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Bodenständig? Die BMW
Motorrad Spitze betont bei der Motorradentwicklung weiterhin
bodenständig bleiben zu wollen. Wir Motorradfahrer wurden in letzter
Zeit scheinbar wirklich zu sehr verwöhnt. Neuerdings spricht man bei
167 PS schon von bodenständig. Herrlich! Dr. Markus Braunsberger
(Chefentwickler BMW Motorrad)
versichert uns, sie hätten die K 1200 S ohne weiteres zu einer K
1300 S mit 200 PS machen können, aber das war nicht das Ziel der
Entwicklungen. Leistungs- und Gewichtsdaten im Prospekt sind eine
Sache, das Fahrverhalten auf der Strasse eine andere und darauf
haben die Bayern diesmal besonders geachtet. |

Mir gefällt sie in Blau-Weiß am besten!
Die neue K! |
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PS-Monster aus Bayern? BMW
betritt mit der K 1200 S bayrisches Neuland. Bisher hielten sich die
Bayern in der Kategorie "PS-Monster" ja etwas zurück, doch der
Expansionswille der Bayern ist eben nur mit neuen Modellen zu
befriedigen. Um das Münchner Gewissen etwas zu beruhigen wird das
schnellste je gebaute bayrische Eisen serienmäßig mit ABS
ausgeliefert. Auch die Grünen dürfen sich über 167 Pferde freuen -
die K kommt mit 3 Wege Kat. Die Bayern wollten keinen reinrassigen
Supersportler für die Rennstrecke bauen sondern ein sehr sehr
sportliches Tourenbike. Wenngleich es laut Dr. Braunsberger ein
erhabenes Gefühl ist auf der Start-Ziel Geraden endlich nicht mehr
von 40 Japanern überholt zu werden |

Erhabenes Gefühl auf der Start-Ziel!
Revanche aus Bayern! |
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Kompakter Motor! Bei der
Entwicklung des Motors legte man scheinbar nicht nur großes Augemerk
auf Spitzenleistung sondern vor allem auch auf ein raum- und
gewichtssparendes Gesamtkonzept. Die 4-Zylinderbank ist um
untypische 55 Grad nach vorne geneigt. Die BMW-Boxermotoren zeichnen
sich besonders durch ihren niedrigen Schwerpunkt aus. Damit der
Schmerz der Boxer-Fetischisten im BMW Entwicklungszentrum nicht
allzu groß wird, überlegte man sich ein Konzept das den Vorteilen des
Boxermotors möglichst nahe kommt. Ein niedriger Schwerpunkt und der
Wunsch nach Konzentration der Massen möglichst unter dem Fahrer
ließen dieses Motorenkonzept entstehen. |

Das neue Triebwerk aus Bayern. Auf
dieser Motorbasis sollen noch weitere Eisen entstehen. |
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| Durch die
55 Grad Neigung erhält man nicht nur den gewünschten niedrigen
Schwerpunkt sondern auch noch eine günstigere Radlastverteilung zu
Gunsten des Vorderrades. Der bisher von BMW eingesetzte liegende
Reihenmotor wäre mit den 167 PS einfach nicht zurecht gekommen. Die
für hohe Spitzenleistung unbedingt notwendigen geraden Einlasskanäle
waren bei diesem Konzept nicht möglich. Der gesamte Motor
baut sehr schmal und liegt nur knapp über derzeitigen 600er Niveau.
Der Motor wurde um keinen Millimeter breiter gebaut als unbedingt
nötig und somit stellt die Kurbelwelle die seitliche Deadline für die Entwickler
dar. Kein Aggregat, kein Schrauberl, kein Deckel, keine Leitung und
kein Kabelstrang lugt seitlich aus dem Motor weiter als die
Kurbelwelle heraus. Alles wurde
feinsäuberlich hinter die Zylinderbank gepackt und die Wasserpumpe
läuft am Zylinderkopf mit der Nockenwelle mit. |

Baut sehr schmal. Der neue 4-Zylinder
aus München. |
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Verdichtung von 13:1 Das
Engagement in der Formel 1 spürt man laut
BMW-Entwicklungsingenieuren nicht am Gesamtkonzept sondern an den
feinen kleinen Details am und im Motor. Zum Beispiel: Die Ölversorgung der
Pleuellager wird direkt axial in die Kurbelwelle eingespeist. Somit
entsteht ein konstruktiver Freiraum für eine sehr kurz bauende
Kurbelwelle. Der Motor der BMW K 1200 S hat eine Verdichtung von
13:1. Möglich wurde dieser Rekordwert durch den ebenen Kolbenboden
und den kompakten Brennraum sowie der intelligenten Motorsteuerung.
