KTM 390 Adventure R 2025 vs. Yamaha MT-07 2025
Bewertung
KTM 390 Adventure R 2025 vs. Yamaha MT-07 2025 - Vergleich im Überblick
Der KTM 390 Adventure R mit ihrem 4-Takt 1-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 399 Kubik steht die Yamaha MT-07 mit ihrem 4-Takt Reihe 2-Zylinder-Motor mit 689 Kubik gegenüber.
Bei der 390 Adventure R federt vorne eine in Druckstufe, Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von WP mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein von WP. Die MT-07 setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Die KTM 390 Adventure R hat mit 230 mm vorne und 230 mm hinten einen mächtigeren Federweg als die Yamaha MT-07 mit 130 mm vorne und 130 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der KTM vorne eine Einzelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Bybre und hinten eine Scheibe mit 240 Millimeter Durchmesser und Einkolben-Zange von Bybre. Die Yamaha vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 298 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe mit 245 mm Durchmesser und verbaut.
Bei der Bereifung setzt 390 Adventure R auf Schlappen mit den Maßen 90 / 90 - 21 vorne und 140 / 80 - 18 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der MT-07 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.
Der Radstand der KTM 390 Adventure R misst 1.481 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 870 Millimeter. Die Yamaha MT-07 ist von Radachse zu Radachse 1.400 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 805 Millimeter.
In den Tank der 390 Adventure R passen 14 Liter Sprit. Bei der MT-07 sind es ebenfalls 14 Liter Tankvolumen.
Von der KTM 390 Adventure R gibt es aktuell 29 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Yamaha MT-07 sind derzeit 80 Modelle verfügbar. Damit hast du sehr gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden. Für die KTM gibt es aktuell 3 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Yamaha wurde derzeit 71 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
KTM 390 Adventure R 2025 |
Yamaha MT-07 2025 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Zylinderzahl | 1 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Ventilsteuerung | DOHC | DOHC |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Schmierung | Druckumlauf | |
| Hubraum | 398,7 ccm | 689 ccm |
| Bohrung | 89 mm | 80 mm |
| Hub | 64 mm | 68,6 mm |
| Leistung | 44 PS | 73,4 PS |
| Drehmoment | 39 Nm | 67 Nm |
| Verdichtung | 12,6 | 11,5 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | Einspritzung |
| Drosselklappendurchmesser | 46 mm | |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Motorbauart | Reihe | |
| U/min bei Leistung | 8750 U/min | |
| U/min bei Drehmoment | 6500 U/min | |
| Zündung | Transistor | |
| A2-Drosselung möglich | ja | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Chrom-Molybdän | Stahl |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Lenkkopfwinkel | 62,9 Grad | 65,5 Grad |
| Nachlauf | 90 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Marke | WP | |
| Durchmesser | 43 mm | |
| Federweg | 230 mm | 130 mm |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Zugstufe | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | Zweiarmschwinge |
| Federbein | Monofederbein | Monofederbein |
| Aufnahme | direkt | |
| Marke | WP | |
| Federweg | 230 mm | 130 mm |
| Einstellmöglichkeit | Federvorspannung, Zugstufe | Federvorspannung, Zugstufe |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Einzelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 320 mm | 298 mm |
| Kolben | Zweikolben | Vierkolben |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Technologie | radial | radial |
| Marke | Bybre | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 240 mm | 245 mm |
