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Höchstleistung auf vier Rädern - die Formel 1 im Umbruch

Höchstleistung auf vier Rädern - die Formel 1 im Umbruch

Änderungen in der Königsklasse

Die besten Rennfahrer der Welt kämpfen seit 1950 um die Titel in der Formel 1. Diese populärste aller Rennklassen ist für die Automobilindustrie ein wertvolles Instrument bei der Entwicklung und bei der Vermarktung neuer Modelle.

Bis Anfang der 70er Jahre wurden in der Formel 1 Serie maximal 13 Einzelrennen pro Saison ausgetragen. Seither hat sich die Zahl der Einzelrennen und der einbezogenen Rennstrecken sukzessive erhöht. In der Saison 2016 stehen 21 Rennen auf dem Rennkalender der Formel 1. Im Zuge der Globalisierung sind in den letzten Jahren viele neue Rennkurse hinzugekommen. Das Röhren der Formel 1 Boliden hört man nicht nur in altehrwürdigen Motodromen wie Silverstone und Monza, sondern auch auf Rennstrecken in Baku, Singapur, Schanghai und Austin in den USA.

Die meisten WM Titel hat Michael Schumacher als Pilot für die Teams von Benetton und Ferrari eingeheimst. Mit 7 Titeln, die er von 1994 bis 2004 einfuhr, führt er die Championliste vor Juan Manuel Fangio aus Argentinien an. Weitere legendäre Rennfahrer sind Jim Clark, Jackie Stewart, Ayrton Senna und Emerson Fittipaldi. In der Frühzeit der Formel 1 fuhren die Piloten mit Rennwagen, die durch kompressorgeladene Motoren mit 1,5 l Hubraum angetrieben wurden. Alternativ konnten die Rennställe auch Saugmotoren mit 4,5 l zum Einsatz bringen. Die Automobiltechnik entwickelte sich rasch weiter und das Reglement der Formel 1 wurde der gestiegenen Leistungsfähigkeit ständig angepasst.

Die Anforderungen an Pilot und Material werden von Saison zu Saison höher. In einem Formel 1 Rennwagen unterliegen alle Komponenten höchsten Belastungen, daher verwenden die Rennställe seit jeher nur passgenaue Teile hoher Materialgüte, wie sie auch www.autoteileprofi.de anbietet. Bis Ende der 60er Jahre lag das Hauptaugenmerk der Teams auf der Optimierung des Chassis und dem Motorentuning. Mit Problemstellungen wie einer Verbesserung der Aerodynamik, höherem Grip und besserer Sicherheit begann man sich erst Anfang der 70er Jahre intensiv zu befassen. In dieser Dekade bekam nach einigen tragischen Unfällen auch die Sicherheit einen hohen Stellenwert. Für Strecken und Fahrzeuge wurden vom Automobil-Dachverband Richtlinien entworfen, die schwere Unfälle weniger wahrscheinlich machen sollen.

In den 80er Jahren verbat der Dachverband Turbolader, da die Entwicklungen solch technisch aufwändiger Motoren die finanziellen Möglichkeiten kleinerer Teams sprengte. Zudem waren die meisten Hersteller mehr an einer Ausreizung von Saugmotoren interessiert, da die Erfahrungen aus der Formel 1 sich so besser für seriennahe Motoren anwenden ließen. Mitte der 90er Jahre wurde der Hubraum auf 3000 cm³ begrenzt. Als letzter Rennstall ließ Ferrari widerstrebend vom traditionsreichen und bei den Tifosis beliebten V12-Aggregat ab, da dieses Motorendesign den V10-Motoren unterlegen war. Im Jahr 2008 wurden allen Teams nur noch Motoren mit 8 Zylinder erlaubt. Im ersten Jahrzent des neuen Jahrtausend zogen vermehrt elektronische Assistenten und neue Technologien in die Formel 1 ein. Populär wurde die KERS genannte Bremsenergie-Rückgewinnung, die den Rennwagen einen kurzzeitigen Leistungsschub verpasste. Diese Technik sollte zu mehr Überholmanövern führen und die Rennen spannender machen.

In den vergangenen Jahren erfolgten tiefgreifende Änderungen im Formel 1 Rennsport. Seit 2010 ist das Nachtanken beim Boxenstopp untersagt - die benötigte Treibstoffmenge muss seither vor Rennbeginn genau kalkuliert werden. Wie auch in diesem Zeitungsartikel näher beschrieben, werden für die Motorisierung der Rennwagen seit 2014 nur noch turbobefeuerte V6-Motoren mit einem Hubraum von 1,6 l zugelassen. Vor dem Hintergrund eines sparsamen Umgangs mit Energie-Ressourcen wurde zudem der Treibstoffverbrauch begrenzt und das KERS System durch ein System zur Rückgewinnung von Wärmeenergie ergänzt. Mit diesen Änderungen soll die Formel 1 eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz erhalten und umweltverträglicher werden.

Bericht von kot am 20.01.2016 Aufrufe: 1.184
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