King of the Meeting

Skills & Mitbringsel, die auf jedem Bikertreffen helfen

Meetings der Zweiradszene haben immer eine gehörige Portion gemeinsamer Schnittmengen. Gut, wenn man dafür gewappnet ist.

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Und was dürfte es angesichts der derzeit trüben Tage für Zweiradfans wohl Schöneres in Sachen Vorfreude geben, als die Aussicht darauf, endlich, endlich wieder durch die grünen Tunnels der Landstraßen zu gleiten mit dem Ziel, sich mal wieder ein Wochenende unter Gleichgesinnten und freiem Himmel zu gönnen?

Doch ganz gleich, um welche Form von Bikertreffen es sich genau handelt, im Kern sind sie alle gleich: Zelten, Musik, Alkoholisches und gute Laune. Passend dazu wollen wir euch in diesem Artikel Kniffe verraten, die euch auf jedem Treffen der kommenden Saison nützen werden.

1. Eine Rolle Panzertape

Ganz gleich, ob es das olivgrüne Original der Bundeswehr ist oder die schwarze bzw. silbrige Zivilversion: (Mindestens) eine Rolle Panzertape muss einfach im Meeting-Gepäck stecken. Denn es ist klebrig wie nichts Gutes, hat eine enorme Reißfestigkeit und ist wasserfest. Typische Bikertreffen-Anwendungsbereiche:

  • Markieren des eigenen Zelts mit einem großen Buchstaben, damit man es auch nach dem Genuss einiger Hopfenkaltschalen zuverlässig wiederfindet.
  • Reparatur bzw. festere Verbindung von wackeligen Zelt- und Pavillonstangen, Luftmatratzen, Zelthäuten, Klappstühlen...
  • Markieren des eigenen Getränks bei fröhlichen Pavillon-Runden.
  • Zusammenbinden von Ausrüstung, die nach erstmaligem Benutzen selbst unter Gewaltandrohung nicht mehr aufs fabrikfrische Packmaß zu bringen ist.
  • Abkleben neuralgischer (Fuß-)Zonen, nachdem man festgestellt hat, dass es sich in den neuen Motorradstiefeln wesentlich schlechter läuft als fährt und das Festivalgelände weitläufiger ist als erwartet.

Dass man sich damit für von Festival-typischem Starkregen zu Matsch gemachte Schneeschuhe bauen könnte oder für bessere Wetterphasen eine Hängematte, kommt natürlich hinzu. Panzertape mitzubringen ist oberste Bikerpflicht.

2. Karten und Poker-Skills

Die allermeisten Festivals sind in den Vormittagsstunden ruhig. Das Bühnenprogramm hat noch nicht begonnen, der Kater quält vielleicht und man hat auch keine Lust, an den Buden mit Patches, Kutten, Gürtelschnallen und Co. noch mehr Geld auszugeben.

Das ist der Zeitpunkt, an dem der neuzeitliche Biker im Schatten des Pavillons sein Handy zückt. Aber mal ehrlich: Fährt man deshalb auf ein Motorradtreffen? Wer um den Tisch sitzende, schweigend aufs Smartphone starrende Gesellschaften lieber anderen überlassen will, bringt stattdessen das gute alte Kartenspiel und zumindest rudimentäre Pokerfähigkeiten, vorzugsweise die bekannteste Variante Texas hold’em, mit.

Es muss nicht mal um große Summen oder überhaupt Geld gehen, der Spaß steht absolut im Vordergrund. Doch damit man keinesfalls der Gefahr unterliegt, den Rückmarsch per Pedes antreten zu müssen, sollte man seine Skills vorher schärfen – sie testet man am besten im Online Casino, weil man auch dort gegen echte Menschen, nicht den Computer, antritt.

3. Feuchte Hautreinigungstücher

Mit der Festivalhygiene ist es immer so eine Sache. Bei großen Bikertreffen werden manchmal Duschen aufgestellt. Bei den kleinen jedoch fehlen die nicht nur häufig, sondern je nach Szene würde man auch eher schief angesehen werden, würde man sich Badetuch und Duschgel schnappen.

Ein Mindestmaß an Körperpflege sollte man allerdings schon betreiben. Allein damit der zuhause gebliebene Partner nicht direkt wieder umdreht, wenn man ihn begrüßen will.

Dabei gilt jedoch: Deo auf Schweißgeruch produziert nur eine eklige Deo-Schweiß-Geruchskombination

In Drogerien gibt es Tücher ähnlich wie feuchtes Toilettenpapier, bloß größer und für Ganzkörpereinsatz gedacht. Wischt man sich damit täglich die neuralgischsten Stellen ab, hat man „fast geduscht“ und zumindest einen Großteil der Geruchs-produzierenden Bakterien entfernt.

