Yamaha YZF-R6 (2006-2016) Gebrauchtberatung

Die beliebteste R6?

Wenn du ein Trackday-Fan oder einfach nur ein Liebhaber von waschechten Motorrädern im Rennstil bist, wird die Yamaha YZF-R6 aus dem Jahr 2006 mit Sicherheit für dich. Wenn es darum geht, ein kompromissloses Fahrerlebnis zu bieten, tickt die R6 in jeder einzelnen Box. Denken Sie daran, dass dieses Motorrad, obwohl es dreizehn Jahre alt ist, dank einer neuen Verkleidung und einiger aktualisierter Gabeln und Elektronik immer noch den Supersport-Weltrennsport dominiert.

Diese R6-Generation, die 2006 auf den Markt kam, hat die Supersportklasse von Grund auf verändert, da sie auf Erfolg auf der Rennstrecke ausgerichtet war. Die Zeiten, in denen die gute alte Honda CBR600F allroundtauglich und preisgünstig war, waren lange vorbei, denn Yamaha hatte den neuen Supersportler nicht nur auf Trackday Fans ausgerichtet, sondern technologische Neuheiten reingepackt!

Die Ausstattung der Yamaha YZF-R6 war unglaublich

Die R6 ist das erste serienmäßig hergestellte Motorrad, das mit einer Art Ride-by-Wire ausgestattet ist. Die R6 verfügt außerdem über eine Dämpfung für hohe und niedrige Geschwindigkeiten, eine Anti-Hopping-Kupplung, Radialbremsen und ein brutales (und von Yamaha sehr optimistisches) Drehzahllimit von 17.500 U/min. Das sind alles Technologien, die selbst in der Literklasse der damaligen Zeit fehlte. Aber es hatte seinen Preis - nicht nur in finanzieller Hinsicht.

Ein großartiges Trackday Bike, das auf der Straße vielleicht zu brutal ist

Auf einer warmen, trockenen Rennstrecke ist die R6 einfach beeindruckend und wird Kurven zerstören, später bremsen, als du es je für möglich gehalten hättest und dir das Gefühl geben, ein WSS-Rennfahrer zu sein. Es ist ein hervorragendes Trackday-Motorrad, aber eines, dessen Auslegung auf schnelle Runden Nachteile für der Straße bringt. Wenn du nicht in der Stimmung bist, den Motor auf Drehzahl zu bringen, gibt es nur wenig Mid-Range und die R6 ist aufgrund ihrer Größe relativ eng - außer für kleine Jockeys. Aber noch einmal, seht sie euch an: Ist das wirklich eine Überraschung? Genießt sie als das, was sie ist - eine echte Rakete von einem Motorrad!

Auch wenn die kompromisslose Natur der R6 nicht jedem gefällt, so werden diejenigen, die meinen, dass ein Supersportler ein drehzahlfreudiges Biest mit messerscharfem Handling und Rennbike-Aussehen sein sollte, die YZF-R6 absolut lieben. Diejenigen, die im mittleren Drehzahlband fahren und keine beengte Sitzposition wollen, werden sie hassen. Ihr wurdet gewarnt...

Worauf man bei einer gebrauchten Yamaha YZF-R6 achten muss

Es ist kaum zu glauben, dass diese Generation R6 jetzt 14 Jahre alt ist, aber das ist die Realität und als solche bedeutet das, dass es ziemlich viele gebrauchte Motorräder da draußen gibt. Und obwohl die Bauqualität von Yamaha im Allgemeinen sehr hoch ist, kann es bei einigen Motorrädern Probleme geben, die man im Auge behalten muss...

Das erste, was bei einem Rennbike zu beachten ist, ist sicherzustellen, dass es sich nicht um ein Ex-Trackday-Bike oder gar um ein Motorrad handelt, das von einer Trackday-Firma als Instruktorenbike verwendet wurde. Bei der R6 ist das nicht so ungewöhnlich, wie man hoffen würde. Untersucht die Verkleidungen, um festzustellen, ob sie im Vergleich zu Dingen wie den Griffen, die Abnutzung zeigen, verdächtig makellos sind und sucht nach Spuren auf den Felgen, die darauf hinweisen, dass die Reifen regelmäßig gewechselt wurden. Nehmen wir an, dass die Reifen alle 6.000 Kilometer gewechselt werden. Wenn es also Hinweise darauf gibt, dass bei einer Maschine mit relativ geringer Laufleistung Wuchtgewichte auf- und abgebaut wurden, sollten die Alarmglocken zu läuten beginnen. Und achtet natürlich auch auf Schäden und Abweichungen in den Farben der Paneele, die auf einen Tausch/Ersatz hinweisen könnten, sowie auf undichte Fahrwerkskomponenten und verschlissene Lager.