Wie in der neuen GS werden auch in der K 1200 Klopfsensoren
verwendet, welche verdächtige Schwingungen beim Verbrennungsvorgang
erkennen und sofort die Vorzündung zurücknehmen. Dadurch ist die
hohe Verdichtung von 13:1 möglich und auch das Verwenden von
gepanschten Ostblocksprit. Klarerweise sinkt bei Verwendung von 91 oktanigem Motorwasserl zwar die Leistung, der Motor bleibt aber
ganz. |

Trockensumpfschmierung,
Anti-Klopfregelung, Kassettengetriebe. |
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Trockensumpfschmierung und
Kassettengetriebe
Wheelyfreunde werden jubeln! Die K 1200 S ist mit einer
Trockensumpfschmierung ausgestattet welche dem Motor in jeder Lage
genügend Öl durch die Adern pumpt. Die BMW-Ingenieure wählten diese
Variante um den Motor durch die fehlende Ölwanne besonders tief
einbauen zu können. Weiteres Racing Feature in der K: das
Kassettengetriebe. Manche Leute sehen darin ein Indiz dass es sich
bei dem Aggregat der K 1200 S um eine Variante eines BMW MotoGP
Motors handelt. BMW sieht darin jedoch nur eine praktische
Möglichkeit das zugelieferte Getriebe in einem einfachen
Arbeitsschritt in das Triebwerk einzusetzen. Scheinbar nix da mit
einem blau-weißen MotoGP Racer in nächster Zeit. Oder doch? |
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| Dogma
Kardanantrieb Kardanantrieb
gehört zur BMW Oberklasse wie Richi Lugner zu den Seitenblicken.
Auch die Neue im bayrischen Eisenstall ist mit Kardanantrieb
ausgestattet. Ein Novum in dieser Leistungsklasse. Nippon Fans und
BMW-Verweigerer werden nun sofort auf den schlechteren Wirkungsgrad
dieser Variante hinweisen. Die Kurbelwelle bei der neuen K ist ja
anders als bei den bisherigen BMW Modellen quer zur Fahrtrichtung
eingebaut. Deshalb muss am Getriebeausgang ein zusätzlicher
Winkeltrieb eine Umleitung im Antriebsstrang einleiten. |

Umwege für den Antrieb! Zusätzlicher
Winkeltrieb am Getreibeausgang. |
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Das sind ein paar Prozenterl weniger
Wirkungsgrad im Gesamtkonzept. BMW entgegnet mit folgendem Argument:
Ein herkömmliches Bike mit Kettenantrieb hat mit frischen
Antriebssatz - perfekt gereinigt und geschmiert - wohl Vorteile im
Wirkungsgrad. Ein schlecht gewarteter Antriebssatz mit einigen
Tausend
Kilometern am Buckel hat jedoch laut BMW einen schlechteren
Wirkungsgrad als das Konzept der neuen K. Diese Dinge zu messen und
zu errechnen überlassen wir aber dem germanischen Blätterwald und
vertrauen erstmal den Angaben der bayrischen Ingenieure. |
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| Neue
Vorderradführung - Duolever
BMW bringt es einfach nicht übers Herz
eine herkömmliche Telegabel in ein neues Topbike zu verbauen. Das
für die K 1200 S neu entwickelte Duolever System ist eine
Weiterentwicklung der Grundidee von Norman Hossack aus den 80er
Jahren. Die Geometrie ist so abgestimmt, dass das Rad beim Einfedern
eine nahezu ideale Bewegung ausführen kann. Anders als bei einer
herkömmlichen Telegabel ändern sich beim Eintauchen der Nachlauf und
der Radstand nur sehr geringfügig. Das Gewicht der
Gesamtkonstruktion liegt etwas unter dem des BMW Telelevers aber
über dem einer herkömmlichen Telegabel. Die Kinematik des Duolevers
sorgt auch für einen Bremsnickausgleich. Auf Deutsch: Auch bei
harten Bremsmanövern sackt das Motorrad vorne nahezu überhaupt nicht
ein. Dadurch bleiben auch in heiklen Situationen Federwegreserven
übrig.
