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| vauli |
Suzuki GSR 750 |
15.04.2011 |
Druck
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Endlich schickt auch Suzuki mit der GSR 750 ein Dreiviertelliter-Naked Bike ins Rennen.
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Suzuki
GSR 750
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Wer die neue Suzuki GSR 750 sieht, traut ihr
bereits im Stand zu, dass sie die Konkurrenz ordentlich versägt.
Wir klären, warum sie nicht 150 PS hat, Kompromisse manchmal die beste
Wahl sind und keine Sonderangebote plötzlich doch welche werden. |
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Normalerweise beginne ich bei meinen Motorrad-Tests gerne mit den
positiven Aspekten einer Maschine, um ihr dann am Ende noch ein kleines
Hackel ins Kreuz zu hauen – nennen wir es Nörgeln auf hohem Niveau, bei
den meisten Motorrädern muss man nämlich schon ziemlich gründlich nach
Fehlern suchen. Bei der brandneuen Suzuki GSR 750 beginne ich aber nun
gleich mit dem berüchtigten Hackel ins Kreuz: Sie ist kein
Sonderangebot. Mit ist sie in der Klasse der
Dreiviertelliter-Naked Bikes Suzuki-untypisch weit oben angesiedelt.
Legt man nur drei grüne Scheine drauf, bekommt man die Kawasaki Z750 R
mit voll verstellbarem Fahrwerk bei gleicher Motorleistung. |
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Was also kann die GSR 750 so viel besser, dass sich die Investition
lohnen könnte? Nun, mit einem besonders guten Argument kann sie bereits
im Stand auftrumpfen: Ihr eng geschnittenes Kleid ist eine Wucht!
Herrlich ausbalanciert sind sowohl die kantige Front als auch das
schmale Heck besonders scharf gezeichnet, die ansteigende Linie im
Tankbereich gibt ihr bereits am Parkplatz eine gute Zeit beim Sprint auf
100. Da haben sich die Designer wirklich Mühe gegeben, das ganze
Motorrad ist von vorne bis hinten stimmig. Wenn auch bei genauer
Betrachtung auffällt, dass bei der hinteren Schwinge etwas zu voreilig
der Rotstift angesetzt wurde: Das Kastenprofil hat seinen optischen Reiz
eigentlich schon vor vielen Jahren verloren, die fesche Aluschwinge der
kleinen Schwester GSR 600 (die im übrigen ab kommendem Jahr von der
750er aus dem Programm gedrängt wird) hätte bestens ins Bild der GSR 750
gepasst. |
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Wegen Mangel an Verstellmöglichkeiten,
ist das Fahrwerk ein guter
Kompromiss. |
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Allerdings kann selbst die langweilige Schwinge das hübsche Gesamtbild
nicht zerstören. Auf der rechten Seite wird der Schandfleck ohnehin vom
feschen Endtopf abgedeckt. Jedenfalls hat die minimalistische Lösung
auch etwas gutes, sie spart nicht nur Kosten bei der Herstellung sondern
auch Gewicht. Mit 210 Kilo fahrfertig wiegt die GSR 750 nur zwei Kilo
mehr als die kleine Schwester, deren Grundlayout des Rahmens die Neue
auch übernimmt. Der Doppelschleifen-Stahlrahmen ist zwar schwerer als
ein vergleichbarer Alurahmen, bietet dennoch die nötige Stabilität, die
auf einer sportlichen Nackten erwartet werden darf. |
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Besonders gelungen ist in diesem Zusammenhang die Abstimmung der
Federelemente. Trotz des Verzichts auf ein verstellbares Fahrwerk bieten
sowohl die vordere Upside-Down-Gabel mit 41 Millimeter Durchmesser von
Kayaba als auch das hintere Mono-Federbein, ebenfalls von Kayaba, einen
gelungenen Kompromiss zwischen Sport und Komfort. Man kann mit der GSR
750 getrost über schlechte Pisten rattern, ohne dass dabei die Plomben
aus den Zähnen fallen, man kann aber auch auf der Landstraße ordentlich
Stoff geben und in kurvigen Passagen auf das stabile und sensible
Fahrwerk vertrauen. |
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Die Bremse verzichtet auf aktuelle Trends wie
radial verschraubte Zangen. |
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Ähnlich kompromissbereit präsentiert sich die Bremse. Damit die
Zweikolbenzangen angemessen in die 310-Millimeter-Scheiben an der Front
beißen, bedarf es schon ordentlicher Handkraft. Für die ganz sportliche
Fraktion vielleicht etwas zu zahm, ist die gutmütige Auslegung bei
nasser Fahrbahn aber ein Segen. Dass Suzuki auch hier auf den aktuellen
Trend der radial verschraubten Bremszangen verzichtet, kann wohl
ebenfalls nur am berüchtigten Rotstift liegen, denn schon alleine in den
Regalen der hauseigenen Supersportler liegen genügend brauchbare Anlagen
herum.
