Wer sich für ein Moped, Motorrad oder einen Roller entscheidet, sollte
auch einen gewissen Betrag für eine ordentliche Kleidung beiseite legen,
immerhin bietet diese den einzigen Schutz im Falle eines Sturzes. Und
damit selbst gröbere Crashes glimpflich ausgehen, sollte nicht am
falschen Ende gespart werden. Selbst mit einem vergleichsweise langsamen
Moped kann man unverschuldet in einen schweren Unfall verwickelt werden.
Da investiert man der Gesundheit zuliebe besser etwas mehr für die
Schutzbekleidung, die in manchen Fällen sogar den Wert des fahrbaren
Untersatzes übersteigen kann – Sicherheit geht vor!
Damit Du für Dein
Zweirad das richtige Outfit findest, geben wir Dir gute Tipps, worauf Du
beim Kauf achten solltest.
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ICH BIN 15 JAHRE ALT UND KAUFE MIR EIN MOPED - MUSS ICH ÜBERHAUPT
SCHUTZKLEIDUNG TRAGEN?
Du fährst zwar ein Moped, das mit einer Bauartgeschwindigkeit von 45
km/h sehr langsam anmutet, ein Sturz kann aber auch bei dieser
Geschwindigkeit schwerwiegende Folgen haben. Aus diesem Grund solltest
Du immer mit Protektoren an Schultern, Ellbogen und Knien sowie einem
Rückenprotektor unterwegs sein. Festes Schuhwerk ist ebenfalls Pflicht,
wenn es auch nicht unbedingt die teuersten Racing-Stiefel sein müssen.
Wichtig ist der Schutz der Knöchel, was etwa bei Sandalen, Sneakers oder
Flip Flops gewiss nicht gegeben ist. Beim Helm solltest Du einen
Vollvisierhelm oder Crosshelm bevorzugen, da diese Helmarten auch Dein
Kinn schützen – was bei Jethelmen nicht der Fall ist. Und nicht
vergessen: Handschuhe gehören ebenfalls zur Grundausstattung, die bei
jeder Ausfahrt getragen werden müssen. Denn selbst bei Schritttempo sind
es die Hände, mit denen man sich auf jeden Fall abstützt – da können
Handschuhe mit Doppelungen auf der Handfläche schlimme Verletzungen
verhindern.
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ICH BIN 16 JAHRE ALT UND MÖCHTE MIT EINER 125er MASCHINE DURCH DIE
GEGEND DÜSEN. WORAUF MUSS ICH BEI DER KLEIDUNG ACHT GEBEN?
125-Kubik-Zweiräder oder auch „Achterln“ genannt, wird zu Unrecht
etwas niedliches angedichtet. Sie sind vollwertige Motorräder, die in
einigen Fällen das erlaubte Höchsttempo auf Autobahnen ausreizt – da
sollte man wohl wirklich nicht mehr von herzig reden. Dass sich diese
Kategorie handlicher und leichter lenken lässt, ist ein Vorteil, das
Sturzrisiko ist dennoch genauso gegeben wie bei allen anderen
Zweirädern. Daher sollte auch in dieser Klasse nicht auf Protektoren an
Schultern, Ellbogen und Knien sowie einen Rückenprotektor verzichtet
werden. Und auch hier gilt, dass das Kinn nur von Vollvisier- oder
Crosshelmen geschützt wird. Ein cooler Jethelm mag auf einem stylishen
Roller vielleicht besser aussehen, der Schutz ist aber nicht vollständig
gewährleistet. Und auch bei 125ern gilt: Handschuhe niemals vergessen
ICH BIN 18 JAHRE ALT UND DARF MIR NUN EIN 'ECHTES' MOTORRAD
KAUFEN. WELCHE KLEIDUNG SOLLTE ICH BEIM FAHREN TRAGEN?
Du hast das Glück, in Kürze das einmalige Gefühl der Dynamik auf
einem echten Motorrad genießen zu können. Denn selbst mit nur 48 PS
beschleunigt eine Maschine besser als die meisten Sportwägen, die ein
Vielfaches dessen kosten, was Du für Dein Motorrad bezahlst. Allerdings
trägst Du damit auch das Risiko, einen schwereren Sturz als mit jedem
anderen Zweirad zu erleben – egal ob verschuldet oder nicht. Zum Glück
gibt es aber gute Schutzkleidung, im Falle eines Falles schlimmeres
verhindert. Auch hier gilt es, einen Vollvisier- oder Crosshelm einem
Jethelm vorzuziehen, der Schutz des Unterkiefers ist sehr wichtig. Auch
bei den Handschuhen sollte man nicht sparen, eine robuste Ausführung
alleine reicht nicht, Knöchelprotektoren und Aufdoppelungen sind
Pflicht. Ebenso die Verwendung von Protektoren an Schultern, Ellbogen
und Knien sowie einem Rückenprotektor, je nach Motorrad-Kategorie bieten
sich unterschiedliche Designs an, die Schutzwirkung sollte aber immer
voll gegeben sein.
