Die richtige Motorrad Bekleidung

Die richtige Motorrad Bekleidung

Was brauchst du, um auf dem Zweirad sicher unterwegs zu sein?

Wer sich für ein Moped, Motorrad oder einen Roller entscheidet, sollte auch einen gewissen Betrag für eine ordentliche Kleidung beiseite legen, immerhin bietet diese den einzigen Schutz im Falle eines Sturzes. Und damit selbst gröbere Crashes glimpflich ausgehen, sollte nicht am falschen Ende gespart werden.

Selbst mit einem vergleichsweise langsamen Moped kann man unverschuldet in einen schweren Unfall verwickelt werden. Da investiert man der Gesundheit zuliebe besser etwas mehr für die Schutzbekleidung, die in manchen Fällen sogar den Wert des fahrbaren Untersatzes übersteigen kann – Sicherheit geht vor! Damit Du für Dein Zweirad das richtige Outfit findest, geben wir Dir gute Tipps, worauf Du beim Kauf achten solltest.

Ich bin 15 Jahre alt und kaufe mir ein Moped - muss ich überhaupt Schutzkleidung tragen?

Du fährst zwar ein Moped, das mit einer Bauartgeschwindigkeit von 45 km/h sehr langsam anmutet, ein Sturz kann aber auch bei dieser Geschwindigkeit schwerwiegende Folgen haben. Aus diesem Grund solltest Du immer mit Protektoren an Schultern, Ellbogen und Knien sowie einem Rückenprotektor unterwegs sein. Festes Schuhwerk ist ebenfalls Pflicht, wenn es auch nicht unbedingt die teuersten Racing-Stiefel sein müssen. Wichtig ist der Schutz der Knöchel, was etwa bei Sandalen, Sneakers oder Flip Flops gewiss nicht gegeben ist. Beim Helm solltest Du einen Vollvisierhelm oder Crosshelm bevorzugen, da diese Helmarten auch Dein Kinn schützen – was bei Jethelmen nicht der Fall ist. Und nicht vergessen: Handschuhe gehören ebenfalls zur Grundausstattung, die bei jeder Ausfahrt getragen werden müssen. Denn selbst bei Schritttempo sind es die Hände, mit denen man sich auf jeden Fall abstützt – da können Handschuhe mit Doppelungen auf der Handfläche schlimme Verletzungen verhindern.

Wer sich für ein Moped, Motorrad oder einen Roller entscheidet, sollte auch einen gewissen Betrag für eine ordentliche Kleidung beiseite legen, immerhin bietet diese den einzigen Schutz im Falle eines Sturzes. Und damit selbst gröbere Crashes glimpflich ausgehen, sollte nicht am falschen Ende gespart werden.

Ich bin 16 Jahre alt und möchte mit einer 125er Maschine durch die Gegend düsen.

125-Kubik-Zweiräder oder auch „Achterln“ genannt, wird zu Unrecht etwas niedliches angedichtet. Sie sind vollwertige Motorräder, die in einigen Fällen das erlaubte Höchsttempo auf Autobahnen ausreizt – da sollte man wohl wirklich nicht mehr von herzig reden. Dass sich diese Kategorie handlicher und leichter lenken lässt, ist ein Vorteil, das Sturzrisiko ist dennoch genauso gegeben wie bei allen anderen Zweirädern. Daher sollte auch in dieser Klasse nicht auf Protektoren an Schultern, Ellbogen und Knien sowie einen Rückenprotektor verzichtet werden. Und auch hier gilt, dass das Kinn nur von Vollvisier- oder Crosshelmen geschützt wird. Ein cooler Jethelm mag auf einem stylishen Roller vielleicht besser aussehen, der Schutz ist aber nicht vollständig gewährleistet. Und auch bei 125ern gilt: Handschuhe niemals vergessen.

Ich bin 18 Jahre alt und darf mir ein 'echtes' Motorrad kaufen. Welche Kleidung sollte ich beim Fahren tragen?

Du hast das Glück, in Kürze das einmalige Gefühl der Dynamik auf einem echten Motorrad genießen zu können. Denn selbst mit nur 48 PS beschleunigt eine Maschine besser als die meisten Sportwägen, die ein Vielfaches dessen kosten, was Du für Dein Motorrad bezahlst. Allerdings trägst Du damit auch das Risiko, einen schwereren Sturz als mit jedem anderen Zweirad zu erleben – egal ob verschuldet oder nicht. Zum Glück gibt es aber gute Schutzkleidung, im Falle eines Falles schlimmeres verhindert. Auch hier gilt es, einen Vollvisier- oder Crosshelm einem Jethelm vorzuziehen, der Schutz des Unterkiefers ist sehr wichtig. Auch bei den Handschuhen sollte man nicht sparen, eine robuste Ausführung alleine reicht nicht, Knöchelprotektoren und Aufdoppelungen sind Pflicht. Ebenso die Verwendung von Protektoren an Schultern, Ellbogen und Knien sowie einem Rückenprotektor, je nach Motorrad-Kategorie bieten sich unterschiedliche Designs an, die Schutzwirkung sollte aber immer voll gegeben sein.

Leder oder Textil?