Solider Motor mit kleinen Schwachstellen

Der Motor des R6 ist solide, aber beim Einsatz auf der Rennstrecke kann es vorkommen, dass er Öl verbrennt und wenn er nicht darauf geachtet wird, kann es zu Schäden führen. Vergewissert Euch immer, dass der Motor kalt ist, bevor der Besitzer ihn startet, und achtet auf Klackern und Anzeichen von Rauch. Der Nockenkettenspanner der R6 war bei der ersten Generation etwas schwach (Yamaha hat den Aufbau aktualisiert), also achtet auch auf dieses verräterische Klappern. Das Ventilspiel des Motors der R6 muss bei einer schön langen Strecke von circa 40.000 Kilometer überprüft werden. Da dies jedoch eine große Rechnung bedeutet, stellt sicher, dass dies geschehen ist, wenn das Motorrad in der Nähe dieser Kilometermarke steht. Wenn alles in Ordnung ist, macht eine Probefahrt und achtet auf das Aufleuchten von Warnleuchten oder Fehlercodes auf dem Armaturenbrett. Auf einem Motorrad, das mit so viel Technik ausgestattet ist wie die R6, kann es ein kostspieliger Alptraum sein, diese zu beheben und Drosselklappensensoren und dergleichen können sich mit dem Alter abnutzen.

Schließlich solltet ihr euch vor schlecht montiertem Zubehör wie lauten Endtöpfen, Stummelhebeln, Heckgarnituren, Alarmsystemen oder Heckabdeckungen in Acht nehmen. Stellt sicher, dass sie den TÜV passieren und wenn ein lauter Auspuff verbaut ist, fragt nach der originalen Einheit. Und seid auf der Hut vor Aftermarket-Quickschaltern/Blippern, da diese einen übermäßigen Verschleiß des Getriebes verursachen können.

Gab es Modellupdates dieser Yamaha R6 Generation?

Die 2006er YZF-R6 war ein komplett neues Motorrad, doch Yamaha wartete nicht lange auf das erste Update. 2008 erhielt sie einige kleine Änderungen, die hauptsächlich darauf abzielten, die etwas fehlende Mid-Range zu verstärken und gleichzeitig die Rennstreckenleistung zu verbessern. Der Rahmen wurde um den Lenkkopf herum verstärkt, während der Rahmen selbst an Steifigkeit verlor und die Verstrebung der Schwinge zunahm. Obwohl es kaum auffiel, wurde auch die Sitzposition leicht verändert, indem die Lenker um 5 mm tiefer gelegt (als ob sie nicht schon tief genug wären) und die Federung optimiert wurde. Intern war der Motor, abgesehen von einigen Überarbeitungen der Ölführung und des Nockenkettenspanners, so ziemlich derselbe wie vorher, aber Yamaha fügte auch längenvariable Ansaugtrompeten, eine überarbeitete ECU und ein geändertes Kraftstoffeinspritzsystem hinzu. Insgesamt eher Optimierungen anstatt einer großen Überarbeitung, der größere Endtopf ist die offensichtlichste Modifikation. Das Motorrad ab 2008 blieb unverändert, bis es durch die 2017er R6 ersetzt wurde, die ein R1-ähnliches Aussehen, ein fortschrittliches Elektronikpaket mit Traktionskontrolle und ABS sowie eine neue Aufhängung erhielt. Obwohl der Motor so gut wie unverändert blieb, gingen Leistung und Drehmoment leicht zurück, um die Euro4-Konformität zu erreichen.

Preis einer gebrauchten Yamaha R6 ab 2006

Je nach Markt unterscheiden sich die Preise, doch eine Yamaha R6 dieser Generation mit hoher Laufleistung bekommt man schon für unter 4.000 Euro. Aktuelle Preise und Verfügbarkeit auf Eurem Markt gibt es hier: Gebrauchte Yamaha YZF-R6 (ab 2006) kaufen.

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Bericht vom 15.11.2020 | 6.081 Aufrufe

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