Vollgas auf der B17. Normalerweise eine schlechte Idee, aber nicht heute...
Austrian Race
Days
3. Auflage des Rennens auf der B 17
Der Veranstalter der 3. Austrian Race Days auf der B 17 zwischen Neunkirchen und
Breitenau hatte es heuer wahrlich nicht leicht. Erst Donnerstag 10 Uhr entschied
man sich für die Durchführung des Rennens, obwohl die Wetterprognosen alles
andere als gut waren. Von behördlicher Seite wäre zwar eine Verschiebung möglich
gewesen, aber logistisch ein großes Problem, weil die Bewirtung und die Helfer
bereits organisiert waren.
Auf trockener Fahrbahn wurde mit den Motorrädern gefahren, die Autos gaben im
Nassen Gas. Schnell musste umorganisiert werden, aber die Fahrer nahmen es
gelassen und auch das Publikum war unerschütterlich und harrte auch im Regen
brav aus.
Höhepunkt am Samstag Abend war aber die grandiose Stuntshoweinlage des
ungarischen Weltmeister Zoltan Angyal. Das Spiel mit Feuer und Bike raubte wohl
jedem den Atem und war allein schon deshalb einen Besuch wert gewesen. Bis 3 Uhr
morgens lief die Afterrace Party im Startbereich für die Nachtschwärmer. Nichts
für uns, wir flüchteten mit dem Wohnmobil in ruhigeres Gebiet.
Sonntagmorgen dann wieder leichter Regen, trotzdem konnten die
Qualifikationsläufe gefahren werden. Dann verlor aber eines der Autos auf der
gesamten Strecke Öl, was die geplanten Parallel - Ausscheidungsrennen für die
Motorräder unmöglich machte. Gefahren wurde dann einzeln, nach erneut
einsetzendem Regen blieb es bei diesem einen Lauf, die Wertung ergab sich dann
aus Reaktions- und gefahrener Zeit. Ich ging mit meiner Duke an den Start und
musste mich in meiner Klasse nur meinen Freund Jürgen geschlagen gegeben, der
dafür jetzt daheim die Hausarbeit erledigen darf … Schnellster bei den
Motorrädern wurde der „Highwaybulle“ Gerhard Lechner mit einer Zeit von 9, 4012
und 244,44 Km/h am Ende der 400 Meter. Die Autos konnten wie geplant
nebeneinander starten und erkämpften sich so die Plätze. Jürgen Dutter hatte
zwar die schnellste Zeit an diesem Tag bei den Autos (von 9,1988 und 261,40 Km/h
), wurde im Superfinale aber leider aufgrund eines Fehlstarts disqualifiziert.
Somit holte sich Heinz Ammerer den Titel mit einer Zeit von 10.2906 und 243, 84
Km/h.
Die Pokale waren ein echter Hingucker, nur bei der Siegerehrung musste
Veranstalter Markus Tesarik noch einmal improvisieren, weil ihn einige seiner
Crewmitglieder kläglich hängen ließen. Das wird ihn aber nicht daran hindern,
auch jetzt schon wieder an einem neuen Konzept mit einem neuen Team und einer
neuen Strecke für 2012 zu arbeiten. Und eines steht ebenfalls schon fest: Unsere
"1000 PS" sind wieder dabei!