Im Falle eines Sturzes kommt es vorrangig auf die Protektoren im Inneren des Kleidungsstücks an, wie gut die Aufprallenergie absorbiert wird. Im Falle eines Rutschens – leider beim Großteil der Stürze inbegriffen – hat Leder aber den Vorteil, dass die Tierhaut extrem robust ist und oftmals nur Abschürfungen davon trägt während Textilbekleidung bei einem vergleichbaren Sturz in Fetzen liegt und nicht mehr verwendet werden kann. Damit relativiert sich der höhere Preis des Leders und wenn Du Dich an Abschürfungen an Deiner Lederkluft nicht stößt, solltest Du unbedingt zu Lederbekleidung greifen. Ob es dabei Känguruh- oder Rindsleder sein sollte ist vorrangig eine Kostenfrage, der Gewichtsvorteil und die bessere Dehnbarkeit des Känguruhleders wird vergleichsweise teuer erkauft. Dank neuartiger Technologien gibt es auch schon Textilien, die eine sehr hohe Abriebfestigkeit besitzen, gepaart mit extrem guter Funktionalität. Allerdings geht damit wieder der Preisvorteil gegenüber Leder verloren.

Grundsätzlich gilt natürlich, dass Du Dir überlegen musst, wie und wo Du überhaupt mit dem Zweirad unterwegs sein wirst. Willst Du es sehr sportlich angehen und sogar auf die Rennstrecke fahren, kommst Du um eine Lederkombi ohnehin nicht herum. In Sachen Abriebfestigkeit und Schutzwirkung gibt es nichts Besseres. Der enge Sitz verhindert außerdem, dass die Protektoren verrutschen. Der Nachteil vom Leder ist wiederum, dass es auf dem Motorrad weniger komfortabel zu tragen ist als Textilkleidung. Mit einer vernünftigen Membran ausgestattet übersteht diese dann auch noch Regengüsse ohne Komfortverlust – davon kann Leder (abgesehen von sündhaft teurem wasserdichten Leder) nur träumen. Textilkleidung schränkt Dich außerdem weniger in Deinen Bewegungen ein und trägt so zur aktiven Sicherheit bei.

Zweiteiler, egal ob aus Leder oder Textil, brauchen unbedingt einen stabilen Verbindungs-Reißverschluss, damit die Jacke bei einem Sturz nicht hoch rutscht und ihre Schutzwirkung verliert. Der Reißverschluss sollte außerdem über eine möglichst lange Strecke um den Rumpf verlaufen - nicht nur ein paar Zentimeter im Bereich der Wirbelsäule - und fest mit den Obermaterial, nicht etwa mit dem Futter vernäht sein. Noch stabiler sind natürlich Einteiler - da stellt sich aber wieder die Komfort-Frage.

Bei den Klima-Membranen gibt es mittlerweile eine sehr große Auswahl von mittelpreisig bis sehr teuer – günstig ist eine funktionierende Membrane in der Regel nicht. Einen besonderen Namen hat sich Gore-Tex gemacht, seit rund 20 Jahren kann man sich auf diese Membrane verlassen, seit einigen Jahren gibt es eben auch ein dichtes Lederlaminat. Insgesamt gibt es mittlerweile verschiedene Konstruktionen einer Klimamembran, die jeweils besondere Eigenschaften haben: Bei der Direkt-Beschichtung wird die Membran mit dem Außenstoff verklebt. Bei der Z-Liner-Konstruktion hängt die Membran lose zwischen dem Gewebe. Und bei der Futterliner-Konstruktion wird die Membran mit dem Futter verklebt.

Sind Handschuhe unbedingt notwendig?

Kurz und bündig: Ja. Weil ein stürzender Mensch – egal ob auf dem Motorrad oder zu Fuß – mit höchster Wahrscheinlichkeit reflexhaft versucht, sich mit den Händen abzustützen. Außerdem dämpfen die Handschuhe auch den Aufprall und vermeiden so neben schwerwiegenden Abschürfungen auch Blessuren der Knochen. Damit ein solcher Handschuh auch wirklich gut funktioniert, muss er abriebfest, mit Protektoren versehen sein und möglichst exakt passen um nicht zu rutschen oder gar abgestreift zu werden. Hinzu kommen auch noch Anforderungen an den Trgekomfort, das Griffgefühl, eventuell die Wasserdichtheit und logischerweise an den Preis – niemand will unnötig viel zahlen.

Welche Schuhe oder Stiefel sind geeignet

Der notwendige Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort wird nirgends so deutlich wie bei den Schuhen: Helm, Jacke und Handschuhe kann man flott ausziehen, um mehr Bewegungsfreiheit und Luft zu bekommen, ein zweites, bequemeres Paar Schuhe hat aber niemand dabei. Was also für Rennstreckenheizer Pflicht ist, kann für Reisefreunde, die in den Motorradschuhen auch ein bisserl spazieren gehen wollen, schon zu viel sein. Im Speziellen zu viel Steifigkeit, die zwar den Knöchel schützt, aber das Gehen erschwert. Glatte Sohlen, enger Sitz und klobige Zehenschleifer sind ebenfalls für die Rennstrecke genial, für den Alltag aber eher störend.

Dennoch sollten auch für gemütliche Moped-, Roller- oder Motorradfahrer einige Dinge beachtet werden: Mindestens knöchelhoch sollten die Schuhe schon sein, im Bereich der Knöchel (am besten mit Protektoren) geschützt, eine feste Sohle sollten sie haben und wenn möglich eine Verstärkung auf dem linken Oberfuß, der den Schuh beim Schalten schützt (falls es sich nicht um einen Roller handelt). Auch Membrane gegen Wasser und Regen ist heutzutage kein Luxus mehr, sondern auch schon im mittleren Preissegment zu finden. Denn trockene Füße erhöhen den Komfort ungemein.

Worauf muss ich beim Helm achten?

