Kosten sparen und Freude am Fahren erleben

Motorradtouren richtig vorbereiten

Wer Motorrad fährt, weiß wie verlockend die Straßen sein können, sobald die Saisonlosgeht – Mal eben auf den Asphalt und die Freiheit genießen. Nicht immer reicht das einem völlig aus, nur für so eine kurze Zeit auf der Maschine zu sitzen und die Idee, eine längere Tour zu unternehmen, liegt da natürlich besonders nahe. Damit das Biken dabei aber nicht nur Spaß macht, sondern auch nicht zu stressigund teuer wird, sind einige Vorbereitungen empfehlenswert. Die besten Tipps und wichtigsten Überlegungen für eine gelungene Motorradtour folgen daher im folgenden Artikel.

Die Planung

Allem voran geht natürlich das Festlegen der Strecke, eventueller Endziele und natürlich auch die Dauer der Fahrt. Um diesbezüglich Entscheidungen treffen zu können, stehen einige Fragen zur Verfügung, welche die Wahl erleichtern sollten:

  • Soll die Fahrt im In- oder Ausland stattfinden? Gibt es bezüglich der Route bzw. der Länder bestimmte Präferenzen oder soll die Reise besonders günstig ausfallen?

  • Soll die Fahrt im In- oder Ausland stattfinden? Gibt es bezüglich der Route bzw. der Länder bestimmte Präferenzen oder soll die Reise besonders günstig ausfallen?

  • Welche Landschaftstypen sollen befahren werden und wie anspruchsvoll sollen diese sein? Kurvenreiche Fahrt durch die Alpen, Gas geben auf unbeschränkten deutschen Autobahnen oder lieber eine gemütliche Überlandfahrt?

  • Ist eine oder gar mehrere Übernachtungen geplant? Wenn ja: Welche Unterkunft soll es sein? Eher campingmäßig, in einer Pension mit Bed-and-Breakfast oder vielleicht sogar als ausgewachsener Urlaub mit Hotel und der Reise per Motorrad als Highlight?

  • Soll die Fahrt alleine, zu zweit oder in einer Gruppe stattfinden? Wer soll eventuell mitkommen und wie lange darf die Fahrt dann dauern? Sinddementsprechend Urlaubstage notwendig oder genügt ein Wochenende?

Wer nach diesen Fragen noch keine genaue Vorstellung von seiner Tour hat, kann sich beispielsweise auch von Motorradtouren inspirieren lassen oder befreundete Biker nach Tipps und Erfahrungen fragen.

Kosten durchrechnen

Damit die Fahrt nicht plötzlich teurer als erwartet ausfällt, macht es Sinn, vorher bereits die wichtigsten Kostenpunkte durchzugehen: Zum einen sollten beim Wunsch zu übernachten,die Preise der möglichen Unterkünfte verglichen und entsprechend gebucht werden. Nachteil bei einer Reservierung ist jedoch, dass das Wetter falls die Fahrt nicht gerade in wenigen Tagen stattfinden soll dann entweder als gegeben hingenommen oder die Buchung storniert werden muss, was nicht selten mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Zum anderen spielen, gerade bei ausgedehnten Fahrten mit langen Strecken, die Spritkosten eine nicht zu unterschätzende Rolle.

In Europa gibt es Länder wie Italien oder die Niederlande, in denen die Benzinpreise bei durchschnittlich 1,74€ liegen, während sich die Preise in Deutschland sogar innerhalb von Bundesländern stark unterscheiden können. Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann beispielsweise hier recherchiert werden, wie die tagesaktuellen Preise in einem bestimmten deutschen Postleitzahlenbereich oder die europäischen Durchschnittspreise sind. Auf diese Weise kann auf der Fahrt einiges an Geld gespart werden, wenn z.B. statt im beliebten Reiseziel Italien, auf dem Hin- und Rückweg in Österreich getankt wird. Doch Vorsicht: Auch Mautgebühren können je nach Land anfallen und die Kosten schnell in die Höhe treiben. Eine Recherche über das Verkehrsrecht macht ebenfalls Sinn, um teils hohe Bußgelder zu vermeiden.

