Sicherheit am Motorrad 2019 - Saisonstart

Sicherheit am Motorrad 2019 - Saisonstart

Die Vorbereitungen für eine sichere Saison!

Mit Glück ist es so eine Sache, der Spruch „wenn Du kein Glück hast, kommt Pech auch noch dazu“ bewahrheitet sich bestimmt nicht so oft, wie der Spruch „das Glück des Tüchtigen“. So kann man es auch auf das Motorradfahren umlegen – wer gut vorbereitet und konzentriert in die Saison startet, wird sicherer unterwegs und nicht zwangsläufig auf Glück angewiesen sein. Allerdings erfordert es schon Konsequenz, sich nicht nur der unbeschwerten Freude am Motorradfahren hinzugeben, sondern auch aus guten und schlechten Erfahrungen zu lernen.

Gleich vorweg: Die Funktionstüchtigkeit des Motorrades ist eigentlich schon mehr als die halbe Miete und muss zu 100 Prozent passen. Bremsanlage, Reifen, Feder-Dämpfer-Elemente, Fahrwerklager (Schwingen-, Lenkkopf-, Radlager), Beleuchtungsanlage, Antrieb (z.B. Kette) und Motor sollten in optimalen Zustand sein. Stellen Sie die Bedienungselemente passend ein, dazu zählen Hand- und Fußhebel, Lenker und wenn möglich die Sitzbankhöhe. Eine mögliche Beladung darf die Bedienung des Motorrades nicht behindern oder erschweren.

Rundum-Schutz für den ganzen Körper

Als passenden Schutz bieten mittlerweile viele Hersteller qualitativ hochwertige Motorradbekleidung. Unverzichtbar sind ein geprüfter Helm, Handschuhe mit Protektoren, Motorradstiefel, eine Jacke mit großflächigen Protektoren an Schultern, Ellbogen und Rücken, falls nicht in der Jacke integriert ein separater Rückenprotektor und eine abriebfeste (am besten Leder) Hose mit Protektoren an Hüften und Knien. Tourenfahrer kombinieren gerne Textiljacken und Lederhosen. Endurofahrer bevorzugen zudem Cross-Stiefel. Sie schützen die gefährdeten Unterschenkel und Füße am besten.

Motorradfahren ist Sport – also Aufwärmen nicht vergessen!

Fahren Sie sich und das Motorrad zu jedem Fahrtbeginn warm. Je seltener Sie fahren, desto länger dauert diese Warmlaufphase. Selbst wenn das Motorradfahren so wenig verlernt wird wie das Fahrradfahren: Üben Sie die Bewegungs- und Bedienungsabläufe konzentriert und in Ruhe ein. Auch die Reifen benötigen eine Mindesttemperatur. Bis dahin ist der Grenzbereich tabu. Jede Fahrt ist das Training für die nächste Fahrt! Schätzen Sie Ihr Können und das der anderen jeden Tag aufs Neue realistisch ein und sammeln Sie ständig und bewusst neue Erfahrungen. Wie in allen Lebensbereichen werden auch auf dem Motorrad die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen vor allem durch ständige bewusste Wahrnehmung und die Anwendung des Gelernten verbessert. Dies gilt besonders, wenn nur gelegentlich Motorrad gefahren wird. Kommt es trotzdem mal zu einem Sturz oder Defekt an der Maschine sollte man Ruhe bewahren und eventuell schon im Vorfeld für etwaige Unannehmlichkeiten durch ein Kfz-Assistance Upgrade gewappnet sein.

Die richtige Sitzposition am Motorrad ist der Schlüssel zum Erfolg

Wenn Sie Motorradfahren, fahren Sie nur Motorrad - lassen Sie keine Ablenkungen und Störungen zu, die Sie davon abhalten. Zum Fotografieren, Programmieren des Navigationssystems oder für das Studium der Landkarte suchen Sie sich einen Platz, auf dem Sie sicher stehen bleiben können und niemanden stören. Achten Sie außerdem auf eine entspannte Sitzhaltung, besonders wenn es zur Sache geht. Die Füße bleiben (möglichst) immer auf den Fußrasten. Wer entspannt eine gute Verbindung zu seinem Untersatz hat, muss sich bei schneller Reaktion nicht erst sortieren, um das Beste aus der Situation herauszuholen. Fahren Sie so zügig, dass Sie immer noch entspannt und ausreichend konzentriert bleiben können.

