|
Die XJR ist ein unverfälschter Vertreter der großen Naked-Bikes geblieben.
Ihre Manieren haben durch die fein abgestimmte Einspritzanlage an
Kultiviertheit gewonnen, ein Startritual oder gar einen Choke kann man
getrost vergessen. Eine S-Version wie bei Kawa und Bandit gibt es dagegen
immer noch nicht: Wer XJR sagt, meint richtig nackt. Das ist auch
modellpolitisch schlüssig, gibt es doch aus gleichem Haus (aber um rund EUR
7.000,- mehr) die FJR 1300 für die verkleidungssüchtige Hightech-Fraktion.
Ob man der klassischen Optik der XJR ein Kofferset oder gar eine
Nachrüstverkleidung antun möchte, muss jeder mit seinem Gewissen und seinem
Stilempfinden vereinbaren.
Im Vergleich zu den Mitbewerbern (Suzuki Bandit und Honda CBF) punktet
die XJR mit der authentischen Big Bike Optik. Einige Interessenten werden
jedoch schade finden, dass es die XJR 1300 immer noch nicht mit ABS gibt. Für häufigen Soziusbetrieb und entspannte
Langstrecken diesseits des 180 km/h-Schnitts empfiehlt sich die potente
Yamaha mit ihrer Kombination aus souverän-weichem Motor und
langstreckentauglichem Gestühl jedenfalls wärmstens. |