Motorradwerkstatt einrichten – Das wichtigste Equipment

Die perfekte Ausstattung für deine eigene Motorradwerkstatt

Manche Biker genießen es einfach, mit ihrem Motorrad durch die Gegend zu cruisen und dabei die Landschaft zu genießen. Geht etwas am Bike kaputt, fahren sie in die Werkstätte ihres Vertrauens und lassen es einfach reparieren. Für andere hingegen gehört das Schrauben am eigenen Bike einfach zum Hobby dazu und stellt für sie das Salz in der Suppe dar. Wenn du auch einer von denen bist, die gerne und regelmäßig an ihrem Motorrad schrauben, solltest du dir dafür eine eigene Motorradwerkstatt einrichten und sie dabei mit dem folgenden Equipment ausstatten.

Ganz zu Beginn: Der richtige Boden

Wenn du ganz am Beginn deiner Schrauber-Karriere in deiner eigenen Werkstätte stehst, findest du den Raum in einem Zustand vor, den du wahrscheinlich so nie wieder erleben wirst: Er ist leer! Deshalb ist das die ideale Gelegenheit, um noch ein letztes Mal die Wände zu streichen, aber vor allem die Werkstätte mit einem geeigneten Boden dafür auszustatten. Die Möglichkeiten dafür sind vielfältig. Du kannst den Boden beispielsweise mit robusten Fliesen verlegen oder du entscheidest dich der Einfachheit halber für einen PVC Werkstattboden. Die Variante mit PVC Fliesen bietet dir nämlich ein paar entscheidende Vorteile:

  • Sie halten extremen Belastungen stand. Also auch deinem Motorrad und einer Hebebühne.
  • Sie sind resistent gegen chemische Verunreinigungen durch Öl, Fett, Schmiermittel und Batteriesäure.
  • Bei einer Beschädigung können die Fliesen rasch und unkompliziert ausgetauscht werden.
  • Die Fliesen können einfach und schnell auf den bestehenden Untergrund verlegt werden.
  • Die PVC Fliesen sind im Vergleich zu anderen Lösungen verhältnismäßig günstig.

Das Herzstück: Die Hebebühne und die Werkbank

Keine ordentliche Schrauberbude kommt ohne eine Hebebühne aus. Sie ist das zentrale Element deiner Motorradwerkstatt und dementsprechend sollte sie auch qualitativ hochwertig sein. Zu den bekanntesten Herstellern von Hebebühnen von Motorrädern zählen vor allem Remo und Omcn. Die Preise für eine gute Hebebühne bewegen sich in etwa in einem Rahmen zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Falls du nicht bereit bist, so viel Geld für die Hebebühne auszugeben, kannst du dich auch nach gebrauchten Modellen umsehen. Eine Möglichkeit dazu findet sich beispielsweise auf Zwangsversteigerungen oder auf entsprechenden Gebraucht-Plattformen im Internet. Folgende Auswahlkriterien solltest du beim Kauf beachten:

  • Die Hebebühne sollte dazu in der Lage sein, die Last deines Motorrades zu tragen. Zur Orientierung: Eine Vespa 125 wiegt in etwa 150 Kilogramm, eine Sportster 1200 von Harley Davidson bringt es auf eine knappe halbe Tonne. In der Regel haben die hochwertigen Bühnen aber ohnehin eine Tragkraft von etwa einer Tonne.
  • Die Hubhöhe ist deshalb wichtig, weil sie angibt, in welcher Höhe du künftig die Arbeiten am Motorrad durchführen wirst. Als praxistauglich haben sich hier 110 bis 120 Zentimeter erwiesen.
  • Falls du nicht nur dein eigenes Bike auf die Bühne hebst, sondern jeden Tag mehrere unterschiedliche Bikes für dich und deine Kumpels reparieren und tunen möchtest, ist die Hebe- und Senkzeit wichtig. 30 Sekunden gelten als akzeptabler Wert.
  • Die Gesamtlänge und -breite solltest du vor dem Kauf checken, damit die Hebebühne auch tatsächlich in deine Garage passt.
  • Schließlich solltest du auch noch auf die Stromversorgung achten. Für 380 Volt benötigst du einen zusätzlichen Starkstrom-Anschluss. Für die Hobbywerkstatt ist das nicht erforderlich.

