Die Top 10 Motorräder mit den größten Tanks

Mit diesen Motorräder kommt man richtig weit!

Auf asphaltierten Straßen mit gut ausgebautem Tankstellen-Netz ist es klarerweise kein Thema, in vielen Regionen dieser Welt ist es allerdings überlebenswichtig - das Tankvolumen des Motorrads! Wer sich das mühselige Aufladen von Kanistern sparen möchte, sollte sich unsere Top 10 Motorräder mit riesigem Tank ab Werk ansehen!

Platz 10 - Honda CRF1100L Africa Twin Adventure Sports

Die neue Africa Twin (es gab ja schon mal eine 650/750er, falls das jemand nicht weiß) ist für viele das ultimative Adventure-Bike: Kräftig genug, geländetauglich und komfortabel auf längeren Strecken. Die Adventure Sports-Version unterscheidet sich nicht nur durch eine bessere Ausstattung, sondern auch durch den rund 6 Liter größeren Tank, wodurch es die CRF1100L Africa Twin Adventure Sports, so der volle Name, auf 24,8 Liter Spritvolumen bringt. Eindeutig genug für so manchen Trip in entlegene Gegenden, trotzdem nur Platz 10 der Motorräder mit den größten Tanks!

Anzeige

Platz 9 - BMW R 1250 RT und viele andere

25 Liter Tankvolumen scheint für viele Hersteller das perfekte Maß für Motorräder mit einem ausgedehnten Aktionsradius zu sein. Denn zahlreiche Modelle bringen 25 Liter in ihr Fass: Die BMW R 1250 RT (und auch ihre Vorgängerin R 1200 RT), die Yamaha FJR1300, die ja bekanntlich in der gleichen Liga spielt, wie die BMW und die wunderschöne, aber (leider) sehr seltene Moto Morini Granpasso 1200, die als Reiseenduro natürlich auch weite Strecken schaffen sollte. In ebendiesem Segment finden sich auch die altehrwürdige Honda XL1000V Varadero und die Aprilia Caponord 1000. Hinzu kommen die beiden dicken Cruiser Honda Goldwing F6B und Triumph Rocket III, bei denen man schon alleine vom Hubraum her erwarten kann, dass sie etwas mehr saufen. Und nicht zu vergessen die Husqvarna 701 Enduro LR, die als Long Range-Version tatsächlich ganz tief ins Dickicht vordringen darf.

Platz 8 - KTM 640 LC4 Adventure

Von der Husqvarna 701 direkt zur Konzernschwester KTM 640 LC4 Adventure - wenn man so will, eigentlich eine direkte Vorgängerin der Husky. Denn der 640er-LC4-Motor führte in weiterer Folge zum 690er-Triebwerk, das die 701er nutzt. Natürlich waren die Vergaser-Modelle noch durstiger als moderne eingespritzte Triebwerke, aber mit 25,5 Liter Tankvolumen kann man die 158 Kilo leichte und dadurch voll geländetaugliche Kante durchaus in die Wildnis oder die Wüste schicken. Der Windschutz ist ebenfalls durchaus passabel, müsste man nur noch mit den Vibrationen zurechtkommen, die der Einzylinder mit 625 Kubik produziert.

Platz 7 - Triumph Trophy SE

Es ist doch glatt schon acht Jahre her, dass ich die Triumph Trophy SE zuletzt gefahren bin! Damals in den Alpen befand ich die dicke Emma vorerst als fast genauso breit wie hoch, um dann am Ende von der unerwarteten Wendigkeit selbst in engen Kehren überrascht zu werden. Hilfreich ist dabei natürlich der kräftige Motor mit ordentlichem Durchzug von ganz weit unten. 134 PS aus 1215 Kubik Hubraum wollen bei 301 Kilo fahrfertig natürlich ordentlich gefüttert werden - 26 Liter Spritvolumen sind daher durchaus angemessen für die reisetaugliche Britin.

Platz 6 - BMW K 1600

Die vier BMW-Modelle K 1600 B, Grand America, GT und GTL fanden bereits in meinem Bericht über die Top 10-Motorräder mit dem höchsten Drehmoment einen Platz. Genau genommen schafft es der Reihen-Sechszylinder mit 180 Newtonmeter Drehmoment auf Rang 4. Das wird wohl auch der Grund dafür sein, dass es die K 1600-Modelle mit 26,5 Litern in die Top 10 der größten Spritfässer schafft - viel Hubraum, Leistung, Drehmoment und Gewicht säuft nun mal ordentlich Sprit. Obwohl BMWs bekanntlich erstaunlich knausrig mit dem wohlriechenden Saft umgehen, kann es nicht schaden, auf einem ausgewiesenen Reisemotorrad etwas mehr Sprudel bunkern zu können.

