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nastynils |
SM-T vs. Multistrada |
26.08.2011 |
Druck
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Kampf der Kurvenräuber. Ducati vs. KTM. Hightech vs. Maschinenbau.
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Multistrada vs. SMT
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Der Vergleich ist naheliegend. Die KTM 990 SM-T
genießt einen guten Ruf in den Bergen, die Multistrada 1200 möchte mit 150 PS den Olymp der Andrücker-Geräte stürmen. Welche ist schneller?
Welche ist besser? |
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Hätte dieses Duell vor einigen Jahren statt gefunden, wäre wohl nicht
die Multistrada gegen die KTM angetreten, sondern die Hypermotard. Zwar
mit weniger Komfort, weniger Power und wesentlich weniger Sicherheit,
aber auf einer Stufe der Radikalität, wie sie sogar die Mattighofener
nur selten zu betreten wagen. Doch während die SM-T eine christliche,
gesellschaftlich eher tolerierte Form der 990 Supermoto darstellt,
inhalierte die neue
Multistrada offenbar den teuflischen Geist der Hyper und mutierte zum Tier. Auf
seiner Stirn steht aber nicht 666, sondern
1200. Das dunkle Teststretta-Herz mit 1198 Kubik leistet 150 PS und hat
einen Blutdruck von 118,7 Nm. Das Böse war schon immer eine starke Kraft
auf dieser Welt. Wie sich die rote Multi und die schneeweiße SM-T so
gegenüber stehen, erinnert das wirklich an den Urkampf der Mächte aus
Himmel und Hölle. Und an einen Vers aus dem legendären Hit über
moralische Zwickmühlen, ‚Jein’ von Fettes Brot: „Engel links, Teufel
rechts, lechz.“ |
150 PS und ein Blutdruck von 118,7 Nm.
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Irgendwie haben wir den Vergleichstest zwischen Multi und SM-T bisher
verschlafen. Doch als wir die beiden Kurven-Geräte im
Highbike
Testcenter in Ischgl nebeneinander stehen sahen, war klar, dass wir
unsere Fehdehandschuhe anziehen müssen. Wir wollen es wissen und auch
unsere Leser wollen es wissen: Welche ist schneller? Beginnen wir gleich
mal mit dem Teil, der normalerweise das Ende eines jeden Testberichtes
darstellt: Den Kosten. Die Multistrada ist deutlich teurer (je nach
gewählter Ausstattung, in jedem Fall ein paar Tausender). Wir dürfen das nicht aus den Augen verlieren,
wenn wir die beiden Kontrahenten aufeinander loslassen. Der Motor der KTM kann
auf 1000 ccm Hubraum zurückgreifen, bietet 97 Nm Drehmoment und leistet 114 PS. |
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Ducatis Testastretta mit 150 sportlichen Italogäule gegen KTMs deutlich
schwächeren LC8 Motor. |
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Beim Beschleunigungsvergleich gegen die Stoppuhr verliert die KTM von 0-200 km/h
auf die Ducati ca. 2 Sekunden.
Im Sattel der beiden Motorräder könnte man sich unterschiedlicher nicht
fühlen. Die Ducati Multistrada bietet ein tolles grafisches Infodisplay,
ein Vergleich mit jenem Museumsteil der KTM wäre beinahe schon eine
Beleidigung – für die Ducati. Bei der Ducati geht ohne Elektronik gar
nichts und auf Wunsch kann man auch das Fahrwerk per Knopfdruck auf den
jeweiligen Gusto einstellen. Auch ABS, Traktionskontrolle und
Motoransprechverhalten sowie die Spitzenleistung lassen sich bei der
Ducati im Daumenkino in vier verschiedene Modi stellen: Urban, Touring,
Sport und Enduro. |
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Die KTM ist immer noch ein Puristenbike. Das kann man an ihr kritisieren
oder auch lieben. Denn sie definiert sich nicht durch irgendwelche
Gimmicks, sondern durch knallharte Fahrleistungen. Das gesamte Chassis
samt Stahlrohrrahmen, Achsaufnahmen, Federelemente, Gabelbrücken und
Lenker sind von feinster Güte. Irgendwie schwebt ja noch immer der
Dakargeist über diesen Zweizylindermodellen von KTM und ebenso
unzerstörbar und unverwindbar sieht das gesamte nackte Fahrzeug auch
aus. In die Mitte wurde ein gut dimensionierter Motor gesteckt, ein paar
Verkleidungsteile raufgepackt und fertig ist die komfortable
Fahrmaschine.