Auch beim Helm ist es wichtig, dass Du Dir genau überlegst, wie und wo Du mit Deinem Zweirad unterwegs sein möchtest. Unter sportlichen Fahrern hat sich der Integralhelm mit Rundumschutz und großem Visier durchgesetzt. Sogenannte Crosshelme sehen auf Enduros und Supermotos natürlich noch besser aus und bieten genauso guten Schutz. Allerdings solltest Du, um die Augen zu schützen, eine Brille tragen, die wiederum das Sichtfeld mehr einschränkt als ein Vollvisierhelm. Auch ein Jethelm hat seine Vorteile, abgesehen davon, dass in manche Roller-Staufächer gar nicht mehr hinein passt als ein kompakter Jethelm, ist auch die Belüftung zwangsläufig bestens. Großer Nachteil ist natürlich, dass im Falle eines Sturzes Dein Kinn völlig ungeschützt ist.

Als guter Kompromiss hat sich der Klapphelm heraus kristallisiert. In der Regel zwar schwerer als ein vergleichbarer Integralhelm, kannst Du ihn etwa an der Ampel in der ärgsten Hitze aufklappen, während der Fahrt aber wieder schließen. Vorsicht sei bei getönten Visieren geboten, profitierst Du bei starker Sonneneinstrahlung noch von der Tönung, sorgt sie nicht nur in der Dämmerung oder bei Nacht sondern auch bei Tunnelfahrten für Blindflug. Eine gute Lösung ist eine herunter klappbare Sonnenblende, die bereits bei vielen Helmen verbaut wird – das Gewicht aber natürlich ein wenig in die Höhe treibt.

Preisbeispiele Motorrad-Bekleidung

Bei einer Ausrüstung um 500 Euro kannst Du folgendes erwarten: Da wir alle mit dem Kopf denken (sollte zumindest so sein), hat der Schutz der „Birne“ oberste Priorität. Ein Helm um 30 Euro erfüllt vielleicht die Prüfnorm, allerdings auch nur diese. Findet ein Unfall nicht nach genau diesen Voraussetzungen statt, ist die Sicherheit stark eingeschränkt. Renommierte Hersteller haben daher eigene, viel strengere Prüfkriterien, um ihre Produkte sicher zu machen. Ab rund 200 Euro ist man aber auf der sicheren Seite, da kommen schon sehr hochwertige Materialien und Produktionsverfahren zum Einsatz. Damit auch der restliche Körper geschützt ist, bedarf es ausreichender Protektoren, Jacken mit solchen an Schultern, Ellbogen und im Rücken gibt es in guter Ausführung ab 150 Euro. Für den Schutz der Knie reichen vorerst Knieschützer, die unter oder über der Hose getragen werden können, der Preis hält sich dabei mit 30 Euro durchaus in Grenzen. Bei den Handschuhen sollte man nicht sparen, Leder ist Textil auch in diesem Fall vorzuziehen, ab rund 70 Euro ist die Qualität durchaus gegeben. Bleiben schließlich noch die Schuhe, da gibt es bereits ab 50 Euro akzeptable Modelle, die Knöchel und Ferse ausreichend schützen.

Bei einer Ausrüstung um 1000 Euro darf man schon ein sehr hohes Niveau an Schutz erwarten, ab rund 350 Euro beginnen bereits gute Modelle der Premium-Helmhersteller, die Qualität und Sicherheitsmerkmale sind da voll ausgeprägt. Auch bei Jacke und Hose muss man auf nichts mehr verzichten, abriebfestes Material, Protektoren rundum und wasserdichte Membrane sind bei Textilkombis bereits ab 350 Euro möglich. Bei den Handschuhen kann man ab rund 100 Euro mit Knöchelprotektoren, Aufdoppelungen auf der Handinnenfläche und angenehmen Tragekomfort rechnen – denn was nützt der sicherste Handschuh, wenn man ihn nur unter Schmerzen tragen kann! Bleibt für die Schuhe noch ein Budget von 200 Euro, wofür man bereits sehr hochwertige Stiefel bekommt, die mit speziellen Schnitten für das jeweilige Segment aufwarten können, ein Straßenstiefel etwa bietet eine bessere Bewegungsfreiheit und hat eine andere Sohle als ein Geländestiefel. In dieser Preisklasse findet man übrigens auch schon wasserdichte Modelle.

Ab 1500 Euro sollte man schon kritisch prüfen, ob die Ausrüstung auch wirklich den persönlichen Anforderungen gerecht wird, immerhin ist dieser Betrag schon eine ganze Menge Geld. Allerdings bekommt man dafür auch sehr viel geboten. Ab 500 Euro beginnt am Helmsektor die Oberklasse, da gibt es keine Kompromisse mehr. Da muss der Kopfschmuck auch perfekt sitzen, kleinste Druckstellen, die bei der Anprobe kaum stören, können bei längerer Fahrt unerträglich werden. Gute Lederkombis findet man ab rund 700 Euro, ob es ein Einteiler oder ein Zweiteiler sein soll, hängt lediglich von den Vorlieben des Fahrers ab. Beim Einteiler fällt zwar eine Schwachstelle, der Zippverschluss zwischen Jacke und Hose weg, dafür sind Zweiteiler gerade dadurch praktischer. Bei den Handschuhen bekommt man ab 150 Euro tolle Racing-Modelle, die perfekten Schutz bei höchster Funktionalität bieten. Und bei den Stiefeln bekommt man ab rund 300 Euro nicht nur besonders hübsche, sondern auch besonders sichere Modelle, Knöchelprotektoren und Fersenschutz sind da natürlich Standard, Steife Verstärkungen mit Gelenken verhindern effektiv das Überdehnen des Fußes.

