4 Damen-ein Guide-5 Motorräder und die Straßen der südlichen Steiermark.
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Ladies Bike
Tour |
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4 Damen-ein Guide-5 Motorräder und die Straßen der
südlichen Steiermark |
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Es bedarf keines Blickes auf
Statistiken, um festzustellen, dass die ehemals als Männerdomäne bekannte
Welt
rund um das Thema Motorrad von der weiblichen Bevölkerung immer mehr
erobert wird. Ein Bild von Frauen aus jeglicher Schicht in Lederkluft
prägt und verschönert mittlerweile unseren Alltag. Die Position als
Sozius wird abgelegt und der Griff zum Gas sollte mittlerweile als
selbstverständlich gelten. Ja, meine Herren, Frauen legen selbst Hand an!
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Wer bis jetzt davon ausgegangen ist, dass Frau nur
auf Chopper oder ähnlicher Gerätschaft Platz nimmt,
den muss ich hiermit
leider enttäuschen! |
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Speziell für dieses Thema hat
Manfred von Manfreds Motorradreisen in Kooperation mit der Arge2Rad ein
Projekt ins Leben gerufen, das den Namen "Women's Biking" trägt . Der Motorrad-Reisespezialist mit mittlerweile
10 Jahren Erfahrung hat rechtzeitig erkannt, dass es Tage gibt, an denen
Frauen unter sich sein und wenn möglich auch ihr Bike ausführen wollen.
Die normalerweise so gut wie ausgebuchte
Tour (üblicherweise in Kombination mit einem Fahrsicherheitstraining) umfasste diesmal eine überschaubare Gruppe von vier Damen, die sich
freitags frühmorgens
höchst motiviert im Fahrsicherheitszentrum Lebling einfanden. Die
Aussicht auf den kommenden Tag wurde besser & besser, nicht nur, dass
Manfred und seine Liebste einen Shuttleservice für Motorräder und den
dazugehörigen Personen nach Lebling organisierte, (somit ersparte ich
mir Autobahnwetzerei nach Lebling) auch die Sonne strahlte
bereits um 6.00 Uhr morgens. Rund 400 km feinster Asphalt warteten und der Cafe, welcher nicht nur
gut schmeckte, sondern auch seinen Zweck erfüllte, rüttelte die letzten
müden Geister wach. Die letzte Tour in
der Saison 08 führte mich und die Fazer ins Land der Äpfel und der Kürbisse.
Es sollte meine erste Ausfahrt in einer Gruppe werden und anscheinend
war mir nicht klar gewesen, worauf ich mich da einlassen würde. Bereits nach den
ersten Kilometern stellte sich heraus, dass die Ladies nicht nur
jahrelange Erfahrung hatten, sondern auch verlernt hatten,
Geschwindigkeitsbegrenzungen richtig zu interpretieren. Die
unqualifizierten Bemerkungen meiner Arbeitskollegen, wie etwa
"Bist da sicher, dassd bei 40 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
mithalten kannst" oder "Vor lauter Klopausen werd's vermutlich
nicht zum Fahren kommen", kreisten noch in meinem Kopf, aber bereits nach
wenigen Kilometern weichte das anfängliche Unbehagen einer geschmeidigen
Kurvenlinie und einem daraus entstehenden, unvergleichlichen
Genussfaktor, wie etwa beim Genuß eines guten Achterl Vetliner. |
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Meine erste Liebe! |
Der Durst zwang uns nach rund einer Stunde Fahrt zu
einem ersten Stopp. Die Gaststube war zwar geschlossen. Der Bauer spendierte aber als
Entschädigung eine Runde frisch gebrockte, echt steirische Äpfel.
Der Moment war gekommen, um meine - um es nett auszudrücken -
etwas nachhinkende Fahrweise anzusprechen.
Mein Vorschlag: "Fahrts
ihr mal vor und ich mach das Schlusslicht"!
