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Tagebuch einer
Türkeirundfahrt |
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Reisedatum: 20. August bis 9.
September |
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Teilnehmer… |
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Harald Fuchs: Reiseplaner und Tourguide
Motorrad: KTM LC8 Adventure S
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Markus Wiesauer: Koordinator für
Zugreservierung, Landesbestimmungen, Impfungen etc.
Motorrad: Yamaha XTZ 750 Supertenere
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Thomas Puscher: Ruhepol in kniffligen
Situationen (nicht seine erste Adventure Reise)
Motorrad: KTM LC8 Adventure
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Helmut Eder: Berichterstatter, Koch etc.
Motorrad: Yamaha XTZ 750 Supertenere
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Kurzbericht der Reiseroute |
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Von Jeging (Oberösterreich, nähe Mattighofen) aus
fuhren wir mit dem Motorrad nach Villach, von dort mit dem Zug nach
Edirne (Türkei), weiter durch Istanbul über den Bosporus, entlang der
Schwarzmeerküste Richtung Georgien. Danach ging es mitten durch
Süd-Ostanatolien mit großem Respektabstand zum Irak. Der weitere Weg
führte uns ans Mittelmeer in die Touristenstädte Antalya und Side. Wir
folgten der Mittelmeerküste bis nach Canakkale, von dort ging es mit der
Fähre auf den europäischen Teil der Türkei und zurück nach Edirne, wo
wir den Zug nach Österreich bestiegen… |
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Montag, 20. August: |
| Aufbruch von unserem Stammlokal um
ca. 20 Uhr, 4 Stunden Fahrt bei Regen lagen nun vor uns. |
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Dienstag, 21. August: |
| Nach einer Nacht in der
nahegelegenen 24h Tankstelle verfrachteten wir um ca. 6 Uhr morgens
unsere Motorräder in den Reisezug |
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Mittwoch, 22. August: |
| Die Zugfahrt dauerte über 30
Stunden... |
| … um ca. 16Uhr waren wir an der
bulgarisch-türkischen Grenze angekommen, wo wir uns das Visum für die
Einreise besorgen mussten! |
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Donnerstag, 23. August: |
| Nachdem wir unser erstes Zeltlager
im Dunkeln aufbauen mussten, sahen wir erst am Morgen darauf wo wir
eigentlich unsere Zelte aufgeschlagen hatten. |
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| Schon auf den ersten Kilometern
erkannten wir, dass hier alles etwas weitläufiger war als bei uns in
Österreich. Außerdem unterschied sich die türkische Fahrweise etwas von
der uns gewohnten! |
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| Um 12Uhr überquerten wir den
Bosporus, eine nicht ganz ungefährliche Aktion da vor der Mautstation
jeder der Erste sein wollte… |
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| Da wir nicht nur auf Asphalt sondern
auch auf Schotterpisten die Türkei erkunden wollten, kam es hin und
wieder, wie wir es gerne nannten, zu richtigen „Sonderprüfungen“ wo
unser ganzes fahrerische Können verlangt wurde. |
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Freitag, 24. August: |
| Und weiter ging es immer entlang der
Schwarzmeerküste. |
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| Ein netter Campingplatz in der Nähe
von Samsung, den wir aber auf Nachdruck der heimischen Polizei bei
Dunkelheit wieder räumen mussten. |
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| Samstag, 25. August: |
| Nach einer sehr kurzen Nacht sind
wir dann endlich am schwarzen Meer angekommen. Der Strand war jedoch
dicht von Zigeunern besiedelt. |
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| Mittagspause mit herrlicher
Aussicht, auf einem Hausdach das ebenerdig mit der Straße war! |
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| Wir waren immer wieder erstaunt über
die Farbenvielfalt, die sich uns in der Schwarzmeer-Region bot. |
| In der Nacht zogen einige
Regenschauer durch, jedoch waren wir für alle Fälle vorbereitet! |
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| Sonntag, 26. August: |
| Nach einer verregneten Nacht bot
sich am nächsten Tag wieder strahlender Sonnenschein. So nutzten wir das
schöne Wetter für unsere erste, längst überfällige Ganzkörperpflege aus. |
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| Mittag machten wir in Bayburt Halt,
wo wir direkt am Fuße der Burgmauern unser Mittagessen verspeisten. |
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Nach der Mittagspause fuhren wir in eine Schlucht
ein, die nicht mehr zu enden schien. Es bot sich uns ein atemberaubender
Anblick. Links und rechts die steilen Felswände und die Tunnel, nur aus
dem Fels gehauen. Durch diese war besondere Vorsicht geboten, da sie
keinerlei Beleuchtung hatten und sich ab und an ein paar Felsstücke auf
der Fahrbahn befanden. |
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Schließlich kamen wir auch in den Genuss einer
Hängebrückenüberfahrt! Da diese Schlucht nicht mehr enden zu schien,
entschlossen wir uns vor dem Einbruch der Dunkelheit unser Zeltlager
aufzuschlagen. Dies war der gefährlichste Campingplatz in den ganzen
drei Wochen, denn nach einem Meter neben den Zelten ging es steil
bergab! |
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| Montag, 27. August: |
| Um die Mittagsstunde erreichten wir
den höchsten Punkt unserer Reise (2550m), in der Nähe des berühmten
Berges „ARARAT“… |
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| ...wo auch Menschen leben! |
| Wir befanden uns jetzt in der
Südostanatolischen Hochebene. Hunderte km geradeaus! Das Landschaftsbild
wurde immer eintöniger und karger. |
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Wir machten jeden Tag in kleinen Dörfern halt wo
wir unseren Wasservorrat auffüllten und Gemüse und Brot für das
Abendessen einkauften. Wo wir Halt machten waren wir sofort Grund für
einen Massenauflauf. So hieß es immer wieder weg so schnell es ging.
