In Murgab gibt es aber nun eine schlechte Nachricht. Die Grenze zu
Kirgisistan ist vorübergehend geschlossen. Die Unruhen im Süden des
Landes haben sich zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Wir müssen Kirgistan
umfahren, ein Umweg von fast 2000 km liegt vor uns.
Nach 15.323 km sind wir nun in Barnaul (Westsibirien) angekommen. Meine
Adventure hat sich ein kleines Service verdient und die Reifen müssen
gewechselt werden. Maxim ist der einzige KTM Händler im Umkreis von ein
paar Tausend Kilometern.Auf neuen Pirelli Scorpion Rallys geht es weiter in die Westmongolei, wo
Asphalt noch ein Fremdwort ist. Mit unserem großen Motorrad sind wir
natürlich für die hier lebenden Nomaden eine riesen Attraktion, über die
sie noch lange sprechen werden. Als Begrüßungstrunk gibt es gesalzenen
Milchtee und wir werden zusätzlich auch noch zum Abendessen eingeladen.
Der Tee schmeckt zwar etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber gar nicht so
schlecht, nur die nun folgende fette Hammelsuppe ist eine echte
Herausforderung für unsere Geschmacksnerven. Die fettesten Fleischteile
landen alle auf meinem Teller, sie gelten bei den Nomaden als besondere
Delikatesse. Gott sei Dank hatte ich noch eine kleine Flasche Wodka im
Zelt, rein prophylaktisch. |