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kot, 1000PS.at: Die CBR1000RR
Fireblade schafft es auf der einen Seite, sogar weniger erfahrenen Lenkern eine
unkomplizierte, relativ sichere Bedienung zu ermöglichen, macht aber auf der
anderen Seite motivierten Piloten auf der Rennstrecke das Leben schwer. Aus der
kompakten Geometrie wird für große Fahrer der Vorteil schnell zum Nachteil, die
Agilität mündet im Grenzbereich aufgrund mangelnder Dämpfung in zu wenig Gefühl
für das Hinterrad. Beste Verarbeitungsqualität in allen Bereichen und ein
standfester, hoch entwickelter Motor mit Steigerungspotenzial bieten eine
hervorragende Basis. Weil sie aber in beiden Welten, auf der Straße und auf der
Rennstrecke, gleichermaßen zu Hause sein will, sind Änderungen am Fahrwerk für
den motivierten Rennstreckenbetrieb unbedingt zu empfehlen.
Wo investieren: Wir haben Martin
Bauer, der mit der CBR1000RR zweimal die Internationale Deutsche
Meisterschaft gewinnen konnte, zu seinen persönlichen Tuningtipps für die
Fireblade befragt. "Die CBR ist von Grund auf ein sehr ausgewogenes Motorrad.
Die Geometrie stimmt bereits von der Serie heraus ganz gut. Sie fährt sich agil
und hat trotzdem genug Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Deshalb braucht
man hier eigentlich nicht viel machen. Was allerdings etwas fehlt ist die
Dämpfung in den Federelementen. Diese sind für den Straßenbetrieb gut ausgelegt,
haben aber besonders im Rennstreckeneinsatz zu wenig Dämpfung. Dies führt bei
höheren Belastungen (Rennstrecke) zu viel Eigenbewegung im Fahrwerk. Das ist
grundsätzlich nicht schlimm, nur geht dabei das Gefühl und das Feedback zu den
Reifen verloren. Gerade Anfänger tun sich dann bald mal schwer, die Situation
richtig einzuschätzen. Rutscht der Reifen bereits oder ist das nur die Bewegung
im Chassis. Deshalb kann man hier mit Anpassung der Dämpfung sehr viel erreichen
und das Motorrad fit für die Rennstrecke machen.
Beim originalen Federbein stößt man dabei aber schnell an die Grenzen. Es ist
zwar verstellbar, deckt dabei aber nur einen zu kleinen Bereich ab (besonders
bei Rennstreckenbetrieb). Dadurch kann man das Federbein nicht in den optimalen
Dämpfungsbereich bringen. Man kommt hier um einen Austausch nicht herum. Bei der
Gabel ist es ähnlich. Diese ist ebenfalls für die Rennstrecke etwas zu soft,
auch mit stark geschlossenen Einstellungen. Hier braucht man aber nicht die
Gabel tauschen, sondern kann einfach das Setting ändern und für die Rennstrecke
anpassen. Wir haben einen Weg gefunden, dies ohne großen Aufwand durchführen zu
können. Mit dem angepassten Fahrwerk fährt sich das Motorrad viel direkter und
gibt wesentlich mehr Rückmeldung an den Fahrer weiter. Zusätzlich baut die
angepasste Dämpfung mehr Grip auf und ermöglicht so früheres Gasanlegen in
Schräglage. Auch beim Anbremsen taucht die Gabel dann nicht mehr so tief bzw. so
schnell ein -> späteres Bremsen möglich. Wenn
man noch etwas an Performance rausholen möchte, kann man den Endschaldämpfer
tauschen. Da der originale wirklich sehr schwer ist, kann man mit einem
einfachen Slip On schon viele Kilos sparen. Hier geht es mehr um das Gewicht als
um die Leistung, denn der originale Endschalldämpfer besitzt ein sehr gut
durchdachtes Gasführungssystem. Dieses sorgt eben für die Einhaltung der
gesetzlichen Werte ohne dabei die Leistung zu stark zu beeinflussen. Deshalb ist
dieser auch sehr schwer geworden, leistungstechnisch aber nicht leicht zu
überbieten.
Um das alles aufeinander abzustimmen, kann das Gemisch mittels Power Commander
an das geänderte Abgassystem angepasst werden. Dadurch ist es auch möglich, das
Ansprechverhalten des Motors noch sanfter zu gestallten. Was bei den flotteren
Fahrern ebenfalls von Vorteil ist, wäre der Anbau von Stahlflex Bremsleitungen.
Das kostet nicht viel, hilft aber Bremsleistung und Druckpunkt deutlich länger
stabil zu halten. Dies ist bei der ABS Version nicht notwendig, da dort der
Druckpunkt immer vom System nachreguliert wird.
Zur Orientierung ein paar Preise von http://www.bikeperformance.at/. Ein
rennstreckentaugliches Federbein gibt ab € 849,- und die
Gabelüberarbeitung für die Rennstrecke ist bereits für € 349,- (bei Anlieferung
der ausgebauten Holme) machbar. Den Remus Slip On ohne Kat hat Bauer ebenfalls
ab € 540,- im Programm. Power Commander V inkl. O2 Eliminator um € 350,-,
Stahlflex Bremsleitung vorne 2-teilig ab € 110,-. Die Preise sind alle inkl.
Mwst. und beinhalten keinen Einbau.
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