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Neue Technik in der BMW Front! Duolever! |
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Electronic Suspension Adjustment (ESA)
Bisher war das Einstellen des Fahrwerks
meist eine Wissenschaft welche nur der geistigen Elite der
Motorradwelt vorbehalten war. Ich selbst hab meine Finger steht's
vom Fahrwerk gelassen und hab somit zumindest noch nix falsch machen
können. Das neue Spielzeug an der K 1200 S ist aber eine feine
Sache. Zuerst kann man die Federvorspannung hinten je nach
Beladungszustand mit einem Knopferl ganz easy einstellen. Alleine -
mit Sozius - mit Sozius und voll beladen. Den Rest erledigt ein
kleiner Motor am hinteren WP Federbein und die Fahrt kann los gehen.
Während der Fahrt kann man dann über das ESA-Knopferl zwischen den
Modi Comfort (=Unterwegs auf Westautobahn Buckelpiste), Normal und
Sport (=Der lästige Kollege taucht schon wieder im Rückspiegel auf)
gewählt werden. Über kleine Stellmotoren wird dann vorne die
Zugstufe und hinten Zug- und Druckstufe verändert. So und nicht
anders stell ich mir das "Fahrwerks einstellen" vor! |
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Erste Meter >200km/h
BMW präsentierte die K 1200 S mit echtem
Heimvorteil. Start der ersten Tour mit der neuen K war im BMW
Fahrtechnikzentrum am Flughafen München. Die Runde geht dann durchs
schöne Bayern über Rosenheim und Wasserburg zurück zum Flughafen.
Der Regenguss wurde zum Glück rechtzeitig zum Tourbeginn beendet.
Die Strassen war zwar noch ein wenig feucht, aber Ausreden am
Gasgriff gab es nun keine mehr. Die ersten Autobahnkilometer waren
deftig. Es war quasi unsere journalistische Pflicht hier ordentlich
anzudrücken. Wie sonnst können wir berichten wie schnell die BMW
wirklich geht. Im BMW Prospekt steht bescheiden: >200km/h. Zonko
gibt die Marschrichtung vor und gibt ordentlich Feuer. Ich bin von
Anfang an begeistert von der Leistung des BMW Motors. Durch den
konstruktionsbedingt langen Radstand der BMW (1571mm, zum Vergleich:
Suzuki Hayabusa hat 1485mm) kann man den Gasgriff auch richtig
umlegen ohne gleich vom Sattel zu kippen. Beschleunigung und
Durchzug der BMW sind grandios. Auch über 200km/h gibt es noch Power
in Überschuss und bei mir lagen die Speedgrenzen eher im Genick und
den Ärmeln als am Motor. Ich war leider mit Tankrucksack unterwegs
und so konnte ich meinen Kopf nicht in Fahrtwind-Sicherheit bringen.
Der Wind zerrte mörderisch am Genick und bei 265 war das
Muffensausen einfach zu groß. Zonko ließ bedenkenlos stehen und ging
vorbei. Das Fahrwerk der BMW ist aber auf alle Fälle einmal im
Hi-Speed Bereich eine Wucht. Die K lag auch bei Tempo +200 extrem
stabil auf der Fahrbahn und vermittelte ein totales Gefühl der
Sicherheit. Kleine Fahrbahnunebenheiten, Rillen und schnelle
Gasstöße bringen das bombensichere Fahrwerk nicht aus der Ruhe. In
Sachen Hochgeschwindigkeitsstabilität kriegt die neue BMW eine
römische Eins! |
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Landstrassen Gleiter
Als nächstes ging es runter von der
Autobahn und ab auf die bayrischen Landstrassen. Hier plädiere ich
übrigens für eine Gesetzesänderung in Deutschland. Wie die deutschen
Autobahnen sollten auch die Landstrassen in gelobtes Land ohne
Limits umgetauft werden. Die weiten Kurven in den bayrischen Hügeln
nordöstlich von München vertragen mehr als 100 am Tacho und auch
hier begeistert die BMW. Die BMW Techniker mit Rechenstift und
Streberbrille haben nicht zu viel versprochen. Diese geheimnisvolle
Vorderradführung werkt ausgesprochen fein und lässt Dich über die
Landstrassen gleiten wie die Jedi Ritter auf ihren Star-Wars
Gleitern durch die Wälder von Endor. Klarerweise hab ich auch sofort
am magischen ESA-Knopferl herumgespielt. Die 3 Modi unterscheiden
sich spürbar voneinander und sind keine lauwarmer Prospektwuchtel.
Hier findet man einfach und schnell die gewünschte Abstimmung.
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Die ersten Meter auf der Landstrasse.
Ein gutes Gefühl!
