MV Agusta F3 800

Die MV Agusta F3 800 sieht nicht nur atemberaubend aus, sie hat auch ordentlich Holz vor der Hütte.
Die MV Agusta F3 800 besticht so wie alle MVs mit ihrer unnachahmlichen Eleganz
 

MV Agusta F3 800 - Mehr Schmalz aus drei Töpfen.

Das Prestige eines 1000er-Superbikes mit dem Handling einer 600er-Supersportlerin, das Drehmoment eines V-Zweizylinders mit der Drehzahlgier eines Vierzylinders - so sieht MV Agusta die neue F3 800 mit aufgebohrtem Dreizylindermotor. Datenblatt und äußere Hülle sprechen schon mal eindeutig für die wunderschöne italienische Diva.
 
MV Agusta steht für Extravaganz und schlichte Schönheit, wer eine solche Primadonna sieht, sollte sich daher über dieses seltene Vergnügen ordentlich freuen. Dass es vergleichbare Modelle gibt, die vielleicht ein bisserl besser funktionieren und fahren ist eigentlich völlig Blunzn, eine MV Agusta ist in keiner Disziplin wirklich schlecht, schwimmt weit vorne mit und attestiert dem Besitzer schon alleine beim Hinlegen des Schlüssels ein Höchstmaß an Geschmack – egal, welches Modell er fährt. Der rote Rahmen ist das gewisse Etwas auf der schwarzen MV Agusta F3 800
 

Mit der brandneuen F3 800 kommt nun eine Mittelklasse-Supersportlerin, die noch weniger in ein Schema passt als alles andere der traditionsreichen Schmiede. 798 Kubik aus drei Zylindern gibt es sonst nirgends, Triumph bleibt mit der Daytona bei 675 Kubik, Suzukis GSX-R 750 hat vier Zylinder und Ducatis 848 derer zwei. Anhand der Leistungsdaten scheint diese Unvergleichlichkeit aber ohnehin für die Konkurrenz von Vorteil zu sein, mit 148 PS bei 13.000 Umdrehungen und 88 Newtonmeter Drehmoment bei 10.600 Touren bei nur 173 Kilo Trockengewicht stampft die F3 800 die anderen ohnehin in Grund und Boden. Vorerst allerdings nur am Stammtisch, gefahren ist das scharfe Eisen außer den hauseigenen Testern nämlich noch niemand.

 Die weiße Unschuld nimmt man der MV Agusta F3 800 bei 148 PS nicht ab.

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Bleibt daher abzuwarten, ob das gewohnt umfangreiche Elektronik-Paket MVICS (Motor & Vehicle Integrated Control System) mit Ride-by-Wire-Steuerung, verschiedenen Mappings (drei vordefiniert, eines frei programmierbar) und achtfach verstellbarer Traktionskontrolle auch wirklich tadellos funktioniert. Die Bremsen mit neuen Brembo Monobloc-Zangen werden jedenfalls gewiss nicht schlechter zupacken als jene auf der F3 675, die ja schon absolut supersport-gerechte Werte erreicht.

geduckt und edel steht die MV Agusta F3 800 da. Wie schon die erste F4 750 vier besessen hat, besitzt die MV Agusta F3 800 nun drei Orgelpfeifen als Auspuff.
Anders als bei der F4 wirkt das Heck der MV Agusta F3 800 durch die fehlenden Endtöpfe extrem minimalistisch.

Interessante Links:

Text: Vauli
Fotos:
MV Agusta

Bericht vom 10.06.2013 | 44.494 Aufrufe

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