Platz 5 - Benelli BN 600 GT und CanAm Spyder F3

Zugegeben, die Benelli BN 600 GT sieht schon etwas seltsam aus, die Wuchtigkeit an der Front wirkt ein wenig erschlagend. Als stichhaltiges Argument sollte man da vielleicht den riesigen Tankinhalt erwähnen - 27 Liter passen in die Benelli! Falls sich der Verbrauch bei 600 Kubik und knapp über 80 PS im Rahmen hält, sollten sich eigentlich Fabel-Reichweiten ausgehen. Ach ja, auch die dreirädrigen CanAm Spyder F3-Modelle fassen 27 Liter Sprit - falls man die überhaupt zu Motorrädern zählen möchte…

Platz 4 - Honda Pan European

Was die Honda Africa Twin für Adventure-Fans ist, ist die Pan European für Asphalt-Fresser - eine Legende! Voll und ganz auf optimalen Reisekomfort getrimmt, kommen ordentliche 329 Kilo zusammen, die von einem V4-Motor mit 126 PS vorangetrieben werden. So wie bei den anderen Reise-Schlachtschiffen BMW K 1600 und Triumph Trophy ST kann es also nicht schaden, ein ausreichend großes Sprit-Reservoir mitzuführen - stolze 29 Liter passen in den Tank der Pan European! Im Übrigen kommt auch das brandneue Adventurebike Ducati DesertX auf 29 Liter Tankvolumen, wenn man zum herkömmlichen 21 Liter-Tank den Zusatztank im Heck mit 8 Litern Volumen montiert. Der ist zwar nicht serienmäßig, aber doch als Ducati-Zubehör ab Werk montierbar - wollte ich nur erwähnt haben…

Platz 3 - Triumph Tiger 1200 GT / Rally Explorer und viele andere

So wie schon auf Platz 9 ein Tankvolumen von 25 Liter bei vielen Modellen üblich ist, scheint auch die runde Zahl von 30 Litern eine wichtige Rolle zu spielen. Zumindest bei den richtig langstreckentauglichen Reiseenduros. Als absoluter Neuzugang für 2022 dürfen gleich zwei Versionen der Triumph Tiger 1200 (GT Explorer und Rally Eplorer) auf die vollen 30 Liter bauen. Auch BMWs R 1250 GS Adventure, von mir gerne als der Panzer unter den Motorrädern bezeichnet, weil sich vor dem Fahrer ein unfassbar breiter Tank aufbaut, vertraut auf 30 Liter Sprit. Nicht zu vergessen die erste KTM 1290 Super Adventure, die in ihrem letzten Jahr, als bereits 1290 Super Adventure S und R am Markt waren, ein T am Ende des Namens zur Unterscheidung bekam sollte die einzige bleiben, die ein so großes Spritfass spazieren fährt (R und S haben nur 23 Liter-Tanks). Schließlich bekamen auch die Enduro-Versionen der Ducati Multistrada 1200 / 1260 einen 30 Liter-Tank spendiert und schaffen es für mich persönlich richtig gut neben den Triumph Tiger 1200 Explorer-Modellen, den Riesentank dezent und elegant unterzubringen.

Platz 2 - Moto Guzzi Stelvio 1200 8V NTX

Die Welt braucht mehr charismatische Außenseiter vom Schlage der Moto Guzzi Stelvio 1200 8V NTX! Denn abgesehen davon, dass diese schwere Reiseenduro erstaunlich handlich und agil zu bewegen ist, kann sie als NTX richtig viele Kilometer fressen. Bezüglich Tankvolumen macht Guzzi bei den Stelvios eine richtig breite Spreizung: Während die herkömmliche Stelvio mit 18 Litern Sprit auskommen muss, darf die NTX-Version stolze 32 Liter tanken! Also eine schlaue Langstrecken-Reiseenduro, die sich auch noch außerordentlich gut fährt. Bei diesen richtig guten inneren Werten sollte man doch eigentlich mit ihren Glupschaugen an der Front zurecht kommen.

Platz 1 - BMW R 1200 GS Adventure und KTM 450 Rally

Hatten wir nicht schon genug BMW-Modelle in den Top 10-Motorrädern mit riesigem Tank? Naja, eine kommt noch und schnappt sich mit einem Liter mehr als die Moto Guzzi Stelvio den ersten Platz - unglaubliche 33 Liter passen in den Tank der R 1200 GS Adventure bis Baujahr 2012! Da sollte mir doch bitte verziehen werden, dass ich die großen BMW Adventure-Modelle als Panzer bezeichne, viel mehr geht nun wirklich nicht. Wenigstens steht die Bayerin nicht ganz alleine am obersten Treppchen, die KTM 450 Rally fasst ebenfalls 33 Liter Sprit. Vom Grundgedanken - lange Strecken, gerne auch Offroad - sind die beiden theoretisch gar nicht so weit auseinander, bedenkt man aber, dass die BMW ziemlich genau 100 Kilo(!) mehr wiegt als die KTM, liegen praktisch Welten zwischen den beiden.

Autor

Bericht vom 30.12.2021 | 25.577 Aufrufe

Du hast eine Neue?

Verkaufe dein Gebrauchtmotorrad im 1000PS Marktplatz.

Inserat erstellen

Empfohlene Berichte

Pfeil links Pfeil rechts