Die Favoriten in der Moto3

Gewinnt John McPhee?

Neues Motorrad, neues Glück? Noch im Vorjahr war der Schotte John McPhee eine der großen Hoffnungen des British Talent Team auf seiner Moto3-Honda.

Nach der ersten Saisonhälfte wurde er bereits als Anwärter auf den Weltmeistertitel gefeiert, landete aber schließlich auf Rang sieben. In diesem Jahr ist er auf KTM umgestiegen und hofft auf mehr Erfolg.

Der wäre ihm im ersten Rennen der Saison in Katar fast geglückt, bis er in der letzten Runde im Kampf um Platz drei stürzte.

Heiße Favoriten

Die beiden ersten Plätze machten zwei junge Männer unter sich aus, die laut 888sport zu den heißen Favoriten um den diesjährigen Titel zählen. Bis auf eine Runde führte der Spanier Jorge Martin aus Madrid das Feld durchgehend an. Nur jeweils im Start- und Zielbereich gelang es seinem Landsmann Aron Canet, aus Martins Windschatten auszubrechen und zum Überholen anzusetzen. Den Zielsprint jedoch konnte Martin für sich entscheiden.

Der 20 Jahre alte Motorradrennfahrer ist seit vier Jahren in der Moto3 aktiv, hat in dieser Zeit aber erst zwei Siege verbucht. Das erste Rennen entschied er 2017 beim Großen Preis von Valencia für sich. Die Pole-Position hingegen holte er allein in der Saison neunmal, während sein Rivale Canet fünfmal die schnellste Runde herausfuhr.

Derzeit wird Martin mit einer Quote von 17/20 gehandelt, während für einen WM-Sieg von Canet eine Quote von 2/1 gilt. Als Mitfavoriten gelten zudem die beiden Italiener Enea Bastianini und Fabio di Giannantonio. Di Giannantonio ist Martins Teamkollege bei Del Consa Gresini, während Canet und Bastianini für Estrella Galicia 0,0 im Einsatz sind. Alle vier fahren Honda.

Die Moto3-Klasse gibt es erst seit 2012, als Nachfolger der im Jahr 1949 eingeführten 125 Kubikzentimeter-Klasse der FIM-Motorad-Weltmeisterschaft.

Pro Saison dürfen bis zu acht Motoren verbaut werden. Ersatzmotorräder sind allerdings verboten. Bis zu 250 Kubikzentimeter haben die Viertakt-Hubkolbenmotoren.

Was die begehrte Konstruktionsweltmeisterschaft anbelangt, so machen zwei Hersteller diese von Anfang an jedes Jahr wieder unter sich aus: Honda und KTM mit Hoffnungsträger McPhee.

Die Moto3 gilt als Vorbereitung für die Moto2 und schließlich den MotoGP.

Vorjahresweltmeister Joan Mir, der erst seit 2016 überhaupt in der Moto3 dabei ist und gleich als Rookie des Jahres endete, liegt derzeit auf Platz elf der Moto2-Tabelle. Sein Dauerrivale Brad Binder, der 2016 den Moto3-Titel holte und gemeinsam mit Mir seit dieser Saison in der Moto2-Liga fährt, ist momentan sogar auf Platz sechs von 30 Plätzen.

Zwei Deutsche Fahrer sind derzeit in der Moto3 aktiv. Der erst 17 Jahre alte Tim Georgi fährt eine KTM für das Freudenberg Racing Team.

Der 21 Jahre alte Philip Öttl, der ebenfalls eine KTM fährt, geht für Südmetall Schedl GP Racing an den Start. Noch liegen beide bei null Punkten.

Nächstes Rennen

Das nächste Rennen ist am 8. April der große Preis von Argentinien, gefolgt vom großen Preis von Amerika, der zwei Wochen später ausgetragen wird. Die längste Unterbrechung im Terminkalender ist zwischen dem großen Preis von Deutschland am 15. Juli und dem großen Preis von Tschechien am 5. August das sind weniger als drei Wochen

Die Saison endet mit dem GP von Valencia am 18. November 2018. Bis dahin haben Martin und Co. noch jede Menge Arbeit vor sich und die Favoriten müssen zeigen, ob sie auf die lange Saison verteilt weiter kräftig aufs Gas drücken können oder ob ein anderer Fahrer sie schließlich doch noch ausbremsen wird.

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Bericht vom 05.02.2018 | 1.846 Aufrufe

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