Zu meinem Erstaunen war das für die Mädls und auch für Manfred kein
Thema. "Wir fahren um an gmiatlichen Tag zu verbringen, wenn ma hatzen
wollen, fahr ma am Ring". Gut, hätten wir auch das besprochen. |
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Echt steirisch! |
Echt bayrisch! |
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Der Vitaminstoß verhalf uns zu neuem Tatendrang
und trieb uns weiter Richtung slowenische Grenze. Die Etappe entpuppte sich als absolute Spasspartie. Schöne, lang gezogene Kurven und darauf folgende
Spitzkehren, aber auch immer wieder kurze Abschnitte durch kleine
Dörfchen zum Durchschnaufen. Manfred erbrachte den Beweis, dass er nicht
nur in den südlichen Ländern Europas so gut wie beheimatet ist, sondern
auch in Österreich wertvolle Geheimtipps zu den Themen Motorradstrecken
und Kulinarik in petto hat. Nach rund 2 Stunden Fahrt, die leider viel
zu schnell vergingen, kreuzten wir den Moserhof und kamen nicht drum
herum, die Motorräder für eine halbe Stunde abzustellen, um uns weitere
Vitamine, diesmal in gepresster Form, und die steirische Variante der
Eierspeis zu Gemüte zu führen. |
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| Der Moserhof macht vermutlich die beste
Eierspeis im ganzen Land. Geheimtipp: mit steirischem Kürbiskernöl! |
Auch die Aussicht ist einen
Besuch wert, wobei die Fahrt hinauf das eigentliche Highlight ausmacht! |
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Auf die Plätze, fertig, los! |
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Die sterirische Weinstraße ruft. Um keine Zeit zu verlieren und den Tag
so gut als möglich auszunutzen, machten wir uns nach rund einer halben
Stunde auf, um die Weiterfahrt anzutreten. Die Rösser waren gesattelt und
der Weg führte uns weiter Richtung slowenische Grenze, wo wir in den Genuss
kamen, einsame und vor allem kurvenreiche Straßen, die ein bisschen an
gut ausgebaute Radwege erinnerten, zu erkunden. Die einzigen
Begegnungen mit anderen motorisierten Verkehrsteilnehmern waren 2
Traktoren! Manfred führte uns
durch die südlichsten Weingebiete, wo die Straße zwei
Republiken teilt. Wählt man die rechte Seite der Straße streift man
Slowenisches Staatsgebiet, hält man sich eher in der linken Hälfte,
verweilt man in Österreich. Vielleicht fällt jemandem hierzu die Causa
Straßensperre ein? Vollkommen überraschend blieben wir bei einem kleinen Teich nahe Mureck
stehen, wo ein perfekt vorbereitetes Picknick von Manfreds besserer
Hälfte auf uns wartete. Silivia zauberte für uns ein 3-Gänge Menü inkl.
Eiscafe zur Nachspeise mitten in der Pampa und da Bewegung und der damit
verbundene Kalorienverbrauch bekanntlich hungrig macht, schlugen wir
kräftigst zu um uns anschließend noch im Teich zu suhlen und uns ein
Mittagsschläfchen zu gönnen. War ja auch hart verdient! |
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| Zum gelungenen Abschluss statteten
wir der Zotta Schokoladefabrik einen Besuch ab, als hätten wir über den
Tag verteilt noch nicht genug Kalorien zu uns genommen, um uns für
die Heimfahrt mit ausreichend Zucker zu versorgen. Tja, Motorradfahrer/fahrerinnen
sind eben Genussmenschen. (Wer zufälligerweise in der Nähe ist, der sollte
unbedingt die "Grüne Veltliner & schwarzer Pfeffer" Schoko kosten.) Alle Bedürfnisse, bis auf das
gepflegte Achterl Wein, wurden also gestillt. Somit konnte ich die Yamaha Fazer, 1 kg Schokolade und rund 2 kg
mehr Lebendgewicht meiner selbst Richtung Burgenland kutschieren, die
Lederhose ablegen, das Dirndl anziehen und mir mein redlich verdientes
Achterl auf der Weinkost in Eisenstadt genehmigen. |
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| Interessante Links:
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Text: KarolettaLambretta
Fotos: Manfred, KarolettaLambretta |
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