Foto:
Ralph Wagner |
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2.9 Sekunden auch für Nudelaugen
Das Fahrwerk der BMW ist nicht mir
herkömmlichen Fahrwerksgeometrien zu vergleichen. Durch die Duolever
Vorderradführung hat die BMW einen relativ langen Radstand. Der
Vorteil beim Beschleunigen und auch beim Bremsen ist sofort zu
spüren. Hier kann man die technischen Möglichkeiten des Motorrades
auch ohne mächtige Racingskills richtig ausnützen. Mit den 167 PS
schafft man es in 2.9 Sekunden von 0 auf 100 und mit dem Integral
ABS kann man deftig in die Bremsen langen ohne aufs Vorderrad zu
gehen. Wheelykünstler müssen sich auf der K 1200 S aber ein wenig
mehr anstrengen. Auch hier macht sich der lange Radstand bemerkbar
und man muss sich das Eisen schon bewusst aufs Hinterrad wünschen um
das Vorderrad in die Luft zu kriegen. |
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Wenn man will steigt die K auch auf!
Foto:
Ralph Wagner |
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Starke Impulse
Weitere Radien sind mit der BMW eine
Freude und lassen sich spielerisch einleiten. Bei engeren Radien
aber besonders bei heftigen Schräglagenwechseln verlangt die BMW
recht strenge Impulse um ins Eck zu kippen. BMW K Fahrer welche in
der kommenden Saison gemeinsam mit GS Piloten unterwegs sind werden
im Winkelwerk vermutlich das Nachsehen haben. Die K ist zwar nicht
unhandlich, fährt sich aber nicht so spielerisch leicht durchs
Winkelwerk wie z.B eine GS. Doch keine Sorge! Die nächste Gerade
kommt bestimmt! |
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Bei Schräglagenwechseln muss gedrückt
werden.
Foto:
Ralph Wagner |
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Um eine Vorspeisenlänge schneller
Die BMW Tour war perfekt ausgeschildert.
Jede Kreuzung war mit einem eigenen Pfeil gekennzeichnet und so
konnte man von Kreuzung zu Kreuzung Feuer geben. In der Österreicher
Gruppe übernahm Zonko recht schnell die Führungsaufgabe und legte
ein grimmiges Tempo vor. Wer mit dem Vorderrad in der Luft durch die
Gegend fährt, kann natürlich nicht auf Kreuzungspfeile achten. Er
fuhr gemeinsam mit Trixi von der Alles Auto Redaktion gerade aus und
wir bogen links ab. Echte Freunde hätten natürlich versucht die
beiden Chef-Navigatoren zurückzuholen, wir haben den Vorteil
natürlich sofort in einen uneinholbaren Vorsprung umgewandelt. Bei
der Mittagspause kam er erst an, als die letzten Bissen der
Vorspeise gerade hinunterrutschten. Das schlechte Gewissen plagt
mich jedoch noch heute. |
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Blitzlichtgewitter
Besonders eilige hatten wir es aber nach
dem Essen. Optimistischen Berechnungen zur Folge brauchen wir von
Rosenheim bis zum Flughafen ca. eine Stunde. Nicht einkalkuliert
waren jedoch mächtige Ehrenrunden durch die bayrische Pampa.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Rückweg nicht ganz so gut
ausgeschildert war wie die bisherige Tour. Mein Begleiter Jesse von
der Auto Revue traf 1 Stunde vor dem Start des Fliegers die einzig
richtig Entscheidung. "wir müssen raus aus der Botanik und rauf auf
die Autobahn". München war scheinbar die einzige Stadt welche in
Bayern immer angeschrieben ist. Also immer Richtung München, rauf
auf die Autostrada und dann kräftiges Feuer in Richtung Flughafen.
