1000PS Betriebsprüfung bei Magura

Spannender Einblick hinter die Kulissen!

Magura kann auf eine lange und erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. Seit der Gründung in 1893 durch Gustav Magenwirth produziert das Unternehmen Anbauteile für verschiedenste Industrien und darf sich seit 1923 Erstausrüster für BMW nennen. 1000PS war im Magura Werk in Bad Urach und hat einen spannenden Einblick hinter die Kulissen der Planung und Produktion geworfen!

Die Firma mit dem dreizähnigen Logo zählt zu den bekanntesten Unternehmen im Zweiradbereich und beschäftigt in den verschiedenen Standorten rund um die Welt circa 700 Menschen. Dies war aber nicht immer so, denn erst nach 30 Jahren stiegen sie auf Anfrage von BMW in das Motorrad-Business ein und sind seitdem der älterste Zulieferer der bayrischen Motorräder. Darüber hinaus finden sich Magura Teile im beliebten VW Käfer und heute sogar in den Elektrosportlern von Porsche. Doch wie verläuft die Produktion der edlen Teile? Wir haben es herausgefunden!

Alles beginnt mit unauffälligem Granulat

Es fasziniert, wie umfangreich die Produktionsschritte eines Spritzgussteils sind. Die Kette beginnt mit schwarzem Kunststoff Granulat, das mit verschiedenen Fasern versetzt ist - nach den Wünschen und Ansprüchen der Kunden. Häufig kommen Glas- oder Carbonfasern zum Einsatz, insgesamt werden zurzeit 170 verschiedene Werkstoffe im Magura Werk verarbeitet. Nachdem das passende Granulat gewählt wurde, landet es in der Trockenstation, wo es zwischen 4 und 6 Stunden bei 80 bis 120 Grad erhitzt wird, um die Restfeuchte im Werkstoff auf 0,2 Prozent zu senken - ein wichtiger Schritt, da die Verarbeitung anders nicht möglich wäre.

Anschließend wird das getrocknete Granulat in die Produktion befördert, wo der Werkstoff im Spritzguss landet. Den genauen Vorgang erklärt Standortleiter Detlef Glaser im Video beim Zeitstempel 18:00. Während der Prozess der Herstellung bereits beeindruckend ist, überraschen die fertigen Teile umso mehr. In einem Arbeitsschritt werden jegliche Gewinde und Befestigungsteile, die es später zur Montage benötigt, mitgegossen - ohne zusätzlichem Fräsen oder Nacharbeiten. Auch Aluminiumteile werden bei Magura gefertigt, beispielsweise bei den Offroad-Komponenten für KTM.

Gewaltige Vielfalt in der Produktionsstätte

Magura freut sich besonders im Fahrrad- und Motorradsport an großer Beliebtheit, doch das Portfolio umfasst mehr als gedacht! So finden sich im Werk diverse Komponenten für Nähmaschinen, Rollstühle und Autos. Zur Kundschaft des deutschen Unternehmens zählen nämlich namhafte Hersteller wie der KTM Konzern, Moto Guzzi, Triumph, Harley-Davidson und Porsche, für die in enger Kooperation Erstausrüstung produziert.

Hierzu bedarf es an Gussformen, die ebenfalls im Haus hergestellt werden. Den spannenden Prozess der Fertigung findet ihr im Video beim Zeitstempel 37:00.

Die Montage und Vorbereitung zur Auslieferung

Nachdem die einzelnen Komponenten gefertigt wurden, transportiert sie Magura in das Montagewerk in Hengen, welches ganze 3 Kilometer entfernt liegt. Hier werden die endgültigen Produkte durch den Einsatz von Mensch und Maschine geschaffen, bevor sie entweder an Hersteller oder private Endkunden geliefert werden. Beim Anblick der Maschinen und Präzision der MitarbeiterInnen bekommt der Begriff "deutsche Sorgfalt" eine neue Definition!

Hier die gesamte 1000PS Betriebsprüfung bei Magura

EMPFEHLUNG: Spannende Einblicke in die Geschichte erlangen wir beim Zeitstempel 1:00:30, als MEX und Tibor das Archiv von Magura durchstöbern dürfen.

Bericht vom 07.02.2020 | 1.333 Aufrufe

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