Schrauben leicht gemacht

Ausstattungsempfehlungen für Hobby-Bastler

Wer nicht wegen jeder Kleinigkeit in die Werkstatt muss, kann eine Menge Geld sparen. Allerdings braucht der ambitionierte Hobby-Schrauber eine solide Grundausstattung an Werkzeug, damit das Hantieren ordentliche Ergebnisse hervorbringt und Spaß macht. Tipps für eine anständige Ausstattung hier zum Nachlesen.

Von Maulschlüssel bis Torx

Um im Bedarfsfall alles griffbereit zu haben, sollte jeder Hobby-Bastler für ein durchdachtes Werkzeugsortiment sorgen. Dabei lohnt es sich, nicht ausschließlich in den Regalen der Standard-Produkte im Baumarkt Ausschau zu halten:

  • Wird gern und ausgiebig an der Maschine geschraubt, ist das Bordwerkzeug nur der Anfang, aber eine gute Orientierung zur Werkzeugauswahl. Je nach Hersteller braucht es beispielsweise individuelle Ring- und Maulschlüssel. Am besten kombiniert das spart Platz und Geld. Empfehlenswert sind gängige Größen zwischen 6 und 32.
  • Einige sollte zweifach gekauft werden, damit bestimmte Schraubverbindungen mit zwei Muttern problemlos lösen zu können.
  • Eine oder zweierlei große Ratschen mit Steckschlüsseln in metrischen Größen dürfen nicht fehlen. Verlängerungen dienen als Ergänzung.
  • Innen* sechskantschlüssel (Inbus) müssen für japanische Motorräder oft auch in größeren Größen gekauft werden.
  • Für angenehmes Schrauben sind hochwertige T-Schlüssel führender Werkzeughersteller vorteilhaft, weil sie gut in der Hand liegen und die Kraftübertragung fördern.
  • Für die teilweise filigranen Arbeiten an Bikes sollte ein 3/8-Zoll Werkzeug vorhanden sein. Hier kann auf einiges verzichtet werden wie zum Beispiel 9er oder 16er-Stecknüsse. Besonders oft werden hingegen 8er, 10er und 12er sowie 13er, 14er und 17er genutzt. Bei Torx-Werkzeug müssen die Schraubenköpfe präzise passen. Hier lohnt sich ein Größen-Check vor dem Kauf.
  • Müssen Schrauben mit einem bestimmten Drehmoment befestigt werden, ist ein Drehmomentschlüssel elementar. Angaben zu den Werten lassen sich dem Handbuch beziehungsweise Reparaturanleitungen entnehmen.
  • Hinzu kommen ein Seitenschneider, eine Spitzzange, eine Wasserpumpenzange sowie ein Ölfilterschlüssel.
  • Dreierlei Kreuz- und Schlitz-Schraubendreher runden das Equipment ab.

Wer sowieso neues Werkzeug für den Heimgebrauch benötigt und ein vollständiges Set wünscht, findet Komplettsets mit allem Drum und Dran. Steckt das Werkzeug ordentlich aufgereiht in einem Werkzeugkasten, wird der lästigen Sucherei vorgebeugt und beim Schrauben Zeit gespart. Welche Testsieger in der Kategorie bestückter Werkzeugkoffer für verschiedenste Einsatzbereiche überzeugen können, zeigt ein unabhängiges Verbraucherportal anhand individueller Empfehlungen. Mit dem Filtersystem können Bastler beispielsweise gezielt nach Kfz-Werkzeugkoffer suchen und passende Vorschläge für eine komfortable Recherche generieren.

Wichtig bei Werkzeug-Aufbewahrungen: Stabilität, eine saubere Verarbeitung und zuverlässige Verschlüsse. Mangelhafte Werkzeugkoffer aus billigem Plastik leiern schnell aus und können sogar brechen. Exklusive Modelle aus Kunststoff halten Temperaturschwankungen problemlos stand, sind extrem robust und trotzdem leicht.

Nicht zu vergessen, ist Zubehör wie:

  • Kabelbinder
  • Schraubensicherungen
  • Kettenspray & Kettenreinigungsmittel zur Kettenpflege
  • Kettennieter
  • Bremsenreiniger
  • Rutschhemmende sowie schmier- und kraftstoffresistente Handschuhe
  • Arbeitskleidung Auffangbehälter für Schrauben / Muttern

Extras für die Verkleidung

Falls auch kleinere Schäden an der Motorradverkleidung selbst repariert werden wollen, lässt sich die Ausrüstung durch spezielle Sets abrunden unter anderem bestückt mit Spezialkleber, Harz und Glasfaservlies. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hierfür präsentiert zum Beispiel der Hersteller des Spezialklebers Power Glue aus Salzburg HG pro-innovations GmbH.

Qualität geht vor Quantität

Grundsätzlich ist jeder Biker gut beraten, besser weniger, aber dafür qualitatives Werkzeug anzuschaffen. Billiges Werkzeug gibt Belastungen deutlich schneller nach, weil es aus weicherem Material gefertigt wird. Auch die Passgenauigkeit lässt zu wünschen übrig. Die Folge: Schraubenköpfe nehmen Schaden und lassen sich schon bald nicht mehr lösen oder fixieren. Zudem besteht Verletzungsgefahr, weil das Risiko zum Abrutschen mit minderwertigen Produkten steigt. Schnitte und Schrammen schmälern die Freude am Schrauben.

Preisvorstellung: Ein vollständiger Satz mit langlebigem Werkzeug schlägt mit etwa 150 Euro zu Buche. Damit die Anschaffungskosten für die Ausstattung nicht unnötig in die Höhe getrieben werden und am Ende doch die Hälfte fehlt, ist es ratsam, sich beim Motorradhersteller beziehungsweise beim Händler nach einer sinnvollen Grundausstattung für die eigene Maschine zu erkundigen.

Bericht vom 07.03.2021 | 296 Aufrufe

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