Alle preisbewussten Moped-, Motorrad- und Rollerfahrer sollten nun nicht mehr weiter lesen, bei den folgenden Zeilen könnte sie der Schlag treffen. Nach oben hin sind preislich nämlich kaum Grenzen gesetzt. Ein Top-Racing-Helm kratzt schart an der 1000 Euro-Grenze, eine Känguruh-Lederkombi kommt auf über 2000 Euro, Racing-Handschuhe gibt es um 250 Euro und Stiefel in höchster Fertigungskunst können schon mal knapp über 600 Euro kosten. Rund 4000 Euro für eine extrem hochwertige Ausrüstung sind somit gar kein Problem, bei einer Individualisierung mit speziellen Farben und Schriftzügen wird es natürlich noch teurer. Als Groschenzähler kommt man da natürlich schon leicht ins Schwitzen, um das Geld bekommt man auch ein neuwertiges Motorrad. Allerdings relativiert sich der Betrag wieder, wenn man sich etwa eine Ducati 1199 Panigale S Tricolor um 33.495 Euro leistet.

Warum solltest du an deiner Schutzkleidung nicht sparen?

Weil Billigware auch schlechte Ware ist, Sicherheit darf nicht stiefmütterlich behandelt werden. Wie gut die Schutzbekleidung ist, merkst Du natürlich nur bei einem Sturz und erst dann stellt sich heraus, wie wichtig sie war. Bedenke, dass gute Helme bei 200 Euro starten – da darfst Du von einem Helm um 30 Euro eigentlich nicht viel mehr erwarten als eine nette Optik und Windschutz. Auch Handschuhe um 15 Euro oder Stiefel um 25 Euro sollten Dir zu denken geben, mehr als die Optik eines Motorradhandschuhs oder Motorradstiefels ist da nicht vorhanden, von Funktionalität kann wohl keine Rede sein. Anders sieht die Sache natürlich bei Angeboten aus. War der Helm ursprünglich mit 300 Euro veranschlagt und wird nun mit 50 Prozent Rabatt verschleudert, bekommst Du bereits um 150 Euro einen hochwertigen Helm. Legst Du also keinen Wert darauf, das neueste Modell der topaktuellen Serie zu fahren, kannst Du mit einem Vorjahresmodell viel Geld sparen.

Tipps zur Lederpflege

Produkte aus Leder- bzw. aus Textil mit Lederbesatz: sollten nach jedem Gebrauch gut auslüften sowie der Schmutz mittels einer weichen Bürste und mit klarem Wasser entfernt werden. Produkte nicht in luftdichten Plastiktaschen lagern. Leder niemals mit Lösungs- bzw. chemischen Mitteln behandeln, Leder nicht in der Waschmaschine waschen oder schleudern, es wird ausschließlich Handwäsche mit lauwarmem Wasser mit Lederwaschmittel empfohlen. Produkte mit Leder bei Raumtemperatur trocknen (vermeide direkte Sonneneinstrahlung, Heizung oder Fön). Um einer natürlichen Alterung von Leder bzw. mit Leder verarbeiteten Produkten vorzubeugen (Bildung von Rissen, spröde Oberfläche, Nachlassen der Widerstandskraft oder der Wasserdichte usw.) empfehlen wird die Behandlung Pflegeprodukten empfohlen. Bitte beachte, dass die Behandlung von Leder die Optik des Originalleders etwas verändern kann, die Funktionsfähigkeit sowie die positiven Eigenschaften des Leders werden jedoch nicht beeinträchtigt sondern durch die Pflege nur verbessert.

Lederhandschuhe

Alle ungefütterten Handschuhe sind besonders im Handballen- und Fingerspitzenbereich dem aggressiven Hautschweiß ausgesetzt. Dieser verhärtet das Leder bis es bricht. Durch die richtige Lederpflege kannst Du die Lebensdauer Deines Handschuhs erheblich verlängern.

So funktioniert es:

Handschuhe in lauwarmem Wasser mit Seife oder einem speziellen Lederreinigungsmittel waschen. Um Waschmittelrückstände zu vermeiden, ausreichend klar spülen und den Spülgang wiederholen. In ein trockenes Tuch einwickeln und durch Drücken vortrocknen - nicht auswinden oder kneten! Dann die Handschuhe an der Luft trocknen lassen (keine Heizung, Sonne oder Trockner) und auch keinen Weichspüler verwenden. In halbfeuchtem Zustand hineinschlüpfen und eine Faust bilden, um den Handschuh wieder in Form zu bringen. Den trockenen Handschuh anziehen und weich kneten. Am Ende mit einem Lederpflegemittel einsprühen oder einreiben.

Textilpflege

Um die Lebensdauer von Textilfasern und Geweben eines Produktes zu verlängern, sollte das Produkt stets gepflegt werden. Textilmaterialien kannst Du ohne Bedenken in Deiner Waschmaschine waschen (bitte jedoch nur Feinwaschmittel verwenden, keinen Weichspüler). Die Trommel der Waschmaschine auch nur zur Hälfte füllen. Wichtig ist, dass Du integrierte Protektoren (Schulter/Ellbogen) sowie Spezialschaum oder Rücken-CE-Protektoren unbedingt vor dem Waschvorgang entfernst. Intensive Spülvorgänge sowie „Schleudern“.solltest Du vermeiden.