Camping in der Steppe, kein Mensch weit und breit und es zog ein
gewaltiges Gewitter heran. |
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Das aber zu unserer Erleichterung an uns
vorbeizog. |
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Dienstag, 28. August: |
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Jetzt hatten wir ziemlich den östlichsten Punkt
unserer Tour erreicht. Nach einer eher langweiligen Durchquerung der
Hochebene war jetzt wieder Action angesagt. Steile Auf- und Abfahrten. |
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Vorbei an unzähligen Schafsherden, zur Abkühlung
waren auch einige Wasserdurchfahrten dabei. |
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Mittwoch, 29. August: |
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Nach einer morgendlichen Ganzkörperwäsche machten
wir uns auf den Weg zurück Richtung Westen. Hier wurde irgendwann einmal
Skigefahren??? |
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| Hier wurde irgendwann einmal
Skigefahren und anschließend bezogen wir den höchstgelegenen
Campingplatz unserer Reise auf 2026m Seehöhe. |
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Donnerstag, 30. August: |
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Weiter ging’s vorbei an Kappadokien… |
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Freitag, 31. August: |
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gewaltige Schotterpisten…
Schließlich erreichten wir das Taurusgebirge… |
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…wo wir dann in Side am Mittelmeer ankamen. Dort
verbrachten wir dann einen motorfreien Tag ehe wir uns wieder auf den
Weg Richtung Canakkale machten, wo wir mit der Fähre auf den
europäischen Teil der Türkei übersetzen wollten. |
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Sonntag, 2.September: |
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Aufbruch Richtung Norden… |
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Übernachtung auf einem Campingplatz mit
traumhaftem Sonnenuntergang. |
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Montag, 3. September: |
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Aufgrund einer Lebensmittelvergiftung konnten wir
keine längere Etappe fahren und suchten uns Nähe Ismir einen
Campingplatz. |
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Dienstag, 4. September: |
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Nach einer nicht sehr erholsamen Nacht legten wir
nochmals eine kurze Etappe ein und suchten uns kurz vor Troja einen
Campingplatz |
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Mittwoch, 5. September: |
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Da wir uns nicht nachsagen wollten,
Kulturbanausen zu sein, machten wir halt in Troja und besichtigten die
Stadtruinen. Von dieser gewaltigen Anstrengung bekamen wir großen Hunger
und wir entschlossen uns nach zwei Wochen Selbstverpflegung ein
Restaurant aufzusuchen. |
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Donnerstag, 6. September: |
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Übersetzen mit der Fähre nach Europa…
Die fortlaufende Reisedauer war uns in die Gesichter geschrieben… |
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… ein Blick zurück nach Asien und ein letztes Mal
auf der Suche nach einer Campinggelegenheit! |
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Freitag, 7. September: |
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Ankunft am Bahnhof in Edirne um zwei Uhr
Nachmittags. |
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Sonntag, 9. September: |
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Nach einer über 33 Stündigen Rückfahrt mit dem
Zug und einer Dauerregen-Schlacht von Villach bis nach Hause kamen wir
an unserem Ausgangspunkt um 12 Uhr Mittag an! |
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| Interessante Links:
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Text: Helmut Eder
Fotos: Helmut Eder & Friends |