Das sind die besten Reiseenduros für Offroad 2023

1000PS Top Awards: Die Empfehlungen der 1000PS Redaktion

Die 1000PS-Redaktion hat heuer schon zahlreiche Modelle getestet und wählt nun ihre Favoriten. Diese 10 Reiseenduros konnten uns im losen Gelände am meisten überzeugen.

Bei unseren 1000PS Top Awards wählt die 1000PS-Redaktion in verschiedenen Kategorien die besten Motorräder des Jahres. Mit der Bosnia Rally und weiteren Tests waren wir 2023 auch viel auf unbefestigten Wegen unterwegs, vor allem auf Adventure Bikes aller Art. Zeit also, die besten Reiseenduros für den Offroad-Betrieb zu bestimmen. Doch welche Motorräder kommen überhaupt in die Wertung? Grundsätzlich alle Reiseenduros, die 2023 als Neufahrzeug beim Hersteller erhältlich waren. Wir haben den Begriff "Reiseenduro" breit gefasst und alles von den kleinen Bikes, wie der Royal Enfield Himalayan oder Honda CRF300 Rally, bis zu den richtig großen Dickschiffen, alá Harley-Davidson Pan America oder Triumph Tiger 1200, berücksichtigt. Auch dabei sind Dual-Sports wie die 690er/701er/700er Enduros von KTM/Husqvarna/Gas Gas, da diese Motorräder ebenfalls einige Reise-Qualitäten aufweisen, vor allem mit Rally-Turm wie unsere TuneUp Gas Gas ES 700, und gerade im Gelände häufig in direkter Konkurrenz zu den leichten Reiseenduros stehen.

Das Abstimmungsverfahren bei den 1000PS Top Awards

Wie werden die Sieger und Verlierer bei den 1000PS Top Awards ausgewählt? Die Jury besteht aus zehn 1000PS-Testern: Nils, Vauli, Horvath, McGregor, Poky, Mex, Zonko, NoPain, Wolf und Juliane. Zur Wahl stehen sämtliche Motorradmodelle, die 2023 neu bei den Herstellern erhältlich sind. Es müssen also keine 2023 neu vorgestellten Modelle sein. Die Tester wählen unabhängig voneinander ihren Lieblingsbikes auf die Plätze 1 bis 14. Jedes nicht gewählte Motorrad bekommt automatisch den 15. Platz zugewiesen. Aus dem Durchschnitt der zehn Einzelrankings ergibt sich die Gesamtwertung. Da nicht alle Tester mit allen Motorrad-Segmenten vertraut sind, durften auch Kategorien ausgelassen werden. Dann wird das Gesamtranking von weniger Einzelwertungen bestimmt, das Ergebnis bleibt aber unverfälscht. Noch ein Spezialfall sind Motorräder, die nur sehr kurz oder nur einigen wenigen Testern greifbar waren. Diese können logischerweise nur von denjenigen bewertet werden, die sie auch gefahren sind und werden dadurch von den anderen nicht ins Ranking aufgenommen und mit Platz 15 belegt. Es kommt also hin und wieder vor, dass Motorradmodelle eigentlich sehr positiv empfunden wurden, in der Wertung aber hintere Plätze belegen, weil sie nur von einem Teil der Jury bewertet werden konnten. Eine blöde Komplikation, doch bei ständig wechselnden Verfügbarkeiten kaum vermeidbar.

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Uneinigkeit und Diskussionen in der 1000PS-Redaktion - 1000PS Top Awards

Wie bei so ziemlich jeder Kategorie der 1000PS Top Awards gab es auch bei den geländetauglichen Reiseenduros hitzige Diskussionen innerhalb der Redaktion. "Offroad" wird von jedem anders definiert und gelebt. Der eine fühlt sich schon auf dem breiten Schotterweg wie ein Abenteurer, der andere wiederum erkennt erst den Querfeldein-Hillclimb tief im Gemüse als echtes Offroading an. Entsprechend sind auch die Meinungen, welches Bike sich am besten für loses Gelände eignet, teils stark unterschiedlich. Manche Tester bevorzugen ein möglichst geringes Gewicht, andere freuen sich über ausgefeilte Assistenzsysteme und viel Druck am Hinterrad. Die unterschiedlichen Prioritäten schlagen sich auch im Ranking nieder und die meisten Modelle liegen in der Punktewertung knapp hintereinander, oftmals von einigen Testern sehr gut, gleichzeitig von anderen nur mittelmäßig bewertet. Das gilt jedoch nicht für die Top 3 der Reiseenduros fürs Gelände. Diese drei Modelle konnten alle dermaßen überzeugen, dass sie die Top Awards der geländegängigen Reiseenduros recht souverän und mit gutem Abstand anführen.

