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Sorgte das unerwartet scharfe Äußere der CB1000R noch für durchwegs
positive Resonanz, so war man sich bei der Leistungsangabe - die
ebenfalls auf sich warten ließ - von 125 PS einig: Das ist zu wenig!
Doch die reine Spitzenleistung interessiert bei Honda schon lange keinen
Ingenieur mehr, sondern einzig und allein die optimale Verwertung jedes
einzelnen Pferdchens und die Abrufbarkeit der Kraft in im Alltag
sinnvollen Drehzahlbereichen. Bei der CB1000R wurde dieses Credo wieder
in perfekter Weise umgesetzt.
Blindverkostet würde man dem modifizierten Aggregat aus der
Fireblade locker 150 PS zutrauen, so massiv schiebt es von unten an
und hält den Druck bis zum Gangwechsel unnachgiebig aufrecht. Die Kraft
aus dem Drehzahlkeller schießt dich auch aus den Kurven wie der
Korbschläger den Ball beim Pelota, oder entzieht dem Vorderrad
kurzerhand den Bodenkontakt. Durch die überraschend schlanke Taille und
den dadurch möglichen, engen Knieschluß fühlt sich die 1000er an wie
eine 600er. Honda hat es bereits geschafft, der Fireblade das Handling
der "alten" CBR600RR zu verleihen und bei der nackten Version dürfte das
nicht anders sein.
1000PS hat kurzerhand die CBR600RR gegen eine CB1000R getauscht (kein
leichter Abschied) und kann diese hoffentlich in Kürze in Empfang
nehmen. Auf dem Hungaroring beim letzten
Speedweekend
wird sie ihre Qualitäten auf der Rennstrecke unter Beweis stellen und
noch andere Schandtaten von NastyNils, kot und arlo über sich ergehen
lassen müssen. Wer seine CB nicht schon längst vorbestellt hat, der
sollte jetzt schnell zum Händler um Probe zu fahren, denn inzwischen
sind auch andere auf den Geschmack gekommen und man will ja nicht noch
ein Jahr warten. |