Volle Konzentration am Motorrad!

Das Konzentrationslevel muss bei höheren Geschwindigkeiten steigen. Auf schwierige Ereignisse können Sie meist nur dann schnell und angemessen reagieren, wenn Sie nicht nur konzentriert, sondern dabei auch weitgehend entspannt sind. Die Anspannung und die Reaktionen des eigenen Körpers sind ein guter Gradmesser für die körperliche und mentale Beanspruchung beim Fahren. Achten Sie also auf Signale des Körpers. Entspannte Konzentration ermöglicht höhere Ausdauer. Aber auch langsames Herumcruisen ohne wirkliche Anforderungen kann die Konzentration abebben lassen. Machen Sie in solchen Phasen ruhig eine Pause.

Keine unnötige Angst vorm Bremsen

Überwinden Sie die Angst vor dem Bremsen, trainieren Sie es bis zum Maximum. Eine Voll- oder Notbremsung mit dem Motorrad in einer kritischen Verkehrssituation gehört zu den schwierigsten Aufgaben, die zur Vermeidung eines meist schweren Unfalles beim ersten Versuch perfekt gelingen muss. Deswegen kann das Bremsen auch aus hohen Geschwindigkeiten nicht genug geübt werden. Übrigens: Es erhöht den Fahrspaß, die Bremsen auch in Schrecksituationen gewohnheitsgemäß professionell bedienen zu können.

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Totale Action im Kurvenlabyrinth

Ganz gleich auf welcher Maschine: Meist kommt erst bei zügiger Kurvenfahrt auf dem Motorrad so richtig Freude auf. Für einen flüssigen Ablauf der Fahrt ist die kontinuierliche Blickführung entscheidend. Trainieren Sie deswegen besonders die Konzentration auf das Wesentliche, das Sehen und schnelle Verstehen der Gegebenheiten und nehmen Sie bei Unklarheiten konsequent die Geschwindigkeit heraus. Überwinden Sie zudem die Angst vor Schräglage. Denn erst die schräge Kurvenfahrt hat für die meisten Motorradfahrer etwas Faszinierendes. In schwierigen Situationen wird aber oft nur ein Teil der physikalischen Möglichkeiten genutzt. Dann werden zu große Kurvenradien gefahren, obwohl kleinere möglich gewesen wären. Viele Biker wissen nicht, dass je nach Maschinentyp und Lenkerbreite bei mittleren und höheren Geschwindigkeiten für einen schnellen Richtungs- und Schräglagenwechsel entschlossene und kräftige Lenkimpulse erforderlich sind.

Richtiges Kurvenfahren will trainiert sein

In Schräglage hält die Physik für den Motorradfahrer einige Überraschungen bereit, die gefährlich werden, wenn Bremsen, Gas und Kupplung bei Schreckreaktionen falsch bedient werden. Wissen und Training kann die Wahrscheinlichkeit der Fehlbedienung reduzieren. Trainieren Sie das Zusammenspiel von Gas, Kupplung, Vorderrad- und Hinterradbremse bei zügiger Kurvenfahrt und in Schräglage. Auch wenn das Adrenalin auf anspruchsvoller (Kurven-)Strecke den Körper pusht und Sie in den Flow kommen, dürfen Sie nicht alles um sich herum vergessen. Achten Sie auch auf kleine Fehler, die Ihnen unterlaufen. Bewerten Sie Ihre aktuelle Konzentration und Kondition. Und legen Sie lieber eine Extra-Pause ein. Lassen Sie sich also nicht zu Aktionen provozieren, die nicht zu Ihnen und Ihrem Fahrstil passen. Jeder ist für sich und sein Tun verantwortlich!

Bericht vom 24.04.2019 | 1.090 Aufrufe

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