Triumph Speed Triple 1200 RS Update schon 2024?

Seriennaher Erlkönig der Raubkatze gesichtet!

Triumph möchte das Hyper-Naked Bike Speed Triple 1200 RS in der nächsten Generation drastisch aufwerten. Mit semi-aktivem Fahrwerk, Lenkungsdämpfer, flacherem Lenker, breiterem Hinterreifen, viel Cabon (sogar bei den Felgen) und einem spürbaren Leistungssprung soll die Speedy gegen die harte Konkurrenz bestehen!

Die Mitbewerber schlafen nicht und auch wenn pure Leistung nicht alles ist, so zählt sie am Stammtisch immer noch eine ganze Menge. Die Rede ist von den ultrastarken Hyper-Nakeds wie Ducati Streetfighter V4 SP, BMW M 1000 RR und seit kurzem KTMs 1390 Super Duke R mit nochmals vergrößertem Kraftwerk: Allesamt mit Spitzenleistungen von mindestens 190 PS gesegnet, im Fall der BMW gar mit 210 PS! Der Trend geht dabei klar in Richtung mehr Sportlichkeit, mehr Exklusivität und damit für die Hersteller auch höheren erzielbaren Preisen.

Der Fokus der Triumph Speed Triple 1200 RS geht klar in Richtung Sportlichkeit

Auch Triumph möchte dem künftig natürlich nicht nachstehen, zumindest deutet ein seriennaher Prototyp einer überarbeiteten Speed Triple 1200 RS, den unser Erlkönig-Jäger kürzlich bei geheimen Testfahrten im Hinterland Kataloniens erwischen konnte, darauf hin. Es dürfte sich um eine neue Variante handeln, die auch den Fokus der Speed Triple noch mehr in Richtung Sportlichkeit verschieben wird. Die optischen Retuschen halten sich hier auf den ersten Blick in Grenzen, dennoch sind eine ganze Reihe an technischen und ergonomischen Modifikationen sofort erkennbar.

Topversion der Triumph Speed Triple 1200 RS mit semi-aktivem Fahrwerk

Besonders auffällig ist der bulligere Look im Vergleich zur aktuellen Speed Triple 1200 RS, der sich aus einem neuen Lenker ergibt, der wiederum eine geänderte Sitzposition für den Fahrer zur Folge hat. Dieser ist tiefer montiert und flacher als bisher, nicht unähnlich, aber dennoch nicht identisch mit jenem der Speed Triple 1200 RR. Gleiches gilt für das semi-aktive Öhlins-Fahrwerk. Zwar arbeitet es auch im hier gezeigten Modell mittlerweile semi-aktiv, doch zumindest die Gabel ist offenbar ein eigenständiges Bauteil. Sie arbeitet zudem mit weniger Federweg und legt das Bike so vorn tiefer, was die bullige Optik noch weiter verstärkt. Auch an anderen Stellen scheint das gezeigte Bike eine Melange aus edlen Teilen der RR-Version und Neuentwicklungen darzustellen. So kommen auch mehrere Carbonzierteile zum Einsatz, die bereits bei der aktuellen RR zur Differenzierung von der RS dienen.

Carbon, wo das Auge hinblickt - und neuerdings ein 200er-Hinterreifen!

Offenbar jedoch nicht nur für die optische Wirkung trägt der Prototyp auf unseren Fotos auch neue Felgen zur Schau: Die erkennbare Struktur auf einigen unserer Fotos deutet darauf hin, dass diese, erstmals bei Triumph, offenbar ebenso aus Carbon gefertigt sind. Auf diesen sind Pirelli Supercorsa-Reifen montiert, der hintere Pneu scheint jedoch eine Spur breiter zu sein als der 190er-Hinterreifen sowohl der bisherigen Speed Triple RS als auch der RR. Dies kann man als weiteren Hinweis auf den fahrdynamischen Anspruch nehmen, den Triumph mit diesem Modell zu verfolgen scheint. Naheliegend, dass dies zudem auf mehr Leistung hindeuten sollte. Zumal die Konkurrenz wie bereits erwähnt in Leistungssphären von nahezu oder teilweise sogar über 200 PS unterwegs ist.

Hält sich Triumph britisch distinguiert zurück - "nur" 190 PS für die Speed Triple?

Der derzeitig 180 PS starke und 1160 Kubik große Dreizylinder bietet in jedem Fall noch reichlich Entwicklungspotenzial. Erkennbare Änderungen am gezeigten Prototyp umfassen einen minimal überarbeiteten Sammler und modifizierte Ventildeckel. Ein ebenso überarbeiteter und minimal größerer Kühler an der gezeigten Speedy deutet zudem auf weitere Änderungen am Motor hin, die allesamt zu mehr Spitzenleistung führen dürften. Zu erwarten ist dabei dennoch, dass Triumph auch weiterhin nicht den extremen Weg von BMW und Ducati geht um vor allen am Stammtisch für Aufsehen zu sorgen, sondern weiterhin, trotz gestiegener Ansprüche an die Dynamik, auch ein Mindestmaß an Alltagstauglichkeit im Lastenheft stehen haben dürfte. Die 190 PS der KTM 1390 Super Duke R dürften daher ein guter Gradmesser für die zu erwartende Nennleistung der Speed Triple sein.

Vielleicht präsentieren die Briten bereits 2024 ein neues Speedy-Topmodell

Ebenso unklar ist, ob es sich hier zunächst um ein limitiertes Spitzenmodell handelt, ähnlich wie Triumph bei der Einführung der Moto2-Edition der kleinen Schwester Street Triple 765 zuletzt vorging. Speziell die Änderungen am Motor deuten aber eher auf ein Update für die gesamte Speed Triple-Baureihe hin, also sowohl die RS, die RR wie auch das mögliche Topmodell. Offen ist allerdings noch, wann die Neuerungen präsentiert werden. Wahrscheinlich ist eine Präsentation zum kommenden Jahreswechsel, abseits vom Trubel auf den beiden großen Messen Intermot und EICMA. Triumph meidet diese seit einigen Jahren für nennenswerte Modellpräsenationen um auf eigenen Events mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu können. Diese Aufmerksamkeit hätte die neue Speed Triple auch durchaus verdient, denn es scheint, als wäre sie sportlicher denn je und würde das Zeug mitbringen, die Riege der Hyper-Nakeds ordentlich aufzumischen!

Autor

Bericht vom 21.02.2024 | 8.028 Aufrufe

Empfohlene Berichte

Pfeil links Pfeil rechts