|
|
sabinewelte |
Yamaha V-Max CMS |
30.06.2009 |
Druck
|
Ein Bock wird kommen und mächtig austeilen.
Yamaha V-Max CMS
|
|
Bombage
Deluxe |
|
|
 |
|
Cannes Moto Services (CMS)
sitzen ganz im Süden Frankreichs, an der beliebten, zumeist sonnigen
Cote d’Azur. Seit vielen Jahren ist das Unternehmen bekannt vor allem
für seine charismatischen V-Max-Umbauten. Ein Großteil der Franzosen
fährt seit Anbeginn der Zeitrechnung auf dieses Muscle-Bike ab. Gerade
die Stadtneurotiker von Paris sind die absoluten V-Max-Fans und Freaks.
CMS, in Mougins zwischen Cannes und Nizza ansässig, wissen das von jeher
zu nutzen. Sie perfektionierten im Laufe der Jahre das Equipment an
CNC-gefrästen und hernach auch verglasten Motordeckeln, Ansaugtrichtern,
Lufthutzen-Attrappen, Zylinderkopfabdeckungen und Felgen, ja bis hin zu
Aufsehen erregenden Schwingen für die immer breiteren Hinterräder.
|
 |
|
Tiefe Einblicke dank
Glasscheiben-Architektur |
|
Auf den Shows der Pariser Tuningmesse stellten
sie Jahr für Jahr das Epizentrum der spektakulären Motorrad-Umbauten
dar. Bis der eine von zwei Chefs vor vier Jahren einem tragischen
Motorradunfall erlag. Daraufhin zog sich sein Kompagnon Aldo Martignomi
erstmal zurück aus der Öffentlichkeit und fehlte dementsprechend seitdem
in den vergangenen Jahren auf dieser wichtigen Messe. Doch das Leben
geht weiter. Inzwischen rang sich auch Yamaha über den Umweg „MT-01“
endlich durch zu einer Neuschöpfung zum Thema VMAX. Mit all den
Attributen, die so ein Macho-Bike schon immer ausmachte, samt brachialer
Verpackung.
|
|
|
|
Nun aber nach über 20 Jahren technisch auf die
Jetztzeit geeicht. Klar, mehr Hubraum und Druck mussten es sowieso sein.
Und die Lufthutzen von damals als breite Muskelpartie übernehmen heute
sogar den Zweck der Airbox-Befüllung. Also, mehr Kraft als schon
vorhanden verlangte der CMS-Chef dem ersten VMAX-Umbau der neuen
Generation nicht ab. Nur mehr eigener Esprit, die mehr eigene prägende
Handschrift, die sollte dem fetten V-4-Boliden zu Gute kommen.
|
 |
| |
Wie es zu der smarten Brutalisierung der 2008er VMAX kam, erzählt in
Paris der eigens für dieses Kraftrad abgestellte Christophe Bonhomme.
Der junge Mechaniker von Aldo Martignomi wirkt im ersten Moment
ausnehmend schüchtern und zurückhaltend. |
|
Auf die Frage, wie lange denn der Umbau gedauert
habe, verliert der Mann schnell seine Scheu und es sprudelt förmlich
aus ihm heraus. Bei seiner Geschichte über die Entstehung dieser VMAX
geht er zurück bis zum Eintreffen der nagelneuen Maschine. „Der Chef
hat mir erlaubt, sie einzufahren. Das habe ich natürlich genutzt, um mit
meiner Frau hinten drauf eine kleine Tour zu fahren. Das war im Dezember
letzten Jahres. Und aus den Fotos, die dabei entstanden, habe ich
Sylvestergrußkarten gebastelt. Die Resonanz darauf war überwältigend.“
Christophe kann nicht verbergen, dass er eine wahre Freude daran hatte,
weil ihn alle heftig beneideten. Braucht man wohl auch nicht eigens zu
erwähnen, welch Ehre es für ihn war, gemeinsam mit seinem Chef diese
VMAX umbauen zu dürfen. Der Stolz funkelt aus seinen Augen: Auf das Bike,
auf seine Firma und auf seinen Chef. „Nun...“ beginnt er endlich
die Umbauzeit zu beziffern, „Wir haben Anfang Januar damit begonnen
und letzten Montag um Mitternacht, am Tag vor dem Aufbau hier in Paris,
habe ich die letzte Schraube festgezogen. Und dann eben die 1000 km von
Cannes hier her nach Le Bourget noch runtergerissen.“ Macht also
insgesamt sechs aufregende und stressige Umbauwochen. Macht Christophe
knapp gar nichts aus, schließlich war er vor drei Jahren nach einer
abgeschlossenen Ausbildung zum Kfz-Mechaniker sogar bereit, seinen
Wohnort vom Norden Frankreichs für seinen Arbeitgeber nach Südfrankreich
zu verlegen. Mitsamt seiner kleinen Familie. Doch bei den Möglichkeiten,
die sich bei solchen Umbauten bieten, mit Basis-Bikes dieser krassen
Art, da hat der Vollblut-Mechaniker seinen Schritt eh nicht bereut. Und
jetzt sogar diese ganz neue VMAX. Ein Bike, das einschlägt wie eine
Pershing-II in den Mittelpunkt aller Eisen-Galaxien. |
 |
| |
Christophe Bonhomme durfte sie nicht nur einfahren... |
|
Der Perma-Überholer kraft Macho-Attitüden
überzeugt mit all seinen CNC-gefrästen Abdeckungen rund um den Reaktor,
der innerlich unverändert blieb. Ein üppiges Ensemble an wertigen
Aluminiumteilen, teils mit tiefen Einblickmöglichkeiten dank
Glasscheiben-Architektur, bringt den Big-Bock zum Blinken. Aber nicht
protzig wie die Goldklunker an Gangsta-Boss Pimp-Daddy, eher stilsicher
wie ein eleganter Beau Marke Charles Aznavour, der die Massen durch
körperliche Fitness und stimmliche Qualitäten zu überzeugen weiß. Am
Sound annähernd einem sonoren V-8-Triebwerk änderte CMS nichts. Der
findet eh per Titan-Trompeten Zugang zu allen hörigen Gehörgängen.
