Reifendruck am Motorrad richtig prüfen und einstellen

Immer sicher unterwegs

Es ist eine Frage, mit der man sich vor allem am Beginn seiner Motorradkarriere konfrontiert sieht: "Wie stelle ich den Reifendruck richtig ein?" Hier die wichtigsten Fakten.

Der Reifendruck gehört regelmäßig geprüft

Reifen sind wohl das wichtigste Sicherheitsfeature am Motorrad. Sie sind der einzige Kontaktpunkt zur Straße und sind der erste Schritt zu hoher Fahrsicherheit. Dementsprechend muss wohl nicht erklärt werden, dass man immer den Zustand, das Restprofil und das Alter der Reifen im Auge behalten sollte. Doch auch der Reifendruck spielt eine große Rolle für deine Sicherheit. Eine allgemeine Faustregel besagt, dass man den Druck mindestens alle 14 Tage prüfen sollte. Wir erklären, wie's geht.

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Wo finde ich den passenden Reifendruck?

Der richtige Reifendruck ist entscheidend für die Fahrsicherheit und gehört je nach Einsatz und Zuladung angepasst. Doch woher weiß ich wie viel Luftdruck in den Vorder-, bzw. Hinterreifen gehört? Die Werte kannst du entweder in der Bedienungsanleitung nachschlagen, beziehungsweise auf einem Sticker nachlesen, den die Hersteller meist auf der Schwinge des Motorrads platzieren. Hier erfährst du wie viel Druck es in jedem Reifen braucht - mit und ohne Zuladung. Ein weiterer Aspekt ist das Fahren auf der Rennstrecke, doch dazu später mehr.

Reifendruck Sticker
Auf diesem Sticker findest du alle Daten, die du brauchst.

Wie prüfe ich den Reifendruck?

Schritt 1 zum richtigen Druck ist, dass der Reifen immer im kalten Zustand gemessen werden sollte. Dazu sollte das Motorrad entweder zwei bis drei Stunden nach der Fahrt gestanden sein, oder man prüft gleich zum Anfang der Ausfahrt, wenn weniger als drei Kilometer bei niedriger Geschwindigkeit gefahren wurden. Schritt 2 ist eigentlich relativ simpel: Falls du einen Luftkompressor besitzt, prüfst du den Reifendruck zuhause - wenn nicht, findest du an fast jeder Tankstelle die Möglichkeit, den Luftdruck zu überprüfen.

Was passiert bei falschem Luftdruck?

Gerade Einsteiger in die Motorradwelt, die vielleicht zuvor nur Auto gefahren sind, müssen sich vor Augen führen, wie wichtig der passende Reifendruck ist. Zu viel oder zu wenig kann am Motorrad spürbare Folgen haben, die man in einem PKW vielleicht nicht spürt. Ein zu hoher Reifendruck nimmt dem Motorrad Stabilität und erhöht das Risiko eines Reifenschadens, der während der Fahrt zu einem Sturz führen kann. Zu niedriger Luftdruck verkürzt nicht nur die Lebensdauer des Reifens, auch hier wird das Fahrverhalten im negativen beeinflusst. Die Kraftübertragung nimmt ab, das Einlenkverhalten wird träge und der Bremsweg verlängert sich.

Will man effizient und sicher unterwegs sein, muss der Reifendruck also entsprechend der Herstellerangaben angepasst sein.

Motorrad Reifendruck auf der Rennstrecke

Eine ganz andere Situation findet man auf der Rennstrecke vor. Hier kommt der Reifen in ein deutlich höheres Temperaturfenster als auf der Straße. Die Luft im Reifen dehnt sich stärker aus und der Reifendruck steigt. Deshalb fährt man am Track meist mit rund 0,5 Bar weniger Reifendruck, um den hohen Temperaturen entgegenzuwirken. Genaue Empfehlungen zu deinem Reifen können dir die Reifenexperten auf der Rennstrecke geben.

Zweiradprofi Pauer
Der Reifendienst bei Trackdays kann dir bei Fragen zum Reifendruck helfen.

Reifendrucksensoren können das Leben erleichtern

Moderne Motorräder übertreffen sich jährlich mit besserer Ausstattung, wovon Reifendrucksensoren ein immer beliebter werdender Aspekt sind. Zurzeit noch Luxusbikes vorbehalten, liefern sie genaue Daten zum aktuellen Reifendruck direkt in das Display des Motorrads. Aftermarket-Lösungen existieren bereits, wie zum Beispiel von Michelin: Michelin Reifendruckkontrollsystem (RDKS) im Test. Egal ob OEM oder Zubehör - diese Gadgets können das Leben erleichtern, wenn bereits vor Fahrtantritt der Reifendruck bekannt ist. Weil man aber nie vorsichtig genug sein kann, würden wir trotzdem eine regelmäßige manuelle Kontrolle empfehlen.

Bericht vom 24.01.2023 | 2.810 Aufrufe

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