischer aus als auf einem vergleichsweise schweren Motorrad. Der Fahrer lernt also sehr schnell, feinfühlig mit dem Motorrad umzugehen. Ebenso verhält es sich mit kleinen Fahrfehlern - was auf einem grossen Bike nicht mal als solcher wahrgenommen wird, bedeutend beim Trial bereits einen Fuss am Boden und somit Strafpunkte. Trial hilft also dabei,die Fahrtechnik auf jeder Art von Motorrad zu verbessern.
 
Mindestens genau so wichtig wie das Trialtraining selbst - das gemeinsame Bier nach der Trialsession.
 

Trialfahren ist im Vergleich zu anderen Motorsportarten eine relativ günstige Art und Weise Motorsport auszuüben. Wettbewerbsfähige gebrauchte Trials bekommt man bereits ab 2.500 €. Neufahrzeuge sind bereits ab 4.500 € zu haben. Hinzu kommt, dass die Zweitakter bei moderater Fahrweise sehr wartungsextensiv sind. Auch das Thema Reifen ist im Trialsport kein grosses, ein namhafter Trial Hinterradreifen kostet zwar gute 100 €, hält aber bei einem Hobbyfahrer locker 2 ganze Saisonen. Aufgrund der relativ geringen Fahrgeschwindigkeit sind auch die Ausgaben für Schutzbekleidung überschaubar. Mit Stiefel, Helm und Handschuhen sind bereits die wichtigsten Schutzutensilien aufgezählt.

Schnupperkurse für Trialneulinge, die noch ohne fahrbaren Untersatz sind,
gibt's bei folgenden Adressen:

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Trialneulinge mit Trial sind als Neuzugänge bei den zahlreichen österreichischen Trials Clubs gerne gesehen. Nützliche Infos rund ums Thema Trial sowie zu der österreichischen Trialstaatsmeisterschaft findet ihr auf Trials.at.
 

   

 

Text: arlo
Foto:
nastynils / arlo

Bericht vom 30.06.2011 | 15.522 Aufrufe

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