Suzuki GSX-R 1000 Fahrwerksumbau

Suzuki GSX-R 1000 Fahrwerksumbau

Öhlins Federbein und Cartridge Kit

Macht ein Fahrwerksumbau auch für Hobbyfahrer Sinn? Oder reicht das Standardfahrwerk aus? NastyNils klärt auf.

Warum das Fahrwerk umbauen?

Das Serienfahrwerk der GSX-R 1000 von Suzuki ist wie die Fahrwerk der anderen Hersteller für einen breiten Einsatzbereich entwickelt. Es soll auf der Landstraße, der Autobahn, der Stadt und auch auf der Rennstrecke gleichermaßen gut und sicher funktionieren. Das ganz im Optimalfall auch noch alleine mit 60kg Fahrergewicht oder bei voller Zuladung. Zusätzlich dazu sollen aber die Kosten in der Herstellung und auch die einfache Montage am Fließband sichergestellt sein. Tuningteile im Fahrwerksbereich sind da natürlich eine ganz andere Liga. Denn diese können vom Kunden für einen speziellen Anwendungsfall bestellt werden. In meinem Fall möchte ich ausschließlich auf der Rennstrecke fahren und das Fahrwerk kann auch perfekt auf mein Gewicht und meinen Fahrstil angepasst werden. Bei den Produktionskosten liegen zwischen einem Serienfahrwerk und einem Tuningfahrwerk "Lichtjahre". Es ist zwar einerseits beachtlich wie gut die Serienfahrwerke heutzutage vor allem bei Supersportlern schon funktionieren, doch die letzten paar % an Perfektion holt man dann nur mit einem maßgeschneiderten Tuningfahrwerk heraus.

Nach einer halben Saison im Sattel der NastyGixxer hab ich auch schon Erfahrungen mit meinem aktuellen Fahrwerk gesammelt. Oft muss ich mir im Fahrerlager den Vorwurf anhören: Perlen vor die Säue! Das stimmt jedoch nur zum Teile. Viele Vorteile von einem hochwertigen Fahrwerk, kann man auch als Hobbyfahrer gut nutzen. Vorne hab ich ein Öhlins FKR Cartridge Kit montiert. Damit wird quasi das Innenleben der Gabel komplett ausgetauscht. Diese Art des Tunings wird in diversen Superstock Rennserien eingesetzt. Denn dort müssen die Gabelholme Serie bleiben. Die neue FKR ist im Vergleich zu früher wartungsfreundlicher. Was die laufenden Kosten im Vergleich zu älteren Öhlins-Systemen senkt. Im Vergleich zur Serie begeistert das Ansprechverhalten aber auch dieses lineare Gefühl der Dämpfung. Auch das hat sich im Vergleich zu früher verbessert. Auch als Hobbyfahrer genießt man von den ersten Metern an das klare Feedback und genießt das Vertrauen ins Vorderrad. Und in heiklen Situation hat man einfach mehr Reserven. Zum Beispiel bei Bodenwellen oder starken Bremsmanövern. Serienfahrwerke kommen da auch bei lausigen Rundenzeiten an ihre Grenzen.

Reifen sparen mit hochwertigem Federbein

Hinten setze ich ein neues TTX GP Federbein von Öhlins ein. Das Vorgängermodell (TTX) ist ja mittlerweile sehr bekannt und auch beliebt. Im Vergleich zur Serie punktet man auch als Hobbyfahrer für eine gleichbleibende Performance während dem gesamten Trackday. So kann man Reifenverschleiß sparen und erhält bei langen Turns mehr Sicherheit und Reserven. Auch die Setupmöglichkeiten sind umfangreicher. Man kann Zug-, Druckstufe aber auch Federvorspannung und Höhe verstellen.

Am Ende passt das für mich mit den Umbaukosten immer. Das Federbein kostet rund 1.500 Euro der Cartridge Kit rund 2.400 Euro. Ich fahre die Teile dann 2-3 Jahre selbst und am Ende meiner Nutzungszeit erhöhen sie den Verkaufspreis der Maschine oder ich kann sie wieder verkaufen. Während der Nutzungszeit senken die Teile meine Reifenkosten und spendieren mir bessere Rundenzeiten, mehr Sicherheit und auch in der Boxengasse machen sie mir große Freude. Einen Überblick über den kompletten Umbau samt Kosten hast Du hier.

Bericht vom 20.08.2018 | 2.134 Aufrufe

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