Zusätzlich zur Hebebühne solltest du dir auch noch eine Werkstattpresse zulegen. Dabei handelt es sich um eine hydraulische Presse, mit der du Lager, Stifte und Bolzen ausbauen und auch wieder einsetzen kannst. Für die Motorradwerkstatt ist eine Presse mit einem Pressdruck von etwa acht bis zehn Tonnen völlig ausreichend.

Zur vollständigen Ausstattung deiner Motorradwerkstatt gehört darüber hinaus auch noch eine Werkbank. Sie bietet dir für die unterschiedlichsten Arbeiten optimale Unterstützung. Je nach Größe deines Raumes solltest du auch das geeignete Modell auswählen.

Bei der Auswahl solltest du vor allem auf eine belastbare Konstruktion mit hoher Tragfähigkeit sowie die für dich optimale Arbeitshöhe achten, um langfristig Rückenschmerzen zu vermeiden. Wichtig sind auf alle Fälle ein guter Schraubstock sowie die richtige Ausleuchtung, damit du auch Details der Bauteile gut erkennen kannst. Im Idealfall enthält die Werkbank auch noch Laden, in denen du Ersatzteile und eventuell nicht so oft benötigtes Werkzeug aufbewahren kannst

Die Checkliste für die Basis-Ausstattung an Werkzeug

Um mit dem Schrauben in der eigenen Werkstatt beginnen zu können, ist neben der Hebebühne eine Grundausstattung an Werkzeug erforderlich. Dazu zählt vor allem das folgende Equipment: * Ein Satz Maulschlüssel * Ein Satz Ringschlüssel * Ein Satz Inbusschlüssel * Ein Nuss-Satz * Ein Satz Schraubendreher (Schlitz und Kreuz) * Kerzenschlüssel * Drehmomentschlüssel * Zangenset bestehend aus Kombizange, Seitenschneider, Universalzange und Spitzzange * Hammerset bestehend aus einen großen und einem kleinen Hammer sowie einem Plastikhammer * Messschieber und Maßband * Drahtbürste * Ein Satz Durchschläge * Eisensäge * Montagehebel * Prüflampe

Je nach Qualität solltest du dafür ein Budget von etwa 1.000 bis 2.500 Euro einplanen. Versuche dabei den Schnäppchenjäger in dir zu unterdrücken und investiere lieber in gute Qualität. Das amortisiert sich spätestens nach ein bis zwei Jahren, denn dann beginnt das billige Werkzeug damit, den Geist aufzugeben.

Darüber hinaus macht die Arbeit mit gutem Werkzeug auch wesentlich mehr Spaß und geht auch besser voran. Außerdem hast du aller Wahrscheinlichkeit nach auch einen guten Ruf als Schrauber zu verlieren.

Ein Werkzeugwagen sorgt für Ordnung

In einer Motorradwerkstatt Ordnung zu halten ist keine einfache Sache. Es kann dir aber nur dann gelingen, wenn zumindest theoretisch alles seinen richtigen Platz hat. Wenn du von Anfang an das Werkzeug wahllos in deiner Werkstätte verteilst, ist das Chaos vorprogrammiert. Vor allem macht es keinen Spaß, ständig das richtige Werkzeug zu suchen und kostet darüber hinaus auch noch viel Zeit.

Deshalb ist es wichtig, sich nach einem entsprechenden Werkzeugwagen umzusehen, in dem sich das komplette Werkzeug übersichtlich verstauen lässt. Zur Not macht es zwar auch eine Werkzeugkiste, doch den Wagen kannst du dir bequem neben der Hebebühne aufstellen und hast so schnell das erforderliche Werkzeug stets griffbereit zur Verfügung.

Bericht vom 27.03.2021 | 185 Aufrufe

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