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Zu Beginn des Vergleiches waren wir uns sicher, dass die teurere und
stärkere Multistrada die KTM wird einstampfen können. Doch nach einer
langen Alpentour über diverse Pässe war klar, dass man genauer hinsehen
muss. Die KTM ist einfach nicht zu biegen! Sie ist schnell und kann auch
mit 150 PS nicht so leicht überholt werden. Warum? An der
Hotelbar im
Hotel Yscla in Ischgl wurde hitzig diskutiert. Die KTM war am
Kurveneingang einfach überlegen. Das Motorrad aus Mattighofen hat eben Supermoto-Gene in sich und lässt eine beinahe schon irr schnelle
Linienwahl zu. Die Multistrada ist die Kreuzung von einem Supersportler
mit einer Reieseenduro und bietet die Leistung vom Sportler und den
Komfort der Enduro.
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5% weniger Speed, dafür 50% mehr Komfort.
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Am Kurveneingang ist sie de4shalb weniger direkt und
aggressiv, dafür eben deutlich komfortabler. Am Pass fährt man mit der
KTM also schneller, mit der Multi aber länger. Sie bietet vielleicht 5%
weniger Speed, dafür aber 50% mehr Komfort. Eine glasklare Sache ist das
Duell dort, wo die Multi ein wenig auf Drehzahl kommt. Also bei längeren
Geraden zwischen den Passkehren oder auch in den schnellen Kurven. Da
kann die Multi die Leistung gnadenlos ausspielen und auch den vollen
Kurvenspeed fahren. |
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Bei der Bremserei schenken sich zumindest vorne beide Kontrahenten
nichts. Auch beim ABS sind beide auf einem hohen Niveau, das Teil an der
KTM ist noch eine Spur sportlicher ausgelegt. Es sollte auch Puristen
zufriedenstellen. Die Hinterbremse ist an der KTM deutlich besser. |
Der Test öffnet schonungslos die Augen.
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Die Laufkultur der beiden V2-Motoren ist in Ordnung, zumindest dann, wenn
man V2 Motoren liebt. Das Vibrationsniveau ist nun mal höher als bei
einer GS oder auch bei der neuen Tiger 800. In den Rückspiegeln beider
Kontrahenten ist der jeweils andere immer nur verschwommen wahrzunehmen.
Gut, dass sie normalerweise in Rot und Orange auch als Farbfleck immer noch ins Auge
stechen. Bei unseren Testbikes hatten wir teilweise weiße Exemplare zur
Auswahl.
Der Test hielt uns zwei Dinge schonungslos vor die Augen. Zum einen
wurde klar, wie wenig Hightech nötig ist, um richtig schnell fahren zu
können. Routine, 114 PS, ein gutes Chassis und gute Bremsen und schon
hat man ein schnelle Spaßmaschine für großartige Touren in die Berge zur
Verfügung.
Andererseits zeigte die Multistrada deutlich, wie viel Leistung man in
eine Reiseenduro stecken kann und das Motorrad dank Hightech immer noch
fahrbar bleibt. Die Traktionskontrolle, das ABS, das elektronisch
einstellbare Fahrwerk und die verschiedenen Fahrmodi schaffen es, 150
fahrbare und nutzbare PS zu implementieren. Insgesamt ist die Multistrada das etwas vielseitigere Motorrad. Sie ist eine vollwertige
Reisemaschine, welche Dich auch mit Sozia und Gepäck sehr glücklich
macht. Auf der anderen Seite aber auch eine grimmig schnelle
Sportmaschine. Die KTM ist und bleibt eine Reisesupermoto, die man
eher alleine genießt und perfekt zu Wochenendtouren passt. Sie gehört
auch ohne Hightech immer noch zu den besten Motorrädern am Markt, könnte
aber bei einigen Details zumindest in Sachen Optik eine Modernisierung
vertragen.
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Text:
NastyNils
Fotos: 1000ps, Werk
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| 1000ps Data Recording |
SM-T vs. Multistrada |
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online seit : 181 Tagen |
gelesen: 16272 mal |
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ein Kauf heuer kommt für 18,03 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 37,70 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung für Bike: KTM 990 Supermoto T |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 21,31 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 42,62 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: SM-T vs. Multistrada von
nastynils |
Photos: |
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