Kawasaki Z1000 (2003-2009) Test und Gebrauchtberatung

Viel Motorrad für wenig Geld

Die Z1000 von 2003 war ein Meilenstein für Kawasaki, da sie die neue Denkweise des Unternehmens verdeutlichte. Ohne der Leidenschaft, die Fans heute mit der Marke verbinden und einer Modellpalette, die hinten nachfuhr, beschloss man die Firma auf den Kopf zu drehen. Dieser Prozess wurde von einem neuen Design-Chef geleitet - Shunji Tanaka.

Tanaka, den Kawasaki von Mazda abwarb (wo er den MX-5 entworfen hatte), war für seine kühne Einstellung bekannt, weshalb sofort eine Reihe von aggressiv gestylten Motorrädern für den europäischen Markt entwarf. Frech, wild und unverschämt Kawasaki - diese neuen Modelle bildeten die Grundlage für Kawasakis Wiederauferstehung in den 2000er Jahren und kein Modell konnte das so gut repräsentieren wie die Z1000.

Die Kawasaki Z1000 - die Waffe der frühen 2000er

Die Z1000, die 2003 zusammen mit der radikalen ZX-6R auf den Markt kam, schlug ein wie eine Bombe. Durch die Verwendung eines ZX-9R-Motors mit größerem Hubraum und einem zusätzlichen Kraftstoffeinspritzsystem war die Z1000 die erste einer neuen Art von Nakeds aus Japan, die die Grenzen des Stylings verschoben. In grellen Einzelfarben wie Orange und Grün lackiert, hob sich die Kawa sofort von den anderen langweiligen Naked Bikes aus Japan ab - ihr schöner Peashooter-Auspuff machte sie noch begehrenswerter. Ein Kult bildete sich fast über Nacht und die Z1000 ist seither eine äußerst beliebte Maschine geblieben.

Auch wenn die Leistung der alten Z1000 bei weitem nicht an die aktuelle Z1000 herankommt, bleibt sie dennoch eine großartig Gebrauchte, wenn man etwas anderes haben will. Der Motor der ZX-9R hat viel Druck und obwohl das Chassis ein wenig weich ist, wenn man es fordert, ist es nicht allzu schwierig zu korrigieren und es bringt puren Spaß, diese Maschine zu bewegen. Was die Kawasaki Z1000 jedoch bietet - und das fehlt vielen Konkurrenten - ist ein wirklich einzigartiger Look, der selbst heute interessant genug ist, um zu begeistern, ohne zu grell und übermäßig "plastisch-fantastisch" zu sein.

Worauf muss man bei einer gebrauchten Kawasaki Z1000 achten?

Die Z1000 ist ein ziemlich solides Bike, aber sie leidet unter ein paar kleinen Schönheitsfehlern, auf die man achten sollte. Und nicht alle davon sind auf Kawasaki zurückzuführen...

Der von der ZX-9R abgeleitete Motor ist sehr solide, aber sein Kraftstoffeinspritzsystem (die ZX-9R hatte Vergaser) kann mit zunehmendem Alter beginnen, Sensoren ausfallen zu laasen. Achtet also auf Warnlampen am Armaturenbrett. Nur sehr wenige Motorräder leiden unter Getriebeproblemen, aber das sind nur die wenigsten. Das Größte, worauf man beim Motor der Z1000 achten muss, sind die Original-Auspuffrohre, die, obwohl sie sehr restriktiv und schwer sind (fast jeder Besitzer hat sie entfernt), den Charakter des Motorrads noch verstärken und es daher wert sind, dass Sie beim Kauf dabei sind. Versucht ein originales Motorrad zu finden - diese könnten in Zukunft bei Liebhabern beliebt sein.

