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Gefahrenquellen in der Motorradwerkstatt

Gefahrenquellen in der Motorradwerkstatt

Riskantes Schrauben

Ab und an muss auch das zuverlässigste Motorrad zur Durchsicht in die Werkstatt. Fachkundige Mechaniker bringen die Maschine zwar meist schnell wieder auf die Straße, sind aber häufig nicht ausreichend um die eigene Sicherheit bemüht. Worauf sollten Profis und Hobbyschrauber gleichermaßen achten?

Häufigste Unfallursache: Stolpern auf dem Werkstattboden

Die Gefahr geht dabei von ganz unterschiedlichen Quellen aus: Das größte Gefährdungspotenzial stellt dabei herumliegendem Werkzeug dar, über das leicht gestolpert werden kann. In einer ordentlichen Werkstatt ist zwar vor und nach der Reparatur alles an seinem Platz, zwischendrin ähnelt der Hallenboden aber oft einer Baustelle. Schraubenschlüssel unterschiedlicher Größen, Hämmer, Schraubendreher oder Zangen werden regelmäßig benötigt und als Stolperfalle abgelegt. Für Stürze kann übrigens auch ausgelaufenes Schmiermittel sorgen: Ging beim Ölwechsel ein kleiner Schluck daneben, sollte dieser sofort entfernt werden - sonst breitet sich der rutschige Fleck aus.

Gefahrenquelle Bohrmaschine

Nicht ungefährlich sind darüber hinaus auch diverse elektrische Handwerkzeuge: Beim Motorrad kommen Sägen und Co. zwar kaum zum Einsatz, Bohr- und Schleifmaschinen werden hingegen insbesondere bei der Reparatur von älteren Maschinen häufiger verwendet. In jedem Fall sollten dabei kratz- und rutschfeste Schutzbrillen und Handschuhe getragen werden, damit sich der Mechaniker nicht an den scharfen Spänen verletzen kann. Weiterhin sollte das Werkstück immer fest eingespannt und nicht mit den Händen gehalten werden. Bevor die Bohrmaschine wieder abgelegt wird, muss sie komplett ausgeschaltet sein. Sicherer ist es gar noch, sogar den Stecker zu ziehen und das Gerät wieder wegzuräumen. Wie beim übrigen Handwerkzeug gilt aufgrund des Kabels bei Elektrogeräten noch viel mehr, dass sie gefährliche Stolperfallen darstellen können. Die Kabel sollten dabei immer am Stecker aus der Steckdose gezogen werden. Kommt es einmal zu Beschädigungen am Kabel selbst, darf die Schadstelle nicht einfach mit Isolierband provisorisch geflickt werden. Die 230V-Spannung sorgt schnell für einen gefährlichen Durchschlag. In jedem Fall muss dann von einem Fachmann das gesamte Kabel getauscht werden.

Vorsicht vor schädlichen Reinigungsmitteln

Eine weitere Gefahr geht von den genutzten Chemikalien aus: Abgesehen von der ätzenden Bremsflüssigkeit (erfahren Sie hier, wie Bremsflüssigkeit sicher entsorgt werden kann: www.auto-werkstatt.de/bremsfluessigkeit-entsorgen sowie giftigen Schmierstoffen findet sich in jeder Werkstatt ein hochaktives Reinigungsmittel zum Entfetten. Das kann entweder Bremsenreiniger sein oder aber klassischer Kaltreiniger, der in eine Pumpflasche umgefüllt wird. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Pumpflasche auch mit den Gefahrensymbolen gekennzeichnet wird: Kaltreiniger sollte keinesfalls mit der Haut in Berührung kommen, weil er dadurch in den Blutkreislauf gelangt und die Organe schädigen kann. Gerät das Reinigungsmittel in die Augen, sollten diese sofort ausgespült und ein Arzt konsultiert werden. Besonders in größeren Werkstätten ist zudem eine Kennzeichnung der Arbeitswege notwendig, die unbedingt frei bleiben müssen. Dadurch kann die Gefahr von Stolperfallen erheblich gesenkt werden.

Fazit: Aufgeräumte Werkstatt zahlt sich aus

Insgesamt lässt sich also feststellen, dass Arbeitssicherheit in der Motorradwerkstatt durch Ordnung deutlich erhöht werden kann. Der Arbeitsbereich um die Maschine herum ist klein; nur zu gerne wird das Werkzeug in direkter Nähe abgelegt - um dann gefährliche Stürze zu verursachen. Mit richtigen Aufbewahrungssystemen wie einem Werkzeugwagen lässt sich dieses Problem umgehen. Das Werkzeug befindet sich immer in der Nähe des Einsatzortes, ohne dabei eine Gefahr für die Mitarbeiter darzustellen. Gleichzeitig kommt dem Mechaniker noch ein weiterer Vorteil zugute: Befindet sich alles an seinem Platz, muss nicht lange gesucht werden - die Arbeitsproduktivität erhöht sich ebenfalls.

Bericht von gules am 18.01.2016 Aufrufe: 1.238
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gules

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