Wird Honda 2020 bei der Superbike-WM wieder Erfolge feiern?

Honda bei der Superbike-WM

Zum ersten Mal seit langer Zeit ist Honda in diesem Jahr wieder bei der Superbike-WM angetreten. Die Ergebnisse waren zwar mager, doch verständlich. Durch die lange Abstinenz musste sich das Team zuerst wieder im WM-Renngeschäft einfinden. Experten gehen sogar so weit, zu sagen, dass Honda im kommenden Jahr durchaus erhebliche Erfolge feiern könnte. Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Wie lief die Saison für Honda?

Ein Blick auf die Saisonauswertung zeigt, dass »Mitmachen und durchkommen« das Motto gewesen sein müsste. Natürlich [fuhr Honda erst einmal hinterher.](http://www.worldsbk.com/de/ergebnisse statistiken "http://www.worldsbk.com/de/ergebnisse statistiken") Ein Überblick:

  • Fahrerwertung vier Fahrer schickte Honda ins Rennen. Den besten Rang erreichte Leon Camier, der mit 26 Punkten noch den 17. Rang erhielt. Die nächstbesten Honda-Piloten kamen auf Rang 19 und 20, mit 21 und 20 Punkten. Deutlich abgeschlagen landete Yuki Takahashi auf dem 23. Platz mit nur elf Punkten.
  • Konstruktionswertung - hier gab es den letzten Platz. Dieser wäre weniger tragisch, würde es einen engeren Punktestand geben. Doch hat Honda ein Drittel Punkte weniger als der Vorplatzierte: 56 zu 187 Punkte.

Rein vom Punktestand und den Platzierungen her könnte natürlich gesagt werden, dass die Saison eine absolute Katastrophe war. Nun ist es aber nötig, die lange Abstinenz im WM-Geschäft mit einzubeziehen. Nicht nur müssen sich die Fahrer an diese Bedingungen gewöhnen, auch benötigen die meisten Teams einige Zeit, um vom Fahrer bis hin zum Bike und dem Team alles aufeinander abzustimmen. Dass dies sogar bei alten Hasen und ohne Abstinenz wirklich problematisch sein kann, lässt sich in einem anderen Rennsport erleben. Drehen sich nicht alle Rädchen perfekt im Rennstallgetriebe, kümmert selbst ein Team wie Ferrari im Renngeschehen vor sich hin. Honda-Fans müssen sich für neue Superbike-Erfolge also mindestens noch bis zur nächsten Saison geduldet.

Die Sportwetten Anbieter werden zu Beginn der Saison wahrscheinlich trotzdem noch hohe Quoten auf Honda-Erfolge ausschreiben, was sich nach ersten Triumphen jedoch schnell ändern kann. Wer mitmachen möchte, sollte sich die einzelnen Anbieter für Wetten vorher zudem genauer ansehen und diese im Hinblick auf Lizenz, Quoten und Bonusbedingungen genau checken. Zur neuen Saison ist es ja glücklicherweise noch ein bisschen Zeit.

Wie stehen die Chancen in der Zukunft?

Eine magere erste Ausbeute nach der WM-Rückkehr hat natürlich auch seine Vorteile. Denn praktisch gesehen kann es ab diesem Punkt nur aufwärtsgehen. Experten vermuten sogar, dass es Honda erneut gelingen könnte, an alte erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen. Zugleich sagen auch sie, dass dieser Erfolg nicht über Nacht kommt, doch ist dies weder das Ziel noch das Motto des Rennstalls. Einige Faktoren in der Vorstellung:

  • Team das muss zuerst seinen Zenit erreichen. Dies betrifft auch die Fahrer, denn obgleich es natürlich Ausnahmesportler gibt, die Klasse um Klasse aufsteigen und die nie einen Leistungsunterschied zu den alten Hasen offenbaren, ist das nur die Ausnahme. Allgemein muss sich das Werksteam zusammenfinden und gemeinsam am Erfolg arbeiten.
  • Ziel - es sieht ganz so aus, als wolle sich Honda nicht als wiederkehrende Eintagsfliege, sondern als Fixpunkt langfristig etablieren. Auch darauf baut die Strategie auf.
  • Aussage - selbst die Verantwortlichen von Honda sahen diese Saison als Überbrückungsjahr an. Die Saison war die Möglichkeit, den eigenen Stand im Wettkampf zu erproben und sich einschätzen zu können.
  • Maschine - es sieht ganz so aus, als gebe es in der nächsten Saison eine neue Maschine, die sich Ducati angleichen könnte.
  • Fahrer - tatsächlich plant Honda für die kommende Saison, auch zwei Top-Fahrer mit ins Team zu holen. Aktuell werden Gespräche mit Alvaro Bautista geführt. Aber auch hier wissen sie, dass die besten Fahrer auch die besten Räder wollen.

Grundsätzlich scheint sich da hinter den Kulissen einiges zu tun, doch wie erfolgreich die Zukunft wird, kann eigentlich nur die Zeit zeigen. Im Rennsport kommen so viele Faktoren zusammen, dass selbst die größte Erfahrung, die besten Namen und die auf dem Papier perfekten Fahrzeuge im tatsächlichen Renngeschehen hinterherfahren können. Zudem gibt es natürlich auch unglückliche Faktoren:

  • Ausfall fällt der Spitzenfahrer des Teams aus, müssen die anderen den Ausfall auffangen. Das kann gelingen, setzt ungeübtere Fahrer allerdings wieder unter Druck, zumal diese den Punktestand eines Spitzenfahrers erst einholen müssen, um in der Fahrerwertung konkurrieren zu können.
  • Pech manchmal ist einfach Sand im Getriebe. Das kennt jeder Rennstall und häufig ist es gar nicht so einfach, den Fehler an der Maschine direkt zu finden.
  • Konkurrenz auch diese schläft nicht und möchte sich immer verbessern. Für Honda wäre es natürlich ein Glücksfall, wenn sich ein Konkurrent verschraubt und im nächsten Jahr hinterherfährt.

Fazit – man darf gespannt sein

Ob Honda im nächsten Jahr die vorderen Plätze belegt, ist fraglich. Dafür steckt das Team noch zu sehr im Aufbau. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass zumindest eine deutlich bessere Platzierung erreicht werden kann oder aber, der Rückstand in der Konstruktionswertung massiv verkürzt wird. Das langfristige Ziel des Rennstalls ist dennoch, ganz vorne anzugreifen und an die erfolgreichen Zeiten aus der Kooperation mit Castrol anzuknüpfen.

Quelle: @ Max Leveridge / Unsplash.com

Bericht vom 13.07.2019 | 1.727 Aufrufe

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