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Trixi |
Honda PCX |
27.10.2011 |
Druck
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Wenn ein Mensch steht, läuft er nicht. Beim Honda PCX ist das ganz genauso.
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Honda PCX125
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| Sparen
muss nicht verzichten bedeuten, und wenig(er) trinken kann durchaus Spaß
machen. |
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Honda hat das Roller-Programm kräftig ausgebaut, das Angebot alleine in
der 125er-Klasse ist vielfältig wie noch nie zuvor. Ein ganz besonderer
Vertreter unter den Achtelliter-Scootern ist der PCX: Er ist ein
Sprit-Sparmeister, dank (abschaltbarem) Start-Stopp-System. Das ist
jedoch nicht sein einziges Talent: Er ist auffallend fesch gestylt und
offeriert eine in dieser Klasse außergewöhnliche Stauraum-Variabilität.
Es begab sich an einer jener Wiener Kreuzungen, an der die Grün-Phasen
ultrakurz und die Rot-Phasen extralang sind, als mir eine ältere Dame
die linke Schulter tätschelt: „Das ist aber brav, dass sie den Motor
abstellen“, sagt sie. „Danke“, sag ich zurück: „Aber ich war’s nicht!“
„Ach so?“ kommt’s mit tausend Fragezeichen zurück. Nun ja, die Rot-Phase
ist lange genug, um den Erklärungsbedarf der freundlichen Passantin zu
befriedigen: „Der hat ein Start-Stopp-System.“ Die Reaktion: noch mehr
Fragezeichen. „Was heißt denn das?“ „Der stellt sich automatisch ab,
wenn er steht.“ „Was es alles gibt!“ höre ich noch. Dann wird’s grün. |
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Brav, dass sie den Motor abstellen. |
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Andere sehen das weniger positiv, im ersten Moment. Nächste Ampel,
nächste ultrakurze Grün-, extralange Rot-Phase: „Hearst, Oide, dei
Reib’n is abgsturbn“, giftet einer, neben dem ich mich zwecks Wegspurten
an der Startlinie postiert habe, aus dem (Lieferwagen-)Fenster heraus.
Mit einem „hau ab, du hoitst mi a no auf“, erstickt er jegliche
meinerseitige Erklärungsbereitschaft. Und vergisst doch glatt, als die
Ampel auf Grün schaltet, loszufahren. |
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Weil er nämlich eh blitzartig wieder anspringt, der Honda PCX, wenn ich am Gasgriff dreh.
Und wieder eine Ampel. Wie zu erwarten: kurz grün, lange rot. Und siehe
da, es gibt auch Ovationen: „Fesch ist der“, meint einer, der mir auch
gleich erzählt, dass er sich grad einen Roller kaufen will, und dem es
gut gefällt, dass bei Honda auch die Scooter so ein scharfes und doch
freundliches G’schau haben wie die großen, schnellen Eisen. Der will
auch gerne hören, was der PCX so Besonderes kann, und er lässt sich das
Start-Stopp-System nicht nur erklären, sondern auch vorführen. „Aber ich
hör ja gar keinen Starter!“ Aha, ein Fachmann. Er kann ihn nicht hören,
weil das Start-Stopp-System des PCX nicht über einen Startermotor
agiert, sondern über die Lichtmaschine. Deren Rotor fungiert nämlich,
quasi in Umkehrfunktion, gleichzeitig als Starter. |
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Superb abgestimmte Variomatik. |
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In der Praxis funktioniert das so, dass sich der Einzylinder bei
Stillstand (an der Kreuzung oder zu einem kurzen Pläuschchen)
automatisch nach drei Sekunden abstellt, sobald der Motor warmgelaufen
ist. Bedenken, dass das Aggregat in der Anroll-Phase – wenn zu erwarten
ist, dass es eh gleich grün wird und man nicht stehenbleiben und die
Füße runterstellen will – ausgeht, sind unbegründet. Auf Standby geht’s
erst, wenn das Fahrzeug wirklich steht. Um ihn wieder zum Leben zu
erwecken, genügt ein Milli-Millimeter Drehen am Gasgriff, und der Motor
säuselt munter, dabei flüsterleise weiter. Dank superb abgestimmter
Variomatik ist Vortrieb verzögerungsfrei und spontan vorhanden. Wem das
Ganze trotzdem suspekt vorkommt: Die Leerlaufabschaltung ist – per
Tastendruck - abschaltbar. Tut man das, verzichtet man auf die