Das Fahrwerk ist die große Schwäche der Kawasaki Z1000

Das Fahrwerk der Kawasaki Z1000 lässt ein wenig zu wünschen über. Die serienmäßig weich gefederte Z verfügt über keine tolle Abstimmung, weshalb viele Besitzer die Original-Gabeln gegen die Gabeln einer ZX-6R der Baujahre 2004/05 tauschen. Das Federbein wird gerne für eine ZX-6R oder ZX-10R Einheit gewechselt. Das funktioniert zwar, aber man muss überprüfen, ob sie passend neu ventiliert/gefedert wurden. Obwohl ein gebrauchter Dämpfer billig ist, ist es oft besser, ein spezielles, für das Motorrad entwickeltes Nachrüstteil zu kaufen.

In Bezug auf die Verarbeitung ist die Z1000 nicht schlecht, aber die Bremssättel enttäuschen mit Korrosion und festsitzenden Kolben - eine häufige Beschwerde. ABS war nur ein optionales Extra bei der aktualisierten Generation nach 2007.

Viele Kawas werden modifiziert und das kann die Büchse der Unzuverlässigkeit öffnen. Wenn das Motorrad mit einem Nachrüststlenker ausgestattet ist, prüft, ob die Bremsleitungen lang genug sind, wenn die Gabeln voll ausgefedert sind und ob der Gaszug nicht beeinträchtigt wurde, indem man den Lenker bei laufendem Motor von Schloss zu Schloss bewegt und dabei auf einen Drehzahlanstieg achtet. Seid vorsichtig bei elektrischen Störungen, insbesondere bei Heckumbauten und bei kleinen Blinkern. Wenn die Federung (insbesondere die Gabeln) geändert wurde, stellt sicher, dass sie passend zum Motorrad eingestellt und von einer kompetenten Fachkraft montiert wurde!

Die nachfolgenden Kawasaki Z1000 Generationen

Die Z1000 wurde 2007 mit einem neuen Stil und einigen Überarbeitungen an Chassis und Motor aktualisiert. In Wirklichkeit war es keine so radikale Abweichung vom alten Modell. Der Vierzylinder bleibt im Wesentlichen derselbe, aber eine Neuabstimmung durch neue Nockenwellenprofile und 0,5 mm kleineren Ventilen führt zu einer Verstärkung des unteren und mittleren Drehzahlbereichs, während das Gewicht des Schwungrads um 7% erhöht und das Getriebe abgesenkt wurde. Spitzenleistung und Drehmoment blieben praktisch unverändert. Die Steifigkeit des Fahrgestells und des Heckrahmens wurden verändert, um das Handling zu verbessern (neue Motorbefestigungspunkte sollten die Vibrationen reduzieren), der Radstand wurde durch eine neue Schwinge leicht verlängert und die Lenker näher an den Fahrer herangeführt, um eine aggressivere Haltung zu erreichen, während der Sitz 40 mm schmaler wurde. Schließlich wurden die Auspuffanlagen aktualisiert und Radialbremsen mit ABS als Sonderausstattung eingebaut, um die Optik zu verbessern. Die Z1000 wurde 2010 mit der neuen 1043 Kubik-Generation komplett überarbeitet.

Preis einer gebrauchten Kawasaki Z1000

Inzwischen ist die erste Generation der Kawasaki Z1000 ein wahres Schnäppchen und bietet viel Motorrad fürs Geld. Hier alle Preise: Gebrauchte Kawasaki Z1000 kaufen.

Über Jon Urry:

Als begeisterter Motorradfahrer und Weltenbummler, der seit 2001 schon für Motorradmagazine in acht Ländern gearbeitet hat und jährlich über 30.000 Kilometer im Sattel verbringt, behauptet Jon von sich selbst zumindest seit 2003 jedes Modell von jedem (namhaften) Hersteller gefahren zu sein, das er kennt. 1000PS ist es gelungen ihm eine Reihe an Gebraucht-Berichten abzuluchsen, sodass ihr, von unserer Crew auf Deutsch übersetzt und da oder dort erweitert, in den Genuss seiner einzigartigen Erfahrungen kommt.

Autor

Bericht vom 13.09.2020 | 17.073 Aufrufe

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