| Kolben | Einkolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Marke | Bybre | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS, Fahrmodi, Kurven-ABS, Tempomat, Traktionskontrolle, Moderne Elektronik | ABS, Fahrmodi, Ride by Wire, Traktionskontrolle |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 90 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 90 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 21 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 140 mm | 180 mm |
| Reifenhöhe hinten | 80 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 18 Zoll | 17 Zoll |
| Radstand | 1481 mm | 1400 mm |
| Sitzhöhe von | 870 mm | 805 mm |
| Bodenfreiheit | 272 mm | |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 165 kg | |
| Tankinhalt | 14 l | 14 l |
| Führerscheinklassen | A2 | A2, A |
| Reichweite | 430 km | 333 km |
| Euro Norm | Euro 5+ | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 79 g/km | 98 g/km |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 3,4 l/100km | 4,2 l/100km |
| Wartungsintervall | 10000 km | |
| Standgeräusch | 84 db | |
| Länge | 2085 mm | |
| Breite | 780 mm | |
| Höhe | 1105 mm | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 183 kg | |
| Ausstattung | ||
| Ausstattung | Connectivity, LED-Scheinwerfer, TFT Display, Moderne Elektronik, Beleuchtung | Connectivity, LED-Scheinwerfer, TFT Display |
Stärken und Schwächen im Vergleich
So kompromisslos auf den Offroad-Einsatz getrimmt war die 390 Adventure noch nie. Mit mächtigen Federwegen, moderner Elektronik und weniger als 180 kg könnte die 390 Adventure R die seit Jahren gesuchte, eierlegende Wollmilchsau unter den Reiseenduros sein. Sie kann problemlos Autobahnetappen bezwingen, durchs Winkelwerk gejagt oder über Stock und Stein getrieben werden. Aber einen potenziellen Haken gibt es: Der aus der 390er Duke übernommene Motor ist auch in der Adventure R sehr Drehzahl-hungrig. Die Folgen sind permanentes Schalten und kaum spontan verfügbarer Vortrieb. Gerade im Enduro-Betrieb kann das stören. Ob die KTM 390 Adventure R also langjährige Sehnsüchte erfüllen kann, bleibt Geschmackssache.
Die neue Yamaha MT-07 ist die Beste, die es je gab. Die Kritikpunkte und die Wünsche der MT-07-Fahrer wurden gehört und umgesetzt. Die neue MT-07 fährt in jedem Belang besser, stabiler und macht die Spreizung noch größer: Sowohl Anfänger und Einsteiger werden mit ihr zurechtkommen, als auch bereit sehr routinierte Piloten, da sie nun ein reiferes, potenteres Motorrad ist. Die Lücke zur Konkurrenz hat sie geschlossen, nur bei der reinen Motorleistung hat man noch 10-20 PS Rückstand auf die Konkurrenz. Das ist aber nicht weiter schlimm, da der CP2-Motor trotzdem ein Garant für Fahrspaß und ein breites Grinsen unterm Helm ist. Ob man das optionale Y-AMT-Getriebe wählen sollte oder nicht, sollte man unbedingt selbst im Rahmen einer Probefahrt ausprobieren - der Aufpreis dafür ist human. Daher: Großes Lob an die Yamaha-Ingenieure, die ihren Megaseller deutlich aufgewertet haben, ohne den Charakter der MT-07 zu verändert. Ein Problem hat Yamaha jetzt aber doch: Die Restwerte der bisherigen drei Generationen werden wohl purzeln, denn die Unterschiede zur aktuellen Generation sind spürbar groß. Und bekanntlich ist das Bessere der Feind des Guten.
- Top Ergonomie für stehendes als auch sitzendes Fahren
- Einstellbares Fahrwerk mit sehr viel Reserven
- Hochmoderne Elektronik
- Guter Windschutz
- Vielseitig einsetzbar
- Ernste Enduro-Bereifung
- Niedriges Gewicht
- Motor braucht viel Drehzahl für souveränen Vortrieb
- Motor neigt zum Absterben
- Bremsen wenig standfest
- Fokus auf Sportlichkeit mindert Komfort (zB recht harte Sitzbank)
- deutlich besseres Fahrwerk, vor allem das Gabelupgrade war wichtig
- charismatischer Motor, der noch immer einen guten Sound hat (trotz Euro 5+)
- fahraktive, bessere Sitzposition als die Vorgängermodelle
- neue Elektronik (keine IMU), gute Ausstattung
- optional Y-AMT Automatikgetriebe verfügbar
- frische Optik
- viele Originalzubehörteile
- Y-AMT braucht für Sportfahrer noch etwas Feintuning
- Quickshifter nur gegen Aufpreist
- Tempomat nur in Verbindung mit Y-AMT erhältlich
- am Papier in Sachen Motorleistung der Konkurrenz noch immer unterlegen