Zudem sollte die Textilbekleidung nach jeder Wäsche imprägniert werden um den natürlichen Abperleffekt des Oberstoffes wiederherzustellen,denn gut imprägnierte Bekleidung ist schmutz- und wasserabweisend. Außerdem bewirkt ein durchnässtes Obermaterial Wärmeverlust - eine gute Imprägnierung schützt also auch vor Kälte. Die Oberstoffe werden bereits bei der Herstellung imprägniert. Da diese Imprägnierung über die Zeit aber ihre Wirkung verliert, sollte die Kleidung mit einem handelsüblichen Imprägnierspray regelmäßig nachbehandelt werden.

Nach Gebrauch die Bekleidung gut auslüften sowie Schmutz mittels einer weichen Bürste und mit klarem Wasser entfernen. Das Gewebe muss sauber und leicht feucht sein. Die Imprägnierung sollte erst nach dem Waschen erfolgen. Behandle Dein Produkt aber ausschließlich im Freien oder in gut belüfteten Räumen. Die Imprägnierwirkung entwickelt sich am besten nach einer Wärmebehandlung mittels Wäschetrockner. Auch mit einem Fön (10 – 15 Minuten bei 20 – 30 cm Abstand) kannst Du Dir behelfen.

Tipps zur Verlängerung der Haltbarkeit von Gebrauchsteilen

Bei hakenden Metall-Reißverschlüssen kannst Du diese mit Kerzenwachs, einer Bleistiftmine oder Öl wieder funktionsfähig machen. Kunststoff-Reißverschlüsse sind wartungsfrei.

Textil- sowie Membranhandschuhe solltest Du so wie Lederhandschuhe von Hand mit sehr mildem Waschpulver waschen. Um Waschmittelrückstände zu vermeiden, ausreichend klar spülen und den Spülgang wiederholen. Nasse Handschuhe nicht auswringen oder kneten und an der Luft trocknen (keine Heizung, Sonne oder Trockner). Falls nur das Innenfutter gewaschen werden soll, kannst Du bei Membran- Handschuhen die Membran mit etwas Wasser und wenig Feinwaschmittel waschen,ohne den Außenhandschuh (egal ob Leder oder Textil) nass zu machen.

Pflege für Motorradhelme

Reinige die Helmschale regelmäßig mit einer neutralen, handwarmen Seifenlauge oder einem kratzfreien Microfasertuch und lass den Helm an der Luft trocknen -halte ihn stets von Hitzequellen fern! Polier den Helm danach mit einem weichen Tuch. Vermeide den Kontakt des Helm mit lösungshaltigen Substanzen wie Lack, Kleb- oder Kraftstoff. Auch das Visier solltest Du regelmäßig reinigen, damit sich Insektenreste und anderer Schmutz leichter entfernen lassen – am besten nach jeder Nutzung. Gewöhnst Du Dir das an, wird es Dich binnen kürzester Zeit nicht mehr nerven sondern als ganz selbstverständlich vorkommen. Verwende dazu ein weiches Tuch und handwarmes Wasser, eventuell auch handwarme Seifenlauge oder Geschirrspülmittel. Trockne das Visier danach mit einem weichen Tuch. Auf keinen Fall solltest Du Glasreiniger, Fenstersprays oder Lösungsmittel verwenden, ja nicht einmal Visierreiniger. Diese können nämlich die Beschichtung des Visiers und die Kunststoffoberfläche der Visiermechanik beschädigen! Falls hartnäckige Schmutzreste zu entfernen sind, lass das nasse Tuch einige Zeit auf dem Visier liegen bis sich der Schmutz gelöst hat.

Falls sich bei Deinem Helm die Wangenpolster und das Innenfutter herausnehmen lassen, nutze die Möglichkeit, die Teile mit Feinwaschmittel bzw. Haarshampoo in handwarmem Wasser zu waschen und mit klarem Wasser nachzuspülen. Denn Polsterreiniger und Geruchskiller schaffen es nie ganz, den Schmutz und Schweiß aus dem Futter heraus zu bekommen. Nach der Wäsche solltest Du es leicht ausdrücken und an der Luft trocknen lassen. Auf keinen Fall Waschmaschine oder Wäschetrockner benutzen! Nicht herausnehmbare Innenfutter und Wangenpolster solltest Du in kürzeren Abständen mit handwarmer Seifenlauge und anschließend mit klarem Wasser vorsichtig mit einem Schwamm ausdrücken und an der Luft trocknen lassen.

Motorradbekleidung - Material Lexikon (by Held)

ABS ist ein Thermoplast (genauso wie Polycarbonat), das zur Helmherstellung verwendet wird. Eigenschaften: hohe Oberflächenhärte, gute Schlagfestigkeit, kratz-feste Oberflächen. Herstellungsverfahren für Thermoplast-Helme: Werden maschinell im Spritzgussverfahren in einem Stück unter hohem Druck und mit hoher Temperatur gegossen. Keine Aufkleber anbringen, da Klebstoffe die Helm-Außenschale beschädigen können und den Helm auch nicht umlackieren, da ebenfalls Beschädigungen des Thermoplast-Materials auftreten können.

Airguard ist ein Gewebe, welches aus einer speziell entwickelten Faser (100 Prozent Polyamid) hergestellt wird. Diese sogenannte Hohlfaser ermöglicht ein geringes Flächengewicht des Gewebes und somit ein hohes Maß an Tragekomfort. mDer Lufteinschluss in der Faser unterstützt den natürlichen Klimahaushalt des Körpers durch die isolierte Wirkung gegen Kälte und Hitze. Airguard besitzt eine hohe Scheuer- und Reißfestigkeit und ist zudem hochgradig wasser- und windabweisend. mEs ist einfach zu reinigen und trocknet schnell. Airguard erfüllt daher alle Anforderungen, die an hochwertige und moderne Motorradbekleidung gestellt werden.

