Die Honda Fireblade
hatte sich über Jahre hinweg ein klares Image aufgebaut. Sie war nie die
stärkste 1000er, aber immer jene auf deren angenehmen Drehmomentverlauf
und kultivierten Motor man sich verlassen konnte. Sie war immer einfach
zu fahren und erleichterte Piloten aller Könnensklassen die
Bestzeitenjagd. Auch heuer wieder, beim Test in Portimao, besohlt mit
dem neuen Bridgestone S20 machte sie eine gute Figur. Doch hier, beim
Vergleichstest in Alcarraz verwunderte sie die Testcrew. Irgendwie
bekamen wir kein anständiges Setup zustande. Alle anderen acht
Motorräder standen längst in Bestform bereit, mit Ausnahme der Panigale,
die bei der Traktion etwas Probleme machte. Aber auch die Honda konnte
nicht ihre guten Tugenden in Szene setzen. Sie fuhr etwas teigig, nicht
präzise genug und wirkte etwas plump, monierte die Testcrew. Alle bis
auf den speedgierigen Testpiloten Freddy aus Schweden, der die
Zweifler zum Schweigen brachte und eine mörder Rundenzeit in den Asphalt
brannte (siehe
Video).
ungewohnte Setupprobleme

Doch die entspannte Ausgewogenheit und die knackige Lenkpräzision
stellten sich diesmal nicht ein. Möglicherweise kommt die CBR mit dem
Reifen nicht so gut zurecht oder die Strecke ist kein Heimspiel für sie
- das wird diesmal keine Glanzvorstellung werden.
Pluspunkte auf der Landstraße
Eine Woche zuvor, bei der Ausfahrt auf der Landstraße, sammelte die
CBR mehr Pluspunkte. Der bekannt gute Motor setzte sich gut in Szene,
das ABS bot Sicherheit und man konnte super geschmeidig und flink die
Landstraße inhallieren.
Beim Thema Sitzposition schieden sich dann aber wieder die Geister. Die
kleineren Piloten waren begeistert, den größeren Piloten waren die
Rasten zu hoch und zu weit vorne montiert.

Beim Thema Motorleistung kann die Honda in vielen Streckenabschnitten
mithalten, dort wo Spitzenleistung gefragt ist, hat sie aber gegen BMW,
Kawa und Ducati keine Chance. Auch bietet die Honda nach wie vor keine
Traktionskontrolle, sondern nur ein ABS System an Bord. Beim aktuellen
Preisniveau der 1000er darf man ja bei keinem Motorrad von einem
Schnäppchen sprechen, die Honda ist aber immer noch am unteren Ende der
Preisskala angesiedelt. Das darf man bei Vergleichen mit der Panigale
oder auch der Aprilia RSV4 Factory nicht vergessen.
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