Motorradfahren in der Corona Saison 2020

Durchhalten - Bald geht es los

Licht am Ende des Tunnels. In Österreich wird erstmals von Lockerung der Beschränkungen gesprochen. Ein Marschplan bis zum Sommer steht. Doch haltet durch - das Osterwochenende müssen wir noch meistern.

In Österreich macht sich im Moment etwas Licht am Ende des Tunnels breit. Unser Bundeskanzler hat in einer Pressekonferenz von einem Marschplan für die nächsten Wochen und Monate gesprochen. Erstmals war da nicht von Verschärfung der Maßnahmen die Rede, sondern von Entspannung. Nach Ostern können Geschäfte mit einer Ladenfläche von unter 400qm wieder öffnen. Veranstaltungen werden bis Ende Juni untersagt bleiben. Unsere Trackdays am Red Bull Ring Ende Juli sollten also gesichert sein.

Osterwochenende muss noch überstanden werden

Wir Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer haben nun noch ein heikles Wochenende zu überstehen. In den letzten Wochen haben sich die meisten zurückgehalten. Einerseits in der Intensität der Ausfahrten, andererseits aber auch beim Tempo und beim Lärm. Das war an den neuralgischen Motorradstrecken deutlich zu sehen. Wir von 1000PS haben hier die ja auch die Parole ausgegeben: “Ball flach halten, nun nur nicht negativ auffallen!”. Diese Sichtweise war zwar möglicherweise nicht besonders cool. Doch als Nummer 1 Leitmedium des Landes stehen wir natürlich auch unter Beobachtung. Kleine Nischenmagazine können sich in der Corona-Saison problemlos als “Corona-Outlaws” präsentieren - es wird keine Auswirkung haben, weil die Botschaft ohnehin niemand liest.

Im Moment ist vieles möglich

Doch zurück zum Osterwochenende. Wir müssen es schaffen, dieses Wochenende ohne negative Schlagzeilen zu überstehen. Ist das geschafft, steht einem baldigen Saisonstart nix im Wege. Denn eines muss uns klar sein. Wenn radikale Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen oder Handy-Ortung aller Bürger durchgesetzt oder angedacht werden, dann ist ein Fahrverbot für Motorradfahrer im Vergleich dazu ein Klacks. Wir müssen also danach trachten im Moment keine Schlagzeilen zu liefern und Motorradgegnern keine Munition zu liefern.

Keine Angst vor den Maßnahmen wegen Corona,sondern Angst vor den Verboten die danach bleiben

Mir persönlich machen die aktuellen Maßnahmen die wegen der Coronakrisa eingeführt wurden ebenso wenig Angst wie das Corona-Virus selbst. Ich erfreue mich bester Gesundheit und zähle nicht zur Risikogruppe. Angst machen mir jene Maßnahmen und Verbote die danach bleiben. Wenn wir also jetzt weiter den Ball flach halten, wird kein Politiker ein Interesse an uns haben und wir werden auf keine “Blacklist” kommen. Schon nach Ostern beginnen dann die Lockerungen und die ganze Situation wird sich entspannen. Jene Themen die aber jetzt noch auf die Blacklist kommen, werden dann bestimmt nicht in Windeseile wieder verschwinden. Denn wenn Skigebiete dicht machen und das Milliarden Business Tourismus in unserem Land einfach zugedreht wird, dann wären Beschränkungen im Motorradbereich quasi nur eine lächerliche Randnotiz einer Pressekonferenz mit grausamen Auswirkungen für uns alle.

Rückwind für Gegner der Individualmobilität

Bestimmt erinnert ihr euch noch an das Thema Klimawandel und CO2 Ausstoß. Es ist ja nicht so, dass es hier nicht weiter Handlungsbedarf gibt. Nur gibt es eben im Moment andere Schlagzeilen. Doch es darf als gesichert angesehen werden, dass Gegner der Individualmobilität den Schwung aus den Corona-Verboten mitnehmen, und die Gunst der Stunde nutzen möchten. Ihnen darf man natürlich keinerlei Anknüpfungspunkte und Gelegenheit bieten. Insofern bitte ich nochmal um Verständnis, dass wir als stärkstes Medium im Moment keine clickgeilen Actionvideos auf den Straßen produzieren. Da möchten wir uns im Gegensatz zu Outlaw-Influencern zurück halten.

Umsichtiger und respektvoller Saisonstart 2020!

Daher auch diesmal wieder mein uncooler aber dringend notwendiger Appell. Motorradfahrer sollten in heiklen Saison 2020 umsichtig, risikoarm und leise unterwegs sein. Jetzt gilt: Nur nur nicht auffallen! Bei den ersten Touren und Ausfahrten nach dem Ende der Beschränkungen sollte man auch noch die Angst der Menschen im Hinterkopf behalten. Gut möglich, dass man mit einem ortsfremden Kennzeichen etwas kritisch betrachtet wird. Beginnt also mit kleinen Ausfahrten in eurer Region bis die Leute wieder locker werden. Am Ende der Saison werden vermutlich nicht so viele Kilometer wie sonst im Fahrtenbuch zu verzeichnen sein. Doch jene Ausfahrten die man 2020 genossen hat, werden die intensivsten und dankbarsten aller Zeiten sein. Denn irgendwie werden 2020 jene Dinge die man als selbstverständlich gesehen hat, plötzlich ein wertvolles Gut. Freuen wir uns also auf die besten Kurven unseres Lebens!

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Bericht vom 06.04.2020 | 24.078 Aufrufe

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