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Der Start in den Tag war hart. Die Sonne brannte, die bulgarischen
Mädels am Pool waren schon 09:00 Uhr morgens brennheiß und wir mussten
den ganzen Vormittag über die ganze Härte des Hobbyfahrerlebens
ertragen. Pool, essen, tratschen, gaffen - was für ein Stress. Wobei
sich der Umzug des Rallyetrosses von Stara Zagora hinauf nach Kazanlak
in die Berge definitiv gelohnt hat - zumindest was die Qualität und
Quantität der Mädels am Pool betrifft. Doch um 14:00 Uhr begann
zumindest halbwegs der Ernst des Rallyelebens. Quasi zum Warmfahren gab
es einen 50km Track aufs GPS welcher den Weg zum Prolog in der Stadt
Zagora wies. Diese kleine Ausfahrt war eine ideale Gelegenheit um den
Staub aus den Knochen zu schütteln, für alle jene die heuer noch wenig
Enduro gefahren sind - Oder den Vodka, für all jene welche schon ein
paar Tage früher hier eingetroffen waren.
Quasi der inoffizielle Rennleiter, Fahrervertreter und Ombudsmann des
Starterfeldes "LeGrand Nesut" warf seine Maschine an. Er gab noch ein
"Ich fahr jetzt zum Start, wer will kann mitkommen" von sich, gab Gas
und drehte sich die nächsten 50km nicht mehr um. Es war ein tolles
Schauspiel dem Routinier hinterherzufahren. Der alte Fuchs roch
Gefahren, Navigationshindernisse oder knifflige Stellen schon aus
mehreren 100 Metern Entfernung. Ein großer Kenner! Unser 1000PS Team
tritt heuer mit einer KTM 350 EXC-F und einer GasGas EC300
an. Jeweils bereift mit GoldenTyres - und topmotiviert. Patrick
Auer als Fahrer, Nils Müller als Reporter und Fotograph und
Rallye-Zaungast. Doch erstmal wartet in
der Stadt ein netter Prolog aus Baumstämmen und LKW-Reifen. Nicht zu
schwer, damit auch der letzte Hobbyfahrer drüber kommt. Aber auch nicht
zu leicht, damit das Publikum was zu lachen hat. Der Ehrgeiz der
Österreicher beschränkte sich jedoch leider Großteils auf "goschert
Reden", doch einige Jungs und Mädels hielten die Fahne hoch. Bei den
Profis war Ben Diesel aus Graz gut unterwegs und kam bis ins Semifinale.
Im Finale selbst gaben jedoch die Local Heroes den Ton an. Bei den
Hobbypiloten jedoch mischten die Österreicher vorne mit. 1000PS Mann
Patrick "ARLO" Auer nahm sich für das Finale ganz viel vor. Der
Kommentar der Aristokratie am Streckenrand gab den Rennverlauf treffend
wieder. "Bist deppert der Arlo drückt oag an!" gefolgt von einem "Oida
der Arlo is oag abgestiegen...". Patrick Killmeyer vollstrecke gnadenlos
und reichte auf Platz 3 durch, der Sieg ging auch hier nach Bulgarien.
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