4. Flunkyball-Fähigkeiten

Es dürfte sicher sein, dass kein Bikertreffen „trocken“ ist, auch ohne in irgendwelche Klischee-Fahrwässer zu geraten. Und abermals sollte man bedenken, dass auf jedem Platz auch mal Langeweile aufkommen kann.

In dem Fall ist es gut, wenn man ein lautes „HIER!“ vermelden kann, wenn jemand fragt, wer Lust auf eine Runde Flunkyball hat. Dabei handelt es sich um einen Klassiker der Festival-Mannschafts“sport“arten. Die Regeln sind relativ simpel, Abneigung gegen Bier sollte man keine haben (wenngleich es auch okay ist, stattdessen Nichtalkoholisches zu trinken). Übrigens: Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt, körperliche Fitness ist keine zwingende Siegesvoraussetzung.

5. Sehr stabile, große Müllbeutel

Wer auch nur einmal auf einem Bikermeeting war, weiß, dass es dort Traumwetter oft nur in der Phantasie gibt. Häufiger ist „durchwachsen“ noch geschönt, oft genug gießt es auch wie aus Eimern. Natürlich, Abreisen ist keine Option. Dann aber sollte man Müllbeutel dabeihaben:

  • Kissen und Schlafsack bleiben darin (gut verschlossen durch Panzertape) verschont von hoher Luftfeuchtigkeit (morgens allerdings vor dem abermaligen Verpacken erst auslüften).
  • Man kann seine matschigen Stiefel vor dem Zelt darin verpacken und sie mit hineinnehmen, ohne alles zu verschmutzen.
  • Man hat vor der Bühne (je nach Körperumfang ggf. unter Zuhilfenahme von mehr Panzertape) einen Notfall-Regenschutz, ohne in der viel wärmeren Motorradkluft stecken zu müssen.
  • Selbst schwerste Schäden an Zelt und Pavillon lassen sich damit (und Panzertape…) ausbessern.

Wenn man eine Rolle kauft, sollte man auf Schwarz/Dunkelgrau setzen – sieht nicht nur als Poncho „seriöser“ aus als Blau oder Gelb.

6. Ein Brustbeutel

Tatsache ist, auch wenn alle Biker eine enge Szene sind, sind Festivals niemals davor gefeit, zum Ziel von Dieben zu werden. Das Problem daran:

  • Etwaige Motorradbehältnisse sind leicht zu knacken. Erst recht, wenn die Besucherschar weit vorne auf dem eigentlichen Festivalgelände ist und der Dieb alle Zeit der Welt hat.
  • Vorhängeschlösser an Zelten sind nur Augenwischerei. Wer dreist genug ist, auf einem Festival zu klauen, hat i.d.R. auch keine Skrupel, sich durch die Zeltwand zu schneiden.
  • Es gibt schlicht rings ums Zelt keine sinnvollen Verstecke und auch keine Möglichkeit, etwas so zu verankern, dass es nicht gestohlen werden kann.
  • Inmitten von feiernden Motorradfahrern bekommt man definitiv nicht den Unterschied zwischen einem unabsichtlichen Rempler und einem Griff zur Gesäßtasche zwecks Portemonnaie-Klau mit.

Die Antwort darauf ist etwas, was viele Biker wahrscheinlich seit der Schulzeit nicht mehr getragen haben, eben der Brustbeutel. Ja, sieht nicht gerade gut aus, aber ihn soll ja auch keiner sehen, er hängt unter Shirt und Co. vor der Brust. Darin steckt alles, was keinesfalls verlorengehen darf. Führerschein, Karten und eine Reserve Bargeld. Mehr steckt man einfach in eine Brust- oder die vorderen Hosentaschen, damit man an Ständen und Buden direkten Zugriff hat.

Übrigens: Den Brustbeutel sollte man zwischen Abfahrt und Heimkommen niemals ablegen.

7. Ein Trainingsanzug

Wer auf dem eigenen Motorrad anreist, muss naturgemäß leicht packen. Dennoch sollte man bei allem Gewichtsdenken dabei nicht auf den vielleicht wichtigsten Gegenstand von allen verzichten: Einen gemütlichen Trainingsanzug.

Warum? Man wird den ganzen Tag in einer je nach Witterung mehr oder weniger vollständigen Biker-Kluft herumlaufen, wird Flecken und sonstiges darauf bekommen, vielleicht auch Regennässe abbekommen.

Wartet im Zelt ein Trainingsanzug (abermals ein Einsatzbereich für die Müllbeutel), kann man wenigstens zum Schlafen in etwas Warmes, Trockenes, Gemütliches schlüpfen, statt sich, wie andere, auf Shorts und T-Shirt zu beschränken.

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Bericht vom 04.12.2019 | 482 Aufrufe

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