Amara Kunstleder bestehend aus 60% Polyamide sowie 40% Polyurethan welches nicht nur wetterbeständig sondern auch weich und griffig zugleich ist. Es besitzt zusätzlich einen Antirutscheffekt und wird daher oft für die Handschuhausstattung von Moto Cross verwendet.

Coolmax besteht zu 100 Prozent aus Polyester-Material. Es hält kühl und bewahrt das Wohlbefinden, leitet Feuchtigkeit vom Körper weg, trocknet schnell, ist leicht und atmungsaktiv, bietet ein angenehmes Tragegefühl und ist pflegeleicht. Cordura ist ein besonders hochwertiges 100% Polyamid-Gewebe von DuPont aus geschnittenen und versponnenen Fasern. Cordura ist deutlich abriebfester als die meisten anderen Nylon-Materialien und daher besonders für Schutzkleidung geeignet. Cordura-Stoffe haben eine angenehme, leicht strukturierte, natürliche Weboptik.

d3o Protektoren sind aus einem Material gefertigt, das intelligente Moleküle enthält, die sich unter normalen Bedingungen frei bewegen. Dadurch sind die Protektoren im Normalzustand weich und flexibel und passen sich bequem dem Körper an. Bei einem plötzlich eintretenden Stoß (wie bei einem Sturz), schließen sich die Moleküle blitzartig zusammen um eine ausgezeichnete Stossabsorbierung zu bieten. d3o-Protektoren reagieren innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde und kehren ebenso schnell in den Originalzustand zurück, sobald der Aufprall vorüber ist. Dieser Prozess ist beliebig oft wiederholbar, ohne dass die Leistungsfähigkeit des Materials abnimmt.

Direktbelüftung bedeutet, dass alle in die Jacke/Hose eingebrachten Belüftungs-Reißverschlüsse so verarbeitet sind, dass bei Öffnung des Reißverschlusses eine direkte Körper-Belüftung erfolgt, die Membrane ist unter dem Reißverschluss aufgeschnitten. Bei geschlossenem Reißverschluss ist jedoch eine 100 Prozent wasserabweisende/winddichte Wirkung gegeben.

Das Dual-Protektoren-System in der Jacke eingearbeitet bietet die Möglichkeit zur Bestückung des individuell gewünschten Rückenprotektors. Neben dem serienmäßig eingebrachten Spezialschaum- oder Einlege-CE-Protektor kann auch ein speziell entwickelter CE-Rückenprotektor eingebracht werden. Dieser bietet die Vorteile des zusätzlichen Schutzes an Schultern/Steißbein sowie höheren Tragekomfort durch einen integrierten Nierengurt.

Fiberglas ist ein Duroplast-Material, das zur Helmherstellung verwendet wird. Mehrere Schichten Glasfaser werden von Hand laminiert und in einer Metallform „gebacken“. Fiberglas-Helme sind widerstandsfähiger (absorbieren die Aufprall-Energie besser), länger verwendbar (Material-Ermüdung ist langsamer als bei ABS-Helmen) und normalerweise können die Helme neu lackiert oder mit Aufklebern versehen werden, ohne dass der Lack Schaden erleidet.

Die Gore-Tex-Membrane weist pro Quadratzentimeter über 1,4 Milliarden mikroskopisch kleiner Poren auf. Diese Poren sind rund 20.000 mal kleiner als ein Wassertropfen, jedoch 700 mal größer als ein Wasserdampfmolekül. Damit ist die Gore-Tex- Membrane dauerhaft wasser- winddicht und gleichzeitig sehr atmungsaktiv. Von außen kann also kein Wasser eindringen, Wind wird abgehalten und Schweiß kann leicht abgegeben werden. Um absolute Wetterfestigkeit garantieren zu können, werden Gore-Tex-Produkte mit Gore-Seam Tape-Technologien versiegelt. Diese Tapes versiegeln jedes noch so kleine Loch, das entsteht, wenn aus Gore-Tex Kleidungsstücke genäht werden.

Heros-Tec-Gewebe besteht aus 100 Prozent Polyester und ist eine Synthetikfaser aus linearen Makromolekülen. Polyester dient zur Herstellung verschiedenartiger Endprodukte. Die Grundeigenschaften von Polyester sind Elastizität, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, aber auch Reißfestigkeit und Formbeständigkeit.

Kevlar Keramic sind Kevlar-Markenfaser mit keramischer Polymermatrix-Beschichtung, die beim Handschuh an Stellen verwendet wird, die bei einem Sturz höchste Anforderungen an Abrieb-/Hitze-/Reiß- sowie Schnittfestigkeit stellen.

Leder wird oftmals als die „zweite Haut" des Bikers liegt gegenüber fast allen Textilmaterialien immer noch vorn in Sachen Sicherheit und Abriebfestigkeit. Leder zeichnet sich durch seine hohe Scheuer- und Reißfestigkeit, Atmungsaktivität und Tragekomfort aus und verfügt mit der richtigen Pflege über eine enorm lange Lebensdauer. Durch die Materialdehnung beim Tragen passt sich das Leder optimal dem Körper an und garantiert daher auch den optimalen Sitz von Protektoren. Lederbekleidung sollte deshalb stets eng sitzend eingekauft werden.