Der Umweg für diese Bauernroute ist zwar beträchtlich aber
verkoffern beinahe unmöglich. Zu unserem Entsetzen mussten wir
feststellen dass die Mär von den unlimitierten deutschen Autobahnen
nur bedingt der Wahrheit entspricht. Rund um München blitzt es bei
den Radarkasteln auch auf der Autobahn wie beim Empfang bei der
Oscar Verleihung. |
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| Zum Glück
befanden wir uns nicht gerade auf einer Vorstellung des C1 Roller
Nachfolgers sondern hatten genug PS unterm Hintern. Genau für solche
Zwecke baut man anständige Leistung ins Mopped ein. Der Flieger darf
nicht ohne uns abheben. Auch beim stressigen Käfig-Slalom auf der
Autobahn, war die K ein feines Gerät. Mitterlweile steh ich so
richtig auf das neue Sportbike aus Bayern. Das einzige was mir
jedoch auch im Flieger nicht aus dem Kopf ging war der üppige
Auspufftopf. BMW Chefdesigner David Robb hat auf der neuen K viele
fesche Designs in Szene gesetzt, beim Heck und besonders beim
Auspuff hat er jedoch nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Doch
darüber müssen sich ohnehin nur die Kollegen auf der Landstrasse im
Rückspiegel ärgern. |

Foto:
Ralph Wagner
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| Fazit
Endlich lassen die Bayern auch im
Motorradbau endlich mal die Sau raus. Das die Bayern ultimativ geile
Motoren bauen können, bewiesen sie uns Motorradfahrern bisher in
demütigenden Autobahnniederlagen gegen M3 und M5 Bürgerkäfige. Auch
in der Formel 1 zählt das BMW Triebwerk immer zu den stärksten im
Feld. Mit der K 1200 S bekommen wir nun endlich ein mächtig
marschierendes BMW Sportbike serviert. Sportliche BMW Tourenfahrer
werden um das neue Eisen nicht hinweg sehen können aber auch Nippon
Fans mit Vorlieben für Hi-Speed UND Komfort sollten auf alle Fälle
eine Probefahrt riskieren. Enttäuscht sein werden jene BMW Fans
welche auf eine bayrische Antwort auf die aktuellen japanischen
1000er erwartet haben. Die neue K 1200 S trägt ihr Duell nicht gegen
CBR 1000 RR und R1 aus, sondern gegen die Hayabusa, die 1100er XX und
die ZX-12 R und hier setzt sie neue Maßstäbe in Sachen Fahrkomfort
und Stabilität kombiniert mit üppiger Leistung. |

Foto:
Ralph Wagner |
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| Preis
Die neue BMW K 1200 S wird in Österreich
nach der Intermot im September um 17.990 Euro (inkl. NoVA und 20%
MwSt.) zu haben sein.
Extrawürste
ABS ist in der neuen K 1200 S ohne
Aufpreis serienmäßig enthalten. Das beschriebene ESA kostet 780
Euro, Heizgriffe 215 Euro und die Diebstahlwarnanlage 204 Euro.
Kostenlos gibt es auf Wunsch eine niedrige Sitzbank mit 790 mm
Sitzhöhe auf die K 1200 S. |
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Technische Daten
| Motor |
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| Hubraum |
ccm |
1157 |
| Bohrung/Hub |
mm |
79/59 |
|
| Leistung |
kW/PS |
123/167 |
|
| bei |
U/min |
10250 |
|
| Drehmoment |
Nm |
130 |
|
| bei Drehzahl |
U/min |
8 250 |
|
| Verdichtung/Kraftstoff |
|
13:1/S PLUS (98 Oktan) |
| Ventile pro Zylinder |
|
4 |
| Fahrwerk |
|
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| Rahmenbauart |
|
Aluminium-Verbundrahmen |
| Radführung Vorderrad |
|
BMW Duoleverr |
| Radführung Hinterrad
|
|
BMW Paralever |
| Federweg vorn/hinten |
mm |
115/135 |
| Nachlauf |
mm |
112 |
| Radstand |
mm |
1571 |
| Lenkkopfwinkel |
° |
60,6 |
| Bremsen |
vorn |
Doppelscheibenbremse ø 320 mm |
| |
hinten |
Einscheibenbremse ø 265 mm
|
| |
|
Integral ABS |
| Räder |
|
LM |
| |
vorn |
3,50 x 17 MTH 2 |
| |
hinten |
6,00 x 17 MTH 2 |
| Reifen |
vorn |
120/70 ZR 17 |
| |
hinten |
190/50 ZR 17 |
| |
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|
| Maße und Gewichte |
|
|
| Gesamtlänge |
mm |
2282 |
| Gesamtbreite mit Spiegeln |
mm |
905 |
| Lenkerbreite ohne Spiegel |
mm |
786 |
| Sitzhöhe |
mm |
820 (790) |
| Leergewicht, vollgetankt |
kg |
248 |
| Zul. Gesamtgewicht |
kg |
450 |
| Tankinhalt |
l |
19 |
| |
|
|
| Fahrdaten |
|
|
| Kraftstoffverbrauch |
|
|
| 90 km/h |
l/100 km |
4,7 |
| 120 km/h |
l/100 km |
5,5 |
| Beschleunigung |
|
|
| 0-100 km/h |
s |
2,8 |
| 0-1000 m |
s |
- |
| Höchstgeschwindigkeit |
km/h |
Zonko schaffte
Tacho 285
Ich nur lausige 265 |
Text: NastyNils
Photos: BMW
Ralph Wagner |