Naked Bike-Neuauflage kommt zur EICMA


Biker, wie die Zeit vergeht! Über fünf Jahre ist es her, seit KTM das Über-Naked-Bike präsentierte – und KTM werkelt schon mit Hochdruck an der Nachfolgerin. Erlkönige hatten wir schon erwischt. Jetzt gibt es ein erstes Teaservideo, das die Premiere am 5.11.2019 ankündigt.


KTM 1290 Super Duke R (2020)


Im Frühjahr 2018 hatten wir die neue KTM 1290 Super Duke als Erlkönig bereits erwischt. Jetzt hat KTM ein Teaser-Video veröffentlicht., das eine neue Duke für den 5.11.2019 ankündigt. Dieser Termin liegt genau auf der kommenden EICMA in Mailand. Auch wenn das Video nicht viel zeigt, so sind doch einige eindeutige Hinweise auf die neue 1290er zu erkennen. Als da wären die Einarmschwinge, das neue Gussrahmenheck sowie das neue, per Umlenkung angelenkte Zentralfederbein. Alles Dinge, die wir am Erlkönig bereits erblicken konnten.



Mehr als nur ein Facelift

Auch wenn es zunächst nicht so aussah, hier war zweifellos schon die nächste Generation der KTM 1290 Super Duke R direkt vor das lange Objektiv gebollert. In einem frühen Stadium zwar, so viel ist klar, und ohne den Anspruch des letzten formalen Feinschliffs. Aber mit einem Füllhorn entscheidender technischer Änderungen, angesichts derer man mit Fug und Recht von einem neuen Motorrad sprechen kann.

Aber der Reihe nach. Der auf den ersten Blick signifikanteste Unterschied bei der neuen KTM 1290 Super Duke R ist die Opulenz der Krümmer und deren Führung. Ein Mords-Rohr mäandert da im kühnen Schwung auf der rechten Motorseite, schmiegt sich dann an Krümmer Nummer zwo, bevor die beiden dicken Rohre einmal um den Motorblock kurven, um auf der linken Fahrzeugseite in den gemeinsamen Vorschalldämpfer zu münden. „Euro 5 – ick hör dir trapsen“, würde der Berliner sagen und hätte wohl recht. Auf Leistungssuche war KTM bei der Überarbeitung des V2 ziemlich sicher erst in zweiter Linie, während die deutlich strengeren Abgaswerte (ab 2020) bei den mächtigen V2 nicht nur KTM doch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Und wenn man schon dabei ist und sich die vorhandene Architektur aufgrund geänderter Platzverhältnisse ohnehin neu überdenken muss – ja, dann kann man auch gleich Nägel mit Köpfen machen.



Euro5 kommt 2020

Im Fall der neuen KTM 1290 Super Duke R bedeutet das nichts weniger als einen fahrwerksseitigen Paradigmenwechsel. Adieu direkt angelenktes Federbein, willkommen Umlenkung – was sich weitaus signifikanter ins Bewusstsein des Fahrers drängen dürfte als abstrakte Abgaswerte. Natürlich geht eine solche Änderung nicht ohne neuen Rahmen und neue Motoraufnahmen. In erkennbar spitzerem Winkel finden Ober- und Unterrohr des Gitterrohrverbunds zueinander, während das Rahmenheck nun wie bei der kleinen Schwester 790 Duke aus einem Gussteil besteht. Darunter führt eine zwangsläufig ebenfalls neue Schwinge das mächtige Hinterrad, sodass zumindest bei diesem Prototyp einzig Gabel und Bremsanlage die Radikalkur unverändert überstehen. Aber auch das ist nicht in Stein gemeißelt. Bis 2020 ist ja noch ein wenig hin.



Text: Stefan Kaschel von motorradonline.de
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eingetragen am: 09.10.2019