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Der April machte seinem Namen alle Ehre und bescherte
den Teilnehmern der 1000PS Bridgestone Gripparty ein wirklich unwürdiges
Wetter. Dabei hatte alles so gut begonnen. Von den insgesamt 250
Anmeldungen für Gripparty wurden die ersten 110
berücksichtigt und erhielten ihr Ticket für die Rennstrecke. Besonders
jene Teilnehmer, welche nie zuvor auf der Rennstrecke gefahren sind,
freuten sich auf diesen Tag. Noch am Abend davor war das Wetter perfekt,
doch der gnadenlose Wetterfritze versprach grauenvolles. Am nächsten
Morgen begrüßten uns 3° und Regenschauer.
Trotzdem wurde besonders in der Anfängergruppe
fleißig gefahren. Die Instruktoren Erwin Machtlinger und Günter
Gahleitner drehten Runden um Runden mit den unerschütterlichen Rookies.
Die Testmotorräder der Hersteller wurden klarerweise
den ganzen Tag nicht angerührt. Das Wetter ließ sinnvolle Testfahrten
leider nicht zu. Die Furcht vor einer Brezn war zu groß. Doch am 2. August soll alles besser werden - sagt
zumindest der 100 jährige Kalender der Bauern.
Photo rechts: Einige Teilnehmer hatten perfekte
Bekleidung mit dabei |

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Grausam: Die Temperaturanzeige am P-Ring war leider ehrlich |

Voller Tatendrang und Freude hüpften die Teilnehmer durch die Boxengasse. |

Andere wiederum fühlten sich ihrer Sache sehr sicher und hatten Training
fürs Big Enduro Race nicht nötig. |