Benzin-Ersparnis von rund fünf Prozent und muss früher zur Tankstelle. |
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Eines darf man nicht tun:
Aufstehen. |
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Denn mit dem Start-Stopp-System geben die Honda-Techniker einen
Verbrauch von 2,1 Liter Sprit auf 100 Kilometern an. Das macht bei einem
Tankinhalt von 6,2 Litern fast 300 Kilometer Reichweite. Da sollte bei
einer täglichen Kilometerleistung von rund 40 km einmal Volltanken
locker für eine Woche reichen. Eines darf man bei stillgelegtem Motor
nicht tun: Aufstehen. Sprich den Kontakt zwischen Popo und Sitzbank
unterbrechen, aus welchem Grund auch immer, entweder, um sich
Verkehrsüberblick zu verschaffen oder weshalb auch sonst. Denn das
signalisiert den Sensoren, dass der Pilot abgestiegen ist. Ob aus freien
oder unfreien Stücken, das ist dem System egal, dann stellt sich der
Motor wirklich ab. Die Start-Zeremonie folgt sodann den üblichen Regeln:
Zündung (erst aus, dann) an und Knopf drücken. |
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Was der PCX sonst noch kann: Er macht was her. Er wirkt optisch gar
nicht klein, ist aber – vollgetankt – nur 124,4 Kilo schwer. Er wirkt
auch freundlich, was vielleicht an seiner Herkunft liegt. Er wird in
Thailand, dem Land des Lächelns, gebaut. Unter strenger japanischer
Aufsicht. Damit erfüllt er alle Erwartungen, die man an einen/eine Honda
hat: blitzsaubere und solide Verarbeitung, durchdachte Detaillösungen,
die – auf den ostasiatischen Markt zugeschnitten – auch eine spezielle
Langfinger-Abwehr inkludieren: Das Zündschloss kann mit einem
Schlüssel-Dreh dergestalt blockiert werden, dass man nicht darin
herumfuhrwerken kann. Und die Sitzbank sowie die Tankklappe kann nur
dann – per Tastendruck – geöffnet werden, wenn das Gefährt auf dem
Hauptständer steht. |
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Topspeed 100 km/h. |
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Apropos Sitzbank. Darunter befindet sich ein Stauraum, der die
Aufnahmefähigkeit eines Integralhelmes nicht bloß verspricht, sondern
auch hält. Und zwar ohne Fummelei. Das ist in der Achtelliter-Klasse
absolut beachtenswert. Die Handschuhe übrigens kann man entweder in den
Helm stopfen oder, wenn es dünne sind, auch ins Staufach in der
Frontschürze.
Die gebotene Leistung, die das erlaubte Limit von 15 PS nicht ausnützt,
ist kein Grund, sich nicht vorne, an der Startlinie, aufzustellen. Die
11,3 PS sind absolut ausreichend, denn der PCX ist nicht nur ein
Blitz-Starter, sondern auch ein Blitz-Sprinter. Mit der reell
erreichbaren Top-Speed von knapp 100 km/h kommt man auf der
Stadtautobahn gut aus und auf kurzen Landstraßen-Abschnitten ebenso
einigermaßen. |
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Aber auf die Autobahn gehört er definitiv nicht – doch dafür ist er ja
nicht gebaut, sondern für das Dickicht der Städte. Und dort macht er
einfach Spaß! Er spurt auf seinen 14-Zöllern stabil dahin, lässt sich am
breiten Rohrlenker präzise um die Ecken schwenken, bietet knackigen,
stuckerfreien Federungskomfort, tolle Ausgewogenheit und enttäuscht auch
beim Bremsen – vorne via Scheibe, hinten via Trommel - ganz und gar
nicht. Alleine deshalb schon weil Honda auch den Kleinsten und
Günstigsten wie dem wohlfeilen PCX ein kombiniertes Anker-System
spendiert. Er ist in Schwarz, Weiß und/oder Silber zu haben. |
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Text: Trixi Keckeis
Fotos: Honda
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| 1000ps Data Recording |
Honda PCX |
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online seit : 119 Tagen |
gelesen: 8418 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: HONDA PCX 125 |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 41,67 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 41,67 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Honda PCX von
Trixi |
Photos: |
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Text: |
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