Platz 3: Aprilia Tuareg 660 - 1000PS Top Awards der besten Reiseenduros fürs Gelände

Die Aprilia Tuareg 660 gehört zu diesem allseits beliebten Trio, weil sie einerseits mit unter 210 kg, einem niedrigen Schwerpunkt und dadurch sehr agilem Handling die Offroad-Puristen abholt, andererseits mit ihrem üppigen Elektronik-Paket und Komfort-Features aber auch die gemütlichen Offroad-Fahrer begeistern kann. Sie kann ganz entspannt touren und über Schotterstraßen bügeln, dank des niedrigen Gewichts und der langen Federwege von 240 mm macht sie aber auch im anspruchsvollen Gelände eine gute Figur. Diese Leichtgängigkeit und Vielseitigkeit verschaffen ihr Platz 3 bei den 1000PS Top Awards. Noch mehr Testeindrücke gibt es bei unseren Tests der Aprilia Tuareg 660. Alle technischen Daten und aktuelle Preise der Tuareg 660 findet ihr hier.

Platz 2: Yamaha Tenere 700 - 1000PS Top Awards der besten Reiseenduros fürs Gelände

Seit 2019 erfreut sich die Tenere 700 großer Beliebtheit am Motorradmarkt und so auch innerhalb der 1000PS-Redaktion. Die Japanerin ist nach der Einführung der Aprilia Tuareg 660 und Honda XL750 Transalp zwar schon länger nicht mehr das einzige Leichtgewicht unter den Adventure Bikes, aber mit ihrem puristischen Zugang und dem weitgehenden Verzicht auf elektronische Assistenzsysteme hat sie immer noch gewisse Alleinstellungsmerkmale und einen besonderen Platz im Reiseenduro-Segment. Hinzu kommt der drehmomentstarke CP2-Motor, der im Gelände durch seinen Traktor-ähnlichen, druckvollen Charakter begeistert und die perfekte Ergonomie für die stehende Fahrt. Die Tenere 700 fühlt sich im losen Terrain einfach zuhause und das spürt und schätzt man. Das bringt Platz 2 bei den 1000PS Top Awards. Unsere Tests und Vergleiche der Yamaha Tenere 700 geben euch einen noch tieferen Einblick in die Fahreingenschaften der T7. Hier findet ihr alle technischen Details und Preise der Yamaha Tenere 700 2023.

Platz 1: KTM 890 Adventure R - 1000PS Top Awards der besten Reiseenduros fürs Gelände

Alle Reiseenduros sind ein Kompromiss zwischen Touring und Offroad. Die KTM 890 Adventure R ist jedoch der kompromissloseste Kompromiss auf zwei Rädern und wird dafür mit dem ersten Platz der 1000PS Top Awards belohnt. Extrem lange Federwege in einem sehr sportlichen Fahrwerk, ein starker, quirliger Motor, agiles Handling dank niedrigem Schwerpunkt und eine auf Attacke getrimmte Ergonomie - Es ist schon passend, dass die aggressivste und Offroad-tauglichste Reiseenduro von den Offroad-Profis aus Mattighofen stammt. Die 890 Adventure R mag nicht im Bummeltempo entspannt bewegt zu werden und ist dadurch für so manchen Schotter-Abenteurer nicht das richtige Eisen, doch für Piloten mit echten Offroad-Ambitionen und einem sportlichen Fahrstil gibt es wenig Adventure Bikes, die so stabil und flott über Stock und Stein geprügelt werden können. Ob die KTM 890 Adventure R dafür abseits des Gemüses Federn lassen muss, das erfahrt ihr in unseren zahlreichen Tests und Vergleichen der KTM 890 Adventure R. Die aktuellen technischen Daten und Preise zur KTM 890 Adventure R 2023 gibt es hier.

Die beste Reiseenduro fürs Gelände 2023: KTM 890 Adventure R
Der niedrige Schwerpunkt, der quirlige, druckvolle Motor und die beste Ergonomie für ambitioniertes Gelände besorgen der KTM 890 Adventure R den 1000PS Top Award.

1000PS Top Awards der besten Reiseenduros fürs Gelände - Top 15

PlatzierungPunkte (weniger = besser)Modell
17,50KTM 890 Adventure R
27,70Yamaha Tenere 700
38,10Aprilia Tuareg 660
49,80KTM 690 Enduro R
510,10Triumph Tiger 900 Rally Pro
610,30Ducati DesertX
710,60Husqvarna Norden 901 Expedition
811,20Husqvarna 701 Enduro
911,80Honda CRF300 Rally
1011,90Suzuki V-Strom 800DE
1112,50Yamaha Tenere 700 World Raid
1212,60Honda CRF1100L Africa Twin
1312,70KTM 1290 Super Adenture R
1412,90Gas Gas ES 700
1514,50Husqvarna Norden 901
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Bericht vom 17.09.2023 | 16.240 Aufrufe