Steve McQueen - Filmheld mit großer Motorrad-Leidenschaft

In Erinnerung an den Held mehrerer Generationen

Mit ihm sind viele Motorradfahrer der 1950er bis in die 70er Jahre aufgewachsen: Steve McQueen. Der US-amerikanische Schauspieler, der auch als Mr. Cool bekannt war, spielte nicht nur in zahlreichen Filmen die Hauptrolle, er war auch als leidenschaftlicher Auto- und Motorradrennfahrer bekannt. Wir zollen Respekt an die Legende.

Die Jugend und Aufstieg des Kinohelden Steve McQueens

Geboren als Steven Terence wächst Steve McQueen auf der Farm seines Onkels auf, nachdem seine Mutter an einer Alkoholkrankheit litt. Nicht nur später in seinen Filmen, sondern auch im echten Leben war er ein Draufgänger und schloss sich als Jugendlicher einigen Jugendbanden an, was für ihn in einem Heim für schwer erziehbare Kinder endete. Nach seinem Militärdienst entschließt er sich sein Leben umzudrehen und besucht mit 22 Jahren eine Schauspielschule in New York, die ihm anfangs kleine Rollen verschafft. Der Durchbruch gelingt ihm mit der Fernsehserie "Wanted: Dead or Alive", bevor er mit dem Westler "Die glorreichen Sieben" auch die Herzen der Kinobesucher für sich gewann. Der Rest ist Geschichte, denn Filme wie "Gesprengte Ketten" und "Bullitt" brauchen bei Actionfilmfans keine Vorstellung.

McQueens Leidenschaft auf zwei und vier Rädern

Mitte des 20. Jahrhunderts gehörte es beinahe zum guten Ton als berühmter Schauspieler auch regelmäßig in schnelle Autos oder auf gefährliche Motorräder zu steigen. Wie James Dean oder Paul Newman verbrachte auch Steve McQueen seine Freizeit am liebsten hinterm Steuer oder dem Lenker einer Maschine. Während er bei zahlreichen Autorennen, wie auch in der British Touring Car Meisterschaft, teilnahm, fuhr er auch regelmäßig Motorradrennen, was zusätzlich seiner Schauspielkarriere zugute kam.

Seinen Fokus legte er im Motorradsport auf Offroad-Rennen, die er Anfangs mit einer 500 ccm Triumph bestritt, die er von seinem Freund Bud Ekins erstanden hat. Auch auf einer BSA Hornet - einem britischen Fabrikat - war er häufig bei Offroad Events an der Westküste Amerikas vorne mit dabei. Seine Leidenschaft brachte ihn sogar nach Deutschland, wo er 1964 im ersten US-amerikanischen Team, bestehend aus vier Fahrern, an der 39. Internationalen Sechstagesfahrt (heute besser bekannt als Six Days) in Erfurt teilnahm. Er selbst fuhr hier keine Erfolge ein, sondern musste sich mit einem Totalschaden aus dem Rennen zurückziehen. Den einzigen Erfolg hatte sein Landsmann Clifford Coleman zu verzeichnen, während sein Freund und Stuntfahrer Bud Ekins sich ein Bein brach. Doch laut einem Bericht im britischen Magazin "Motorcycle Sport" soll das Ergebnis keinen Verlust für das Team dargestellt haben. Für McQueen und Co. ging es vorrangig um den Spaß und die Abwechslung zum Schauspieleralltag.

Steve Mcqueen - sein eigener Stuntfahrer

Mit solch einer brennenden Leidenschaft für Auto und Motorrad war McQueen dafür bekannt, seine eigenen Stunts auszuführen. So pilotierte er nicht nur den weltberühmten Bullitt Ford Mustang durch die Straßen von San Francisco, auch im Kriegsfilm "Gesprengte Ketten" ist er größtenteils auf der Triumph TR6 Trophy zu sehen. Einzig der berühmte Sprung über den Zaun wurde von Stuntfahrer Bud Ekins aus versicherungstechnischen Gründen übernommen. Angeblich war es dermaßen schwer, talentierte Offroad-Fahrer zu finden, dass Steve McQueen auch die Motorradszenen der deutschen Soldaten gefahren ist, vor denen sein Charakter Virgil Hilts eigentlich flüchtet. Unten findet ihr die Szene aus "Gesprengte Ketten", in der ihr die Performance von Steve McQueen selbst bestaunen könnt.

Tod und Vermächtnis einer Legende

Ende der 70er Jahre zog sich Steve McQueen mit seiner Freundin auf eine Ranch in Idaho zurück. Er drehte nur mehr wenige Filme, bevor er 1980 während den Dreharbeiten zu "Jeder Kopf hat seinen Preis" die schlechte Nachricht bekam: Brustfellkrebs. Zahlreiche Therapien und Behandlungen schlagen nicht an und der Schauspieler stirbt im Alter von 50 Jahren nach einer Operation an einem Herzinfarkt. Seine Legende lebte jedoch weiter. Selbst heute verkörpert der Name Steve McQueen Coolness und das Image des toughen Einzelgängers, der sich gegen die Normen der Gesellschaft stellt.

Seine prägende Wirkung ist selbst heute noch in der Auto- und Motorradindustrie spürbar. So sorgte Ford im Jahr 1997 für Aufmerksamkeit, indem man den schon seit 17 Jahren verstorbenen McQueen per Nachbearbeitung in den TV-Werbespot des Ford Puma integrierte und somit Szenen aus dem Film Bullitt nachstellte. Der Film mit dem ikonisch grünen Mustang ist für den US-Autohersteller selbst in der Gegenwart noch relevant, denn nach dem Sondermodell in 2001 und 2008, kann man auch heute noch einen brandneuen Ford Mustang in der Bullitt-Ausstattung bestellen. Das Gegenstück der Motorradwelt stellt die Marke Triumph dar, auf der McQueen oft und gerne unterwegs war.

Triumph Bonneville T100 Steve McQueen Special Edition

Mit der auf 1.100 Stück limitierten Bonneville T100 Steve McQueen erinnert der britische Hersteller an die TR6 Trophy, auf der McQueen in "Gesprengte Ketten" vor den deutschen Soldaten geflohen ist. Das in der Farbe Khaki matt lackierte Modell trägt die Unterschrift von McQueen auf der Seitenverkleidung. Schwarz lackiert wurden hingegen der Scheinwerfer, die Felgen, der Lenker, die hinteren Federn, die Spiegel und die vordere Kotflügelhalterung.

Einen Schritt weiter geht der Rennfahrer Guy Martin. Mit einer umgebauten (und selbstverständlich grünen) Triumph Scrambler 1200 hat er den Zaunsprung aus "Gesprengte Ketten" an der Drehlocation des Films nachgestellt und den Prozess der Planung, sowie das Endergebnis in der Channel 4 TV-Serie "Guy Martin's Great Escape" festgehalten.

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Bericht vom 23.12.2019 | 9.147 Aufrufe

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