Leder mit TFL COOL wirkt einem sehr unangenehmen Effekt entgegen: Dunkles Leder heizt sich bekanntlich stark auf, nicht aber Leder mit dem speziellen TFL Cool System, da dieses in einem speziellen Gerbverfahren so veredelt wurde, dass es das Sonnenlicht wie helles Leder reflektiert. Die Temperatur auf dem Leder sinkt bis zu 20°C und mehr und es entsteht ein kühlerer Tragekomfort von bis zu 12°C Unterschied bei Sonneneinstrahlung. Cool TFL-Leder hat eine verbesserte Lichtechtheit und bleibt bis ins hohe Alter schön. Das Leder sollte nur mit farblosen Pflegemitteln behandelt werden, da Pigmente und Farbstoffe aus Pflegemitteln den Effekt zerstören könnten. Ebenfalls sollte das Leder gelegentlich imprägniert werden. Der Cool-Effekt bleibt bei sachgemäßer Pflege lebenslang erhalten.

Im Gegensatz zum bekannten Wollschaf-ist das Haarschaf eine Kreuzung zwischen Schaf und Ziege. Es lebt nur im Bergland des afrikanischen Kontinents. Das Leder vom Haarschaf ist weich und angenehm wie bei unserem heimischen Wollschaf, jedoch die Lederstruktur ist dichter und somit ist dieses Leder viel haltbarer und widerstandsfähiger gegen Nässe und aggressiven Schweiß. Das Leder bleibt auch nach dem Trocknen weich, griffig und schrumpft nicht.

Das Leder vom Känguruh stammt vom Känguruh „macropus giganteus”, ein Riesenkänguruh, das aufgrund seiner unkontrollierten Fortpflanzung eine echte Landplage geworden ist und daher mit kontrollierter Abschusslizenz der australischen Regierung geschossen und unter Auflagen des Washingtoner Artenschutzabkommens exportiert werden darf. Durch eine spezielle Gerbung ist es äußerst widerstandsfähig gegen Nässe und Schweiß. Normales Leder wird durch Nässe, vor allem aber durch Schweißeinwirkung hart, brüchig und schrumpft. Das Känguruh schwitzt nicht auf der Haut, sondern nur unter dem Schwanz und an der Zunge. Die Hautoberfläche ist deshalb geschlossen, was sich auch auf die Faserstruktur auswirkt. Während sich bei Rindleder die Faserstruktur bei intensiver Beanspruchung des Leders leicht lockert, bleibt sie beim Känguru fest. Zudem ist die Faserstruktur bei Känguruhleder intensiver verzahnt als bei Rindleder. hochabriebfestes Leder aus Rochenhaut für Handballen und Fingerköchel mit stoßabsorbierendem Gel unterlegt, gleitet und schützt hervorragend vor Durchscheuern.Mit Liprotex C-dry II wurde ein innovatives Produkt aus Polyester erfolgreich entwickelt. Durch die spezielle C-dry II-Technik erhält es eine besonders hohe Dehnfähigkeit. Es ist wasserabweisend und schnell trocknend sowie formstabil auch nach häufigem Waschen.

Alle Klima-Membranen besitzen die selbe Grundfunktion: Sie schützen den Körper vor Feuchtigkeit von außen, halten den Fahrtwind ab und transportieren unter Ausnutzung eines Temperaturgefälles den Körperschweiß von innen nach außen. Die Bekleidung erhält dadurch einen hervorragenden Wetterschutz und gleichzeitig Komforteigenschaften. Alle Membranen bestehen aus Polyurethan oder Polyester und transportieren Wasserdampfmoleküle auf chemisch physikalischem Weg entlang von Molekülketten zuverlässig nach außen. Die porenlose homogene Struktur lässt den Wind nicht durchdringen und verhindert so ein Auskühlen des Körpers. Für eine wasserdichte Konstruktion wird jede einzelne Naht mit einem besonderen Heißsiegelband verschweißt, damit durch die Nähte kein Wasser von außen eindringen kann. Je nach Produktmarke sind die Membranen aus unterschiedlichen Grundstoffen gefertigt und meist als lose Folie („Liner“) im Innenbereich von Jacken und Hosen eingearbeitet. Besondere Materialien und spezielle Verarbeitungsrichtlinien machen die Membranen extrem strapazierfähig, dehnbar und äußerst reißfest.

Von der NanoSphere-Oberfläche gleiten Wasser und Schmutz einfach ab. NanoSphere verhindert somit, dass die Jacke verschmutzt. Diese Schutzfunktion bleibt auch nach mehreren Waschvorgängen erhalten. Textilien mit NanoSphere sind robust, abriebfest und langlebig.

Gewebe aus der Polyamid-Endlosfaser Nylon, aus der ein strapazierfähiger und relativ reißfester Textilstoff hergestellt wurde ist meist wasserdicht beschichtet oder durch Imprägnierung zusätzlich schmutzunempfindlich. Durch sein niedriges Gewicht, aber auch durch hohe Strapazierfähigkeit ist Nylon gut für Regen- und Thermobekleidung geeignet.

Outlast ist ein ursprünglich für die Raumfahrt entwickeltes Thermo-Material, welches Millionen von Mikrokapseln enthält, die mit einem Phasenübergangsmaterial (PCM) angefüllt sind. PCM reagiert sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen. Je nach Hauttemperatur sorgt das PCM für mehr Körperkomfort, indem es Wärme absorbiert und speichert und bei Bedarf wieder an den Körper abgibt. Durch diese Wechselwirkung wird eine ausgeglichene, angenehme Temperatur im Motorradanzug gewährleistet. Outlast reduziert ebenfalls die Schweißproduktion und eine Überhitzung des Körpers.

Polartec Powerdry mit X-Static Fasern ist ein Material aus 96 Prozent Polyester und 4 Prozent Metallfasern (Silberionen). Es wirkt antistatisch, atmungsaktiv und schützt vor Geruchsbildung. Es hält die Haut auch bei starker körperlicher Anstrengung trocken.

