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Die quer zur Fahrtrichtung gezogenen Lamellen, die so genannten Sipes,
reichen bis zum Profilgrund und sollen die Leistungsfähigkeit des
Reifens bis zu seinem Dienstende auf einem hohen Niveau halten. Vor
allem aber sollen sie den Wasserfilm auf der Straße durchbrechen und die
Flüssigkeit besser verdrängen. So können die Reifen den Kontakt zur
Straße auch bei widrigsten Verhältnissen aufrecht erhalten. Das Profil
des Hinterreifens unterscheidet sich stark von dem des Vorderreifens.
Lamellen fehlen, dafür verfügt der Gummi über zahlreiche, zusätzliche
Ausnehmungen zur Aufnahme von Wasser, das seitlich abgeleitet werden
kann. Extreme Conditions herrschten bei unserer kurzen Ausfahrt durch
den Schwarzwald nicht gerade vor, schon eher Idealbedingungen. Über 20
Grad, Sonnenschein, trockene Straßen. Die Auswahl der Motorräder
spiegelte die universelle Einsatzfähigkeit des Pilot Road wider: Ducati
Monster 796, Hypermotard 1200, BMW K 1300 S, F 800 ST, Moto Guzzi Griso,
Suzuki GSX-F1250, Yamaha FZ8, Triumph Daytona 955i...Bei erhöhter
Schlagzahl auf teils in die Jahre gekommenem Asphalt erlaubte sich der
außergewöhnliche Gummi keinen Schnitzer. Besonders bei Brems- und
Einlenkmanövern konnte der Reifen eine grundsolide Leistung abliefern. Schräglagengrip
passt, das Handling ist nicht hervorragend aber klassentypisch. Ob die
Lammellen auf nasser Fahrbahn nun halten, was Michelin verspricht, kann
ich mangels Regen leider nicht bestätigen. Von der DEKRA durchgeführte
Tests haben aber gezeigt, dass die neue Technologie bestens
funktioniert. |