MotoGP und Corona-Virus - nun auch Thailand abgesagt!

Coronavirus rückt Saisonauftakt in die Ferne - Marquez profitiert

Schön langsam machen sich auch die hartnäckigsten Verharmloser Sorgen wegen des Corona-Virus – allerdings nicht aus medizinischer Sicht, sondern weil eine der aufregendsten Motorrad-Rennserien der Welt, die MotoGP ihren Saisonauftakt nun bereits zum zweiten Mal um zwei Wochen verschiebt! Nach Qatar fällt nun auch der Grand Prix am 22. März in Buriram (Thailand) aus, womit Austin (USA) am 5. April das erste Rennen austragen würde – wenn es da nicht auch noch Probleme gibt…

Corona wird ernst genommen, die MotoGP-Fans leiden darunter

Die gute Nachricht: Der Corona-Virus, auch Covid19 genannt, wird weltweit ernst genommen. Da wird nichts schön geredet, auch wenn beispielsweise in Österreich die „normale“ Grippe derzeit viel gefährlicher ist. Aber das ist schon gut so, dass sich die Länder wappnen und Sicherheitsvorkehrungen treffen. Die schlechte Nachricht dabei ist aber, dass dadurch eine der spannendsten Motorrad-Rennserien nicht in Fahrt kommt. Bereits kommendes Wochenende wäre das erste Rennen der MotoGP über die Bühne gegangen, da aber der Austragungsort Qatar rigorose Einreisebestimmungen aufgelegt hat, fährt nur Moto2 und Moto3 am Lossail Circuit.

Das erste Rennen rückt um einen Monat nach hinten, vorerst…

Nun gehen die Verantwortlichen des Thailand-Grand Prix in Buriram noch einen Schritt weiter: Alle Rennen werden abgesagt – zumindest vorerst. Man versucht, den Thailand-Grand Prix gegen Ende der Saison nachzuholen, im Vorjahr war dieses Rennen ja noch der Auftakt für die Überseerennen im Herbst, das würde also ohnehin gut funktionieren. Die Verantwortlichen rechtfertigen sich damit, dass der Corona-Virus ernst zu nehmen sei und man ein Zeichen setzen wolle, dass man die Gefahr nicht verkennt. Das ist aus medizinischer Sicht sehr löblich, die MotoGP-Fans müssen dadurch aber einen ganzen Monat länger auf den Start der Saison warten, Austin in den USA wäre am 5. April nun das erste Rennen. Wäre, denn wer weiß, was den Amerikanern noch einfällt…

Marc Marquez und Honda profitieren immens

Des einen Leid ist des anderen Freud, während sich vor allem die Teams von Yamaha und Suzuki schon auf den Auftakt in Qatar wegen ausgezeichneter Performance gefreut haben, hat Honda nun einen Monat mehr Zeit, die Honda RC213V auf Vordermann zu bringen. Bei den letzten Tests hat das Package nämlich noch nicht allzu gut funktioniert und Marc Marquez machte zusätzlich seine angeschlagene Schulter schwer zu schaffen. Somit hat der amtierende Weltmeister (mindestens) einen Monat mehr Zeit, fit für das erste Rennen zu werden. Wir warten gespannt und freuen uns trotzdem schon auf die coole Action der MotoGP!

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Motorradbranche

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Bericht vom 02.03.2020 | 8.083 Aufrufe

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