Aber auch die kleinen optischen Schmankerln wie
die Griffe, Hebeleien, Bremszylinder-Reservoir und Blinker von Rizoma
passen quasi goldrichtig, elegant und pretiös ins Gesamtbild. Breitfüßig
dagegen der Auftritt der Räder: Wenn nun schon eine fette Gabel mit 52
mm Gesamtdurchmesser zum Tragen kommt, die ein 120er Pneu am
18-Zoll-Vorderrad führt, dann darf auch hinten die breite Masse mehr
bedient werden. 240 mm zeugen noch nicht vom Hüftgold der heutigen
Muscle-Bikes an der hinteren Pelle. Da will Aldo mit Christophe
demnächst noch forscher zu Wege gehen. Mindestens ein 300er Reifen soll
dann imponieren können. Doch schon jetzt gehen die CNC-gefrästen,
dreiteiligen Felgen aus dem Hause CMS voll an die Netzhaut, lassen noch
breitere Gummis nicht unbedingt missen. |
 |
|
Yamaha V-Max CMS Slideshow |
 |
|
|
Insgesamt lässt sich die VMAX noch brachialer
aufblasen, ohne Frage. Doch dazu wird ein radikaler Schwingenumbau
von Nöten sein, der dann wie der Terminator in die Wirtschaftskrise
einfahren wird. Hier ließen die Mannen von CMS stattdessen noch eine
kostenübersichtliche Lackierung anbringen, um dem Eyecatcher-Modus noch
den entsprechenden Lidstrich zu verpassen. Die sogar deutschsprachigen
VMAX-Versteher aus Südfrankreich halten ein variabel zu schnürendes
Aufmotzer-Paket für den Interessierten bereit. Einfach mal rein sehen
auf die Website und dann das Familien-Tafelsilber dafür versilbern. Was
auf die hohe Kante bringen, bringt heute eh nix mehr. Dann lieber
stilvoll auf dieses Muscle-Bike setzen und prall den VMAX raushängen
lassen. |
|
|
Yamaha V-Max CMS 08
Datasheet |
|
Motor |
Rahmen |
Räder / Reifen |
Zubehör |
Lackierung |
|
Original |
Original |
Bridgestone Battlax BT 028, 3,5 Zoll - 120/70 R 18 M/C vorne und
7,5 Zoll - 240/40 VR 18 hinten, CMS-5-Speichen-Aluminium-Felgen,
dreiteilig, CNC-gefräst. |
Rizoma Griffe, Blinker, Brems-/Kupplungszylinder-Reservoir.
Front- und Heckfender Carbon, lackiert, CMS. Sämtliche
Motordeckel und andere Abdeckungen aus Aluminium, teilweise mit
Sichtfenster, CNC-gefräst, von CMS |
CMS und California Colors, rot mit Applikationen und
Beschriftungen |
|
|
|
|
Informationen |
Preis |
Cannes Moto Services
60, Chemin de Font Graissan
F-06250 Mougins
Fon: 0033-(0)4 93 46 26 76
Fax: 0033-(0)4 93 69 44 73
Website:
www.cannesmotoservices.com
E-Mail:
info@vmaxfrance.com
|
auf Anfrage |
|
| Aktuelle Produktangebote |
|
|
| |
| Gebrauchte Motorräder |
|
|
| |
|
|
|
| |
Text: Sabine Welte
Fotos: Sabine Welte |
|
|
|
|
| 1000ps Data Recording |
Yamaha V-Max CMS |
|
|
|
|
online seit : 1059 Tagen |
gelesen: 24329 mal |
 |
| |
|
|
|
|
| 1000ps Userbewertung für Bike: YAMAHA V-MAX |
Optischer Eindruck: |
|
Technischer Eindruck: |
|
Gesamteindruck: |
|
| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 14,29 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 42,86 % der Bewerter in Frage
|
| 1000ps Userbewertung: Yamaha V-Max CMS von sabinewelte |
Photos: |
|
Text: |
|
|
|
|