Ossi hat seiner Kampftiger den Gastank fürs Rennen wieder aufgefüllt.
Die Start-Ziel Gerade wurde zu seiner Arena. |
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Bridgestone Big Enduro Race |
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Rechtzeitig zum Start vom nun schon 5. Big
Enduro Race trocknete die Strecke großteils auf. Das Starterfeld
schrumpfte, wie üblich bei tiefen Temperaturen, auf 12 harte Männer.
Platz eins im Zeittraining holte sich der Mann, der weder nasse Flecken
noch kalten Asphalt fürchtete: Hannes Obergmeiner auf seiner BMW R 1200
GS. Auf Platz zwei stellte sich der19 fache Motocross Staatsmeister Erwin
Machtlinger mit einer Aprilia Caponord. Die erste Startreihe wurde
komplettiert von meiner Wenigkeit auf der KTM Adventure 990. Mit am Start war
natürlich Titelverteidiger Ossi mit seinem NOS Kampftiger. Er spritzte
wie die meisten anderen Piloten das Zeittraining und stellte sich hinten
an.
Gleich nach dem Start fand ich mich
in einer mir gänzlich unbekannten Situation wieder. Ich führte erstmals
ein Rennen an. Wurde das Rennen etwa abgebrochen und ich fahr alleine um
den Kurs? Ungläubig drehte ich mich um und sah eine wilde Horde hinter
mir in die Kurven abbiegen. Das Rennen läuft also und meine schlimmsten Albträume wurden war. Ich
lag mit meiner KTM Adventure ganz in Orange in Führung und bin damit das
einzig halbwegs sichtbare Objekt am trüben Pannoniaring. Was wenn Ossi
beim Drücken des NOS-Schalters einfach den orangen Farbklecks in der
Einöde anvisiert um die Start-Ziel Gerade nicht zu verpassen? Doch Ossi
hatte seinen PS-Tiger einigermaßen im Griff und ging auf der Geraden vor
der Hauskurve an mir vorbei. Auf der Start-Ziel Geraden verschwand er dann
endgültig am Horizont. Das Rennen war also gelaufen und ich freute mich
schon auf den Pokal für den 2. Platz. Doch nach einigen Runden fuhr Ossi
schwer angeschlagen mit einer rauchenden Tiger aus dem Kiesbett. Meine
Angst vor Öl auf der Strecke war groß und ich nudelte ein halbe Runde
hinter Ossis Tiger her. Der furchtlose GS Pilot Hannes Obergmeiner zeigte
deutlich mehr Siegeswillen stoch sofort nach vorne auf Platz 1.
Ossi nach dem Rennen: "Wir
haben den Kampftiger noch mal aufgeblasen und die 230 NOS PS weiter
gesteigert. Leider hat die Zylinderkopfdichtung nicht gehalten. Beim
Eingang auf die Start-Ziel schoss mir die Kühlflüssigkeit übers Moped
und auf den Hinterreifen. Ich fuhr quer ins Kiesbett. War geil!"
Der eigentliche Favorit des
Rennens, Peter Nesuta, kam mit den widrigen Bedingungen überhaupt nicht
zurecht. Er war in den letzten Wochen Stammgast auf der Rennstrecke und
trainierte unermüdlich bei perfekten Bedingungen für das Rennen. Doch
das miese Wetter ließ seine Gashand erstarren wie sein Gesicht nach einer hartknäckigen
Gesichtslähmung und er fand keinen sauberen Strich. So musste er sich
beim Rennen all seinen Lieblingsgegnern geschlagen geben. NastyNils auf
Platz 2, Günter Gahleitner auf Platz 3, der neue Suzuki-Händler Peter
Lietz auf Platz 4, Tommy Guttmann mit der V-Strom auf Platz 5. Das
Motocross Ass Erwin Machtlinger beendete sein erstes Strassenrennen auf
Platz 6. Platz 7 ging an Peter Nesuta vor Klaus Huemer, Thomas Wolf und
Werner Friese. Gratulation an alle furchtlosen Teilnehmer. Freue mich
schon auf eine Revanche am 2. August.
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Ergebnis 5. Bridgestone Big Enduro Race
| Pos |
Name |
Motorrad |
Beste Runde |
| 1 |
Hannes Obergmeiner |
BMW R 1200 GS |
2:21.694 |
| 2 |
NastyNils |
KTM 990 Adventure |
2:21.374 |
| 3 |
Günter Gahleitner |
BMW HP2 |
2:22.102 |
| 4 |
Peter Lietz |
Suzuki V-Strom DL 1000 |
2:24.096 |
| 5 |
Thomas Guttmann |
Suzuki V-Strom DL 1000 |
2:25.559 |
| 6 |
Erwin Machtlinger |
Aprilia Caponord |
2:25.491 |
| 7 |
Peter Nesuta |
Suzuki V-Strom DL 1000 |
2:28.027 |
| 8 |
Klaus Huemer |
Cagiva Elefant 900 |
2:30.220 |
| 9 |
Thomas Wolf |
Honda Varadero |
2:30.403 |
| 10 |
Werner Friese |
Triumph Tiger |
2:32.790 |
| DNF |
Ossi Moto Kampftiger |
Triumph Tiger |
2:20.128 |
| DNS |
Harald Bauer |
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Drei fesche Burschen am Siegerfoto. Sieger Hannes Obergmeiner und 2.
NastyNils mit Bridgestone Kapperl. Der erfrorene Günther Gahleitner
bevorzugte die Wollhaube: Platz 3.
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Auch auf der Kartstrecke fanden
sich nur die härtesten der 25 angemeldeten Piloten ein. Es reichte
immerhin für die Komplettierung einer Startreihe und die 3 Pokale wurden
brüderlich auf die 4 Piloten aufgeteilt.
Erstaunlicherweise waren alle
Teilnehmer top motiviert für den nächsten Termin am 2. August. Dann wird
das Wetter ja garantiert besser.
Die 1000PS Crew vor Ort (Nils,
Markus, Martin) bedankt sich bei allen zähen Jungs und Mädels welche
auch bei den widrigen Bedindungen gekommen sind.
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Das nächste Event findet am 2.
August statt. Plätze werden wie auch diesmal nach dem Einlangen des
Startgeldes am Konto vergeben. Nachzahlen auf der Strecke ist nicht
möglich. Die Plätze werden ausschließlich im Vorverkauf vergeben.
Suzuki Piloten zahlen wieder 49 Euro, alle anderen Teilnehmer 69 Euro.
Supermoto Fahrer auf der Kartstrecke können den ganzen Tag ohne
Unterbrechungen durch Kartfahrer für 35 Euro fahren.
Hier geht es zur Anmeldung: www.1000ps.at/gripparty |
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Fotos: Alexander Hlavac, Martin Mostögl, NastyNils,
Mexxla
Bericht: NastyNils |