Apropos Supersportler – das Triebwerk aus der potenten GSX-R 750 darf
nun endlich auch in einem Naked Bike seinen Dienst verrichten, lange
genug hat es darauf warten müssen. Allerdings vergönnt man der GSR 750
nicht die volle Leistung der Supersportlerin, nach tief greifenden
Änderungen bleiben 106 PS bei 10.200 Touren übrig, das Drehmoment wird
mit ordentlichen 80 Newtonmetern bei 9000 Umdrehungen angegeben. Viel
wichtiger ist jedoch, dass die Dreiviertelliter-GSR bereits ab 2500
Touren ohne Rütteln und Abbeuteln geschmeidig hoch dreht und ab 4000
Umdrehungen ein Großteil der Kraft zur Verfügung steht. Schluss mit
Lustig ist dann bei 11.500 Umdrehungen und auch der Begrenzer setzt
recht sanft ein. Warum die Suzuki-Ingenieure der GSR 750 nicht gleich
120 PS oder mehr gelassen haben um die Konkurrenz in den Boden zu
stampfen, ist für uns Österreichern natürlich traurig. Der Grund für die
arg gekappte Leistung ist aber, dass das neue Naked Bike vor allem den
französischen Markt aufmischen soll und dort gelten eben andere Regeln
als bei uns. |
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Der Motor aus dem Supersportler
gibt sich extrem harmonisch und seidig. |
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Es wäre nämlich ein leichtes gewesen, mehr Leistung aus dem brachialen
Supersport-Triebwerk zu generieren, immerhin verfügt auch der Motor der
GSR über die moderne Doppeldrosselklappen-Technik SDTV, vier Ventile pro
Zylinder und Iridium-Zündkerzen. Lediglich auf die Ventilationslöcher
zwischen den Hohlräumen unter den Kolben muss man verzichten. Allerdings
können diese Löcher ihren Vorteil ohnehin erst bei sehr hohen Drehzahlen
ausspielen – und die erreicht die GSR 750 nicht. |
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Brillieren kann die neue GSR 750 schließlich bei der Gestaltung der
Armaturen, da macht Suzuki niemand etwas vor. Das Cockpit zeigt
jedenfalls, wie aufgeräumt eine Informationszentrale sein kann:
Digitaler Tacho und analoger Drehzahlmesser sind bestens ablesbar, die
Tankuhr informiert detailliert über die Restfüllung des riesigen, 17,5
Liter fassenden Tanks und auf eine mittig platzierte Ganganzeige muss
man bei Suzuki auf fast keinem Modell mehr verzichten. Ebenfalls positiv
fällt die richtige Wahl der Bereifung auf, der Bridgestone BT-016 im
180er-Format vermittelt viel Handlichkeit und ist mit seinem hohen
Silica-Anteil auch bestens für nasse Fahrbahnen gerüstet. |
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Insgesamt kann die neue Suzuki GSR 750 also durchaus überzeugen: Ein
rattenscharfes Design mit aggressiver Front und schmalem Heck – wie es
sich hurtige Straßenräuber immer schon gewünscht haben. Dass dabei die
hintere Schwinge vernachlässigt wurde (offiziell aus Gewichts-,
inoffiziell aus Kostengründen), ist verkraftbar, zumal die Performance
während der Fahrt sowohl bei hohem Tempo als auch im engen Winkelwerk
stimmt. Herrlich agiert dabei auch der Motor, seidig von unten heraus
schiebt er ordentlich an und kann auch mit seinem sonoren Sound
überzeugen - man konnte ja nicht uneingeschränkt davon ausgehen, dass es
die Techniker schaffen würden, das hochgezüchtete Supersport-Triebwerk
aus der GSX-R 750 durch gezielte Änderungen derart harmonisch zu machen.
Bedenkt man nun, dass die GSR 750 eigentlich auch gegen die großen
1000er-Naked Bikes der Konkurrenz antreten muss (eine GSR 1000 gibt es
ja leider noch nicht), kann sie eigentlich doch als Sonderangebot
gesehen werden – man muss nur fest daran glauben. |
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Suzuki GSR 750 - Bilder |
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Hier gehts zur Slideshow mit Details und Fahraufnahmen. (bei Sonne und
Regen) |
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Suzuki GSR 750 - Technische Daten |
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| Motor |
4-Zylinder Reihenmotor, 4-Takt, 16V, DOHC |
| Hubraum |
749 ccm |
| Bohrung x Hub |
72 x 46 mm |
| Leistung |
106 PS bei 10200 U/min |
| Drehmoment |
80 Nm bei 9000 U/min |
| Verdichtung |
12,3 : 1 |
| Gemischaufbereitung |
SDTV Benzineinspritzung mit 38mm und ISC |
| Antrieb |
Kette |
| Getriebe |
6-Gang |
| Rahmen |
Brückenrahmen, Stahl |
| Fahrwerk vorne |
41 mm Up-Side down Teleskopgabel |
| Fahrwerk hinten |
Zentralfederbein, Federvorspannung
einstellbar |
| Bremsen vorne |
2 Scheibenbremsen 310 mm; Doppelkolben |
| Bremsen hinten |
1 Scheibenbremse 240 mm, Ein Kolben
Bremssattel |
| Reifen vorne |
120/70 ZR17 |
| Reifen hinten |
180/55 17 |
| Länge |
2115 mm |
| Breite |
785 mm |
| Höhe |
1125 mm |
| Sitzhöhe |
815 mm |
| Radstand |
1450 mm |
| Tankinhalt |
17,5 l |
| Gewicht fahrbereit |
211 kg |
| Farbe |
Glass Sparkle Black, Glass Sparkle
Black/Pearl Mira Red, Pearl Glacier White |
| Höchstgeschwindigkeit |
220 km/h |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Interessante Links:
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Text: Vauli, 1000PS
Fotos: Vauli, Suzuki |
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| 1000ps Data Recording |
Suzuki GSR 750 |
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online seit : 314 Tagen |
gelesen: 31187 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: SUZUKI GSR 750 |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 28,89 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 31,11 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Suzuki GSR 750 von
vauli |
Photos: |
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Text: |
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