Polyamid ist ein synthetischer Faserstoff, der kaum Wasser aufnimmt und extrem scheuer- und reißfest ist. Aus Polyamid werden die verschiedensten Produkte hergestellt, von denen vor allem Strapazierfähigkeit und Wetterfestigkeit erwartet wird.

Primaloft ist eine neue High-Tech-Faser aus dünnen Polyesterfäden zu einem luftigen Filz verarbeitet. Diese Kombination ist leicht und wärmt wie Daunen, nimmt aber im Gegensatz zu herkömmlichen Fütterungen kaum Feuchtigkeit auf. Unvergleichbarer Tragekomfort, trockenes Gefühl und ideales Wärmeklima.

Die Safety-Seam (Sicherheitsnaht) wird an allen sturzgefährdeten Positionen der Motorradbekleidung, wie Becken, Knie, Arm und Rücken, speziell bei Materialverstärkungen verwendet. Herkömmliche Nähte verbinden die Schichten eines Obermaterials mit nur einem Faden. Bei einem Sturz wird der Faden durchgeschliffen, die Materialschichten trennen sich, der Schutz ist nicht mehr gegeben. Die zusätzliche Sicherheitsnaht besteht hingegen aus zwei Nähten, wovon eine verdeckt verarbeitet wird. So wird bei einem Sturz nur der oben liegende Faden durchgeschliffen, der verdeckte Faden hält das Material weiter zusammen.

Schoeller-Dynatec ist ein Schutzgewebe, das speziell für Motorradfahrer entwickelt wurde, da es abriebfest, reißfest, sturzsicher und temperaturbeständig ist. Es bietet im Vergleich zu herkömmlichen Cordura-Geweben eine weit höhere Schutzfunktion und ist besonders reißfest, weiterreißfest, abriebfest, langlebig und pflegeleicht.

Schoeller-Dynatec Coldblack vermindert das Aufheizen dunkler Farben unter starker Sonneneinstrahlung. Helle Textilien reflektieren sowohl den sichtbaren als auch den unsichtbaren Teil der Sonneneinstrahlung. Das bedeutet, dass nicht nur Licht sondern auch Wärme zurückgestrahlt wird. Im Gegensatz dazu absorbieren dunkle Textilien beide Strahlungsarten und nehmen deshalb Wärme auf. Coldblack vermindert diese Absorption der Wärmestrahlung speziell bei dunkleren Farben und bei allen Textilarten. Das Ergebnis ist ein fühlbar besseres Wärmemanagement. Optik, Griff und Atmungsaktivität werden nicht beeinflusst. Ebenso bleibt auch die Funktion nach zahlreichen Wasch- oder Reinigungsvorgängen erhalten.

Schoeller-Dynatec mit Scotchlite ist ein Gewebe, in das ein Garn mit Scotchlite-Reflektoren eingearbeitet ist. Diese Scotchlite Reflektoren bestehen aus winzigen Glaskugeln, die metallisch bedampft sind. Ein Motorradfahrer mit reflektierendem Material ist auch aus weiten Entfernungen zu erkennen. Reflektoren tragen daher entscheidend zu Deiner passiven Sicherheit bei!

Schoeller-Keprotec ist ein sehr hochwertiges Mischgewebe aus Cordura und Kevlar und wird meist an sturzgefährdeten Stellen verwendet. Es bietet einen sehr guten Schutz vor Hitze und Reibung. Eine spezielle Beschichtung macht es wasserabweisend.

Silverfresh Megalight ist ein extra leichtes Material aus 78 Prozent Polyamid und 22 Prozent Polyester. Es ist geruchsneutral und antibakteriell (durch integrierte Silberionen), atmungsaktiv und temperaturregulierend.

Softshells (weiche Schale zum Unterschied von Hardshells, worunter man schwere Wind- und Wetterschutzjacken bzw. -hosen versteht) sind stark feuchtigkeitsabweisende und hoch atmungsaktive Stretch-Materialien. Sie sind bielastisch, sehr leicht, wärmend sowie winddicht und feuchtigkeitsabweisend und bieten optimale Bewegungsfreiheit. Außen liegt die wasserabweisende Schicht und innen eine hautverträgliche Fleeceschicht, die Feuchtigkeit von der Haut wegführt.

Superfabric setzt sich aus 32 Prozent Polyester und 68 Prozent Epoxidharz zusammen. Dieser Materialmix bietet höchsten Komfort durch volle Flexibilität und vereint die positiven Features von Leder wie Schnittfestigkeit und extrem hohe Werte hinsichtlich Abrieb und Verschleiß. Superfarbic-Brand-Material wird besonders an den sturzgefährdeten Stellen wie Handballen/Fingerknöchel etc. eingesetzt.

Teflon ist eine Faserausrüstung, die Flecken und Schmutz abweist und ein Gewebeschutz, der auf molekularer Ebene funktioniert. Teflon sorgt dafür, dass Flüssigkeitsspritzer an der Stoffoberfläche abperlen oder Schmutz beim Waschen oder Reinigen schneller freigesetzt wird. Der Schutz ist fest in den jeweiligen Stoff integriert und bleibt dauerhaft erhalten.

Tricomposite ist ein Material-Mix zur Helmherstellung aus Fiberglas, Carbon und Kevlar. Dadurch ergibt sich ein besonders stoßfester und leichter Helm.

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Der Horvath

DER HORVATH

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Bericht vom 06.01.2017 | 16.409 Aufrufe

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