Soll die Reise nicht alleine stattfinden, reicht es meist leider nicht aus, nur die Wetterberichte im Auge zu behalten. Termine mit mehreren Personen gemeinsam zu planen, ist oft schwierig und kann bereits im Vornherein für Frust sorgen. Daher an dieser Stelle ein paar Tipps:

  • Wenn zuerst die Details der Tour und der Route besprochen sind, ist beispielsweise bei einem Wochenend-Trip der Grundstein gelegt, um vergleichsweise schnell loslegen zu können, wenn sich für eines der kommenden Wochenenden gutes Wetter abzeichnet.

  • Da das Wetter, aber auch andere Eventualitäten dazwischen kommen können, ist es sinnvoll, neben einem Haupttermin immer möglichst mehrere Alternativen zu vereinbaren, damit eine rasche Rücksprache zu einem erfolgreichen Start führen kann.

  • Bei der Planung kann natürlich auch das übliche Klima eines Landes (z.B. in Südländern) gezielt berücksichtigt werden, um die Wahrscheinlichkeitfür gutes Wetter vor Ort zu erhöhen.

Die Ausrüstung und Vorbereitungen

Ja, die Planung kann schon einige Zeit in Anspruch nehmen. Gut dass die weiteren Vorbereitungen nicht ganz so zeitaufwändig sind. Eine Liste der wichtigsten Tipps gibt es auf dieser Seite Diese werden hier nachfolgend nochmal zusammengefasst und ergänzt:

  • Die Kleidung für die Fahrt sollte natürlich eine gewisse Sicherheit bei eventuellen Stürzen gewährleisten. Damit die Reise jedoch nicht mit schlechter Laune und einer Erkältung endet, ist es wichtig, auf die Wetterfestigkeit zu achten und zusätzliche Kleidungsstücke zum Wechseln einzupacken. Wird es besonders kühl und ungemütlich, sind mehrere Lagen Kleidung meist besser, als einzelne dicke.

  • Wer eher gemächlich und bei besonders warmen Temperaturen fährt, kann zu offenen Helmen greifen, während hohe Geschwindigkeiten einen geschlossenen Integralhelm sinnvoll machen, da diese besser vor der Kälte und dem hohen Geräuschpegel des Fahrtwinds abschirmen. Die Sicherheit unterscheidet sich laut Experten in der Regel nicht allzu extrem, ist bei geschlossenen Ausführungen aber ein wenig höher.

  • Gepäckkoffer und Satteltaschen sehen zwar nicht so schön aus wie ein einfacher Rucksack, bieten jedoch gerade auf langen Fahrten den entsprechenden Stauraum, um während der Tour nicht zu sehr auf Komfort und zusätzliche Ausrüstung verzichten zu müssen.

  • Wetterfeste Navigationsgeräte und Lenkerhalterungen für Motorräder sind mittlerweile nicht mehr allzu teuer und können dabei helfen, sich nicht auf der Strecke zu verirren und je nach Modell auch einige interessante Orte (die sogenannten Points of Interest POIs) zu finden. Wer darauf verzichten möchte, sollte dennoch Kartenmaterial mitnehmen und kann POIs zum Teil auch auf Google-Maps finden.

Die wichtigsten Tipps für das Fahren im Konvoi

Ein genügend großer Abstand zwischen den Fahrzeugen ist für die Sicherheit essentiell. An vielbefahrenen Kreuzungen und Ampeln sollten die führenden Fahrzeuge so abbiegen, dass zum einen mithilfe der Blinker die Richtung frühzeitig erkennbar ist und zum anderen, nicht so knapp in den Verkehr einzufädeln, dass die Nachfolger von der Gruppe abgeschnitten werden.

Kommt es dennoch zu einer Trennung, sollte vorher besprochen werden, dass die vorderen Fahrer dann kurz halten, bis die Gruppe wieder vollzählig ist und auch die Handynummern sollten für Notfälle ausgetauscht werden. Ein regelmäßiger Blick in die Rückspiegel hilft ebenfalls, die Kolonne zusammenzuhalten. Weitere Tipps und nähere Ausführungen hierzug gibt es übrigens hier.

Autor

Bericht vom 26.09.2014 | 55.111 Aufrufe

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