Die besten Cruiser der Saison 2022 - 1000PS Jahresrückblick

Unsere Highlights zum Dahingleiten

2022 war nicht das stärkste Jahr, was Cruiser-Neuheiten angeht. Dafür war aber jedes Bike, das wir testen konnten eine Perle für sich. Hier die Übersicht unserer Top 5!

Auch wenn wir Power Nakeds und unsere Supersport Tune Ups lieben, geht nichts gegen eine entspannte Runde auf einem Cruiser. Dieses Jahr konnten wir wieder die spannendsten Neuheiten testen und blicken nun zurück. Hier geht es nicht um Daten oder akribisch definierte Ergebnisse, sondern darum, was uns ins Herz gefahren ist. Hier unsere Highlights in alphabetischer Reihenfolge.

Harley-Davidson Low Rider ST - Bestseller ab Sekunde 1

Unsere Top 5 Liste beginnt mit einem wahren Highlight - zumindest was die Verkaufszahlen angeht. Denn binnen kürzester Zeit war die Low Rider ST im deutschsprachigen Bereich ausverkauft! Um diesem frühzeitigen Erfolg auf den Grund zu gehen, haben wir sie natürlich getestet. Begeistert hat der gewaltige Milwaukee Eight 117 V-Twin, der mit seinem Hubraum von 1.923 Kubik ein stolzes Drehmoment von 169 Nm bei 3.500 U/min auf den Asphalt presst. Doch nicht nur geradeaus kann sie: Trotz ihrem Gewicht von 327 Kilogramm haben es die Harley-Davidson Ingenieure geschafft, ihr ein sportliches Fahrwerkssetting zu geben, sodass auch auf kurvigen Straßen echter Fahrspaß entsteht. Hier alle Eindrücke im Test: [Harley-Davidson Low Rider ST Test](Harley-Davidson Low Rider ST).

Harley-Davidson Nightster - der Einstieg als Milwaukee

Seitdem die luftgekühlten Sportster Modelle in Europa eingestellt wurden, fehlte es an einem Einstieg in die US-amerikanische Marke. Denn mit der 122 PS und 125 Nm starken Sporster S ging man einen deutlich sportlicheren Weg, als bei den Sportys bevor. Hier kam Anfang 2022 die neue Nightster ins Spiel, die mit ihrem Revolution Max 975 Motor nicht nur eine zugänglichere Leistung von 89 PS und 95 Nm bietet, sondern auch preislich deutlich unter der Sportster liegt. An den Möglichkeiten des Customizings scheitert es natürlich nicht, doch es wurden auch clevere Lösungen wie der Benzintank unter der Sitzbank implementiert, um ein einfacheres Fahrverhalten für Harley-Einsteiger zu ermöglichen. Unsere Eindrücke findet ihr im Test: Harley-Davidson Nightster Test.

Harley-Davidson Street Gilde ST und Road Glide ST - das gewaltige Geschwisterpaar

Von Harley-Davidson eigentlich als Tourer und nicht als Cruiser kategorisiert, können wir diese Erscheinung nicht auslassen. Mit einem kombinierten Gewicht von über 750 Kilogramm waren Street Glide ST und Road Glide ST zwei der imposantesten Motorräder, die wir dieses Jahr im Fuhrpark aufnehmen durften. Bei einer gemeinsamen Ausfahrt haben NastyNils und Zonko die Unterschiede herausgearbeitet, denn technisch sind sich die beiden Harleys sehr ähnlich - die größten Unterschiede bestehen beim Thema Ergonomie, Windschutz und Auftritt. Wer auf schweres Metall steht, sollte hier klicken: Harley-Davidson Street Gilde und Road Glide ST 2022.

Hyosung Aquila Bobber - der Achtelliter-Cruiser

Unser vorletztes Highlight der Saison 2022 ist auch gleichzeitig das kleinste: Die Hyosung GV125 S Aquila Bobber. Der charmante A1-Cruiser war bisher nicht auf unserem Schirm, doch ist uns direkt ins Herz gefahren, als wir das erste Mal unsere Augen darauf geworfen haben. Die Aquila wirkt wie ein echter Ami-Chopper, der in der Wäsche eingelaufen ist - sogar mit V2 Motor! Zwar fehlt es der Hyosung am charakteristischen Sound und Ansprechverhalten eines solchen Motors, doch wenn es um Style geht, fährt sie in der 125er Klasse ganz vorne mit. Wer also in der Masse herausstechen möchte, sollte die Hyosung Aquila Bobber definitiv am Schirm haben! Hier unser Test: Hyosung GV125 S Aquila Bobber-Test 2022 .

Indian Scout Rogue - der nachtschwarze Schurke

Indian Scout fahren war noch nie so cool. Während die bereits bekannten Modelle der Baureihe eher auf den Klassischen Cruiser- bzw. Bobber-Look setzen, platziert man die Scout Rogue als Bad Boy der Familie. Mit Ape Hanger Lenker, Scheinwerferverkleidung, gewaltigem 19 Zoll Vorderrad und keinem Funken Chrom verpasst man ihr einen mächtigen Auftritt. Unter dem Kleid findet man jedoch die bekannte Technik mit dem 1133 ccm großen V-Twin, der amtliche 94 PS und 97 Nm Drehmoment auf die Straße bringt. Wie bei all den Bikes in dieser Liste schränkt lediglich die begrenzte Schräglagenfreiheit den Fahrspaß ein, doch hat man sich darauf einmal eingeschossen, lässt sich die 250 Kilogramm schwere Maschine angenehm durch die Radien gleiten: Indian Scout Rogue Test.

Bericht vom 24.12.2022 | 28.422 Aufrufe

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