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sabinewelte |
CB 750 Four Umbau |
29.02.2012 |
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Detaillverliebter Umbau einer CB 750 Four. Sollte eigentlich ein
Low-Budget-Projekt werden...
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Detailliebhaber |
| Das so was von so was kommt. Am Anfang stand nur ein preiswerter Gedanke ... |
| Ein „Old School-Freestyle-Cafe-Racer“, so lautete ursprünglich das Thema des Michael Stamm aus Ahlen im Münsterland zum Umbau der Honda CB 750 Four, die sich der Motorrad-Mechaniker-Meister im Originalzustand in die Werkhalle gestellt hatte. Das Krad sollte ganz am Anfang „eigentlich ein Low-Budget-Projekt für zwischendurch“ werden, denn schließlich muss erstmal der Rubel im hauseigenen Laden „Motorradshop-Ahlen“ der „Stamm Motorräder“ rollen, bevor sich der Handwerker auch noch in seiner Freizeit mit einem eigenen Projekt auseinandersetzen kann. Was dabei aber nach über einem Jahr akribischer Bauzeit herauskam, signalisiert hier die dann doch immer stärker um sich greifende Detailverliebtheit des Moped-Mechaniker-Maniacs. |
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| "Denn dann kam ich an ein Paar schicke Coker Classic-Weißwandreifen. Genau die gaben den Impuls, den Honda-Klassiker stilvoll auf die Räder und zum Rollen zu bringen!“ Irgendwann hielten auch die Felgen mit Dickendspeichen passend zu den schicken Weißwandreifen Einzug in die heiligen Hallen des Michael. Eingespeicht an originalen Honda-Naben galt es daraufhin, das entsprechende Pendant zum oberen Teil der Lenkereinheit zu finden. Die eigens dafür entwickelte Gabelbrücke, in 3-D-Technik gefräst, gestrahlt und eloxiert, sprengte dann endgültig den eigentlichen Low-Budget-Rahmen. |
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| "Also ging es dann auch gleich hurtig und mit immer weiter steigendem Anspruch rüber zum Tankbau: „Den Benzintank fertigte ich komplett aus Edelstahl und selbständig, um ihn in einer Linie mit Front, Rahmen und Heck zu bringen. Der besteht in seinen Grundfesten aus zwei aneinander gearbeiteten CB350Four-Tanks, wobei das letzte Drittel ein Dummy ist, der nun als Öl-Reservoir dient.“
Damit wuchs der Tank im Vergleich zur Ursprungs-750-Four um ganze elf Zentimeter Länge, kommt aber nun fünf Zentimeter flacher und schmaler als im Original daher. Die Bremsanlage stellte die nächste Herausforderung an den Meister dar. Historisch betrachtet punktete diese Honda bei ihrem Welt-Debüt 1968 in Tokio bahnbrechend und zukunftsweisend mit hydraulisch betätigter Scheibenbremse, den zum ersten Mal in der Geschichte von Honda eingesetzten Doppelschleifen-Rohrrahmen, der obenliegenden Nockenwelle und der aus einem Stück geschmiedeten Kurbelwelle. |
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| Michael rüstete seinen Cafe-Racer-Freestyler in 2011 mit einer Doppelscheibenbremse mit überarbeiteten Bremssätteln des 1978er Modells und 16 mm Radialbremspumpe mit Seilzugbetätigung aus, gönnte sich selbst als zusätzlichen Gimmick einen von außen ablesbaren Bremsflüssigkeitsstand, indem er einen Behälter am Lenkkopf befestigte, der ehemals als Ölfüllstandanzeige diente. Der komplett aus Metall selbst angefertigte Sitzhöcker folgt ganz klassisch der Tanklinie, findet sein stilvolles Ende im winzigen Rücklicht eines Tornax-Krades aus 1938. Die als Vier in Zwei-Formation ausgeführte Auspuffanlage aus der eigenen Werkstatt nimmt sich nochmals durch eine smarte Keramikbeschichtung gegenüber der Original-Schwinge und der Kette in Gold zurück, die hier sittsam in Außen- und Innenlaschen geführt wird. |
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| Goldige Aussichten gewährt auch das Mini-Tacho-Gehäuse aus Messing Marke Eigenbau, das sich in seiner Formgebung an dem entsprechenden Gehäuse einer Honda CB 350 orientiert, wobei die Innereien und Technik von motogadget stammen. Ebenso wie die elektronische Steuereinheit dieser Firma, m-Unit genannt. Mit komplett überholtem Motor und frischen Übermaßkolben lässt der Motorrad-Mann aus Ahlen eine legendäre Honda-Revolution aus den 1960er Jahren aufleben, die ihrer nunmehr auf 80 PS erstarkten Rennleidenschaft gediegen Ausdruck zu verleihen weiß. Schlussendlich handelt es sich ja um einen Cafe-Racer, hier sogar mit Freestyler-Ambitionen. Aber immer mit Betonung, wohlgemerkt, auf den Detail-verliebten Racer! |
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| Motor |
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| Bauart |
Luftgekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, OHC, zwei Ventile pro Brennraum, über Kipphebel gesteuert |
| Hubraum |
736 ccm |
| Bohrung x Hub im Original |
61 x 63 Millimeter |
| Sonstiges |
Primärantrieb über zwei Rollenketten, Mehrscheiben-Ölbad-Kupplung, Fünfganggetriebe, Kick- und Elektrostarter. |
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| Modifikationen |
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| Motor |
Komplett überarbeitet, 0,75 mm Übermaßkolben, Zylinderkopf, Ventile und Kanäle überarbeitet, Pleuel-,Haupt- und Getriebelagerungen erneuert. Luftfilter: K & N Trichter. Leistung ca. 80PS |
| Elektrik |
elektronische Zündanlage: Boyer Brandson. Kabelbaum und Steuereinheit Motogadget „m-Unit“, mit Eigenbau-Komponenten, Steuertaster integriert in Lenkerstummel. Hawker Batterien Elektrostarter. |
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| Front |
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| Gabel |
überarbeitete Originalgabel |
| Gabelbrücken |
Stamm-Eigenkonstruktion, 3D-gefräst, gestrahlt und eloxiert, ALU EN AW7075 |
| Lenker |
Edelstahl 22 X 2 |
| Lampenhalterung |
Laser-gefräst als Drehteil, dient gleichzeitig als Lenkanschlag |
| Scheinwerfer |
120 mm Durchmesser, mit Zünd-/Lichtschalter CB350 Four |
| Instrumente |
Motogadget Tachometer „Chronoclassic“ im Eigenbau-Mini-Gehäuse, Messing, im Honda CB350-Format |
| Tank/Cover |
Eigenkonstruktion aus zwei Honda CB 350 Four Kraftstofftanks. Elf Zentimeter verlängert, fünf Zentimeter flacher und schmaler. BESONDERHEIT: Das letzte Drittel des Benzintanks ist ein Dummy als Platz für den Motor-Öltank. Motor-Öltank Eigenkonstruktion, 3D-Design aus Edelstahl. |
| Rahmen |
Original Doppelschleifenrohrrahmen aus Stahl und Zweiarmschwinge |
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| Heck |
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| Heckrahmen |
Original, gekürzt und an den Höcker angepasst |
| Höcker |
Stamm Eigenbau aus Metall, mit Tornax 1938 Rücklicht aus Metall, Eigenkonstruktion |
| Sitzpolster |
Unterkonstruktion incl. Kabeldurchführungen. Polsterung durch R&N Style |
| Auspuff/Krümmer/Endtopf |
Originale Krümmer angepasst als Vier in Zwei-Anlage. Shorty Endschalldämpfer. Komplette Anlage mit Keramik-Beschichtung. |
| Fußrastenanlage |
Stamm Eigenbau |
| Federbein |
Suzuki GS1100 |
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| Bremssystem |
Vorne umgerüstet von Einscheiben- auf Doppelbremsscheibe, mit überarbeiteten Original-Bremssätteln; 16 mm Radial Bremspumpe von Yamaha YZF R1 unter dem Benzintank, betätigt über Seilzug. Innen-liegende hintere Bremsleitung durch Abstützung zum Bremssattel. ABM Stahlflex-Bremsleitung, Carbon. Ausgleichsbehälter Eigenkonstruktion, am Steuerkopf. |
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| Reifen/Räder/Größen |
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| Felge vorne |
3.50-16 auf Original Nabe, Edelstahl, Dickendspeichen |
| Felge hinten |
4.00-16 auf Original Nabe, Edelstahl, Dickendspeichen |
| Reifen |
Coker Classic Rip Weißwand 50 mm, 5.00-16S vorn/hinten |
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| Sonstiges |
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| Lackierung |
British racing green & golden flakes |
| Bauzeit |
über ein Jahr |
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Dank an: Ioannis Poulovinas, mit dem die Grundidee beim abendlichen Kaffeetrinken/Benzingespräch geboren wurde, mal etwas „ganz anderes“ zu bauen. Keksi, meinem Dreher. Markus, der WIG Schweißer. Werner, der 3D Zeichner. Hannes, der Lackierer. Die alle jedes Mal gesagt haben, „Das geht so nicht“, und mir dann doch die gewünschten Teile geliefert haben. Die, die nicht damit gerechnet haben, dass das „Old-School-Freestyle-Cafe-Racer“-Projekt so pornös geworden ist. |
| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Interessante Links:
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Text&Fotos:Sabine Welte |
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| 1000ps Data Recording |
CB 750 Four Umbau |
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online seit : 449 Tagen |
gelesen: 17468 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: HONDA CB 750 |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 0,00 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 25,00 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: CB 750 Four Umbau von sabinewelte |
Photos: |
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Text: |
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