Allgemeines zu Moped-,
Motorrad- und Rollerbekleidung
LEDER ODER TEXTIL?
Im Falle eines Sturzes kommt es vorrangig auf die Protektoren im
Inneren des Kleidungsstücks an, wie gut die Aufprallenergie absorbiert
wird. Im Falle eines Rutschens – leider beim Großteil der Stürze
inbegriffen – hat Leder aber den Vorteil, dass die Tierhaut extrem
robust ist und oftmals nur Abschürfungen davon trägt während
Textilbekleidung bei einem vergleichbaren Sturz in Fetzen liegt und
nicht mehr verwendet werden kann. Damit relativiert sich der höhere
Preis des Leders und wenn Du Dich an Abschürfungen an Deiner Lederkluft
nicht stößt, solltest Du unbedingt zu Lederbekleidung greifen. Ob es
dabei Känguruh- oder Rindsleder sein sollte ist vorrangig eine
Kostenfrage, der Gewichtsvorteil und die bessere Dehnbarkeit des
Känguruhleders wird vergleichsweise teuer erkauft. Dank neuartiger
Technologien gibt es auch schon Textilien, die eine sehr hohe
Abriebfestigkeit besitzen, gepaart mit extrem guter Funktionalität.
Allerdings geht damit wieder der Preisvorteil gegenüber Leder verloren.
Grundsätzlich gilt natürlich, dass Du Dir überlegen musst, wie und wo Du
überhaupt mit dem Zweirad unterwegs sein wirst. Willst Du es sehr
sportlich angehen und sogar auf die Rennstrecke fahren, kommst Du um
eine Lederkombi ohnehin nicht herum. In Sachen Abriebfestigkeit und
Schutzwirkung gibt es nichts Besseres. Der enge Sitz verhindert
außerdem, dass die Protektoren verrutschen. Der Nachteil vom Leder ist
wiederum, dass es auf dem Motorrad weniger komfortabel zu tragen ist als
Textilkleidung. Mit einer vernünftigen Membran ausgestattet übersteht
diese dann auch noch Regengüsse ohne Komfortverlust – davon kann Leder
(abgesehen von sündhaft teurem wasserdichten Leder) nur träumen.
Textilkleidung schränkt Dich außerdem weniger in Deinen Bewegungen ein
und trägt so zur aktiven Sicherheit bei.
Zweiteiler, egal ob aus Leder oder Textil, brauchen unbedingt einen
stabilen Verbindungs-Reißverschluss, damit die Jacke bei einem Sturz
nicht hoch rutscht und ihre Schutzwirkung verliert. Der Reißverschluss
sollte außerdem über eine möglichst lange Strecke um den Rumpf verlaufen
- nicht nur ein paar Zentimeter im Bereich der Wirbelsäule - und fest
mit den Obermaterial, nicht etwa mit dem Futter vernäht sein. Noch
stabiler sind natürlich Einteiler - da stellt sich aber wieder die
Komfort-Frage.
Bei den Klima-Membranen gibt es mittlerweile eine sehr große Auswahl von
mittelpreisig bis sehr teuer – günstig ist eine funktionierende Membrane
in der Regel nicht. Einen besonderen Namen hat sich Gore-Tex gemacht,
seit rund 20 Jahren kann man sich auf diese Membrane verlassen, seit
einigen Jahren gibt es eben auch ein dichtes Lederlaminat. Insgesamt
gibt es mittlerweile verschiedene Konstruktionen einer Klimamembran, die
jeweils besondere Eigenschaften haben: Bei der Direkt-Beschichtung wird
die Membran mit dem Außenstoff verklebt.
Bei der Z-Liner-Konstruktion hängt die Membran lose zwischen dem Gewebe.
Und bei der Futterliner-Konstruktion wird die Membran mit dem Futter
verklebt.
Kurz und bündig: Ja. Weil ein stürzender Mensch – egal ob auf dem
Motorrad oder zu Fuß – mit höchster Wahrscheinlichkeit reflexhaft
versucht, sich mit den Händen abzustützen. Außerdem dämpfen die
Handschuhe auch den Aufprall und vermeiden so neben schwerwiegenden
Abschürfungen auch Blessuren der Knochen. Damit ein solcher Handschuh
auch wirklich gut funktioniert, muss er abriebfest, mit Protektoren
versehen sein und möglichst exakt passen um nicht zu rutschen oder gar
abgestreift zu werden. Hinzu kommen auch noch Anforderungen an den
Trgekomfort, das Griffgefühl, eventuell die Wasserdichtheit und
logischerweise an den Preis – niemand will unnötig viel zahlen.
WELCHE SCHUHE ODER STIEFEL SIND GEEIGNET?
Der notwendige Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort wird
nirgends so deutlich wie bei den Schuhen: Helm, Jacke und Handschuhe
kann man flott ausziehen, um mehr Bewegungsfreiheit und Luft zu
bekommen, ein zweites, bequemeres Paar Schuhe hat aber niemand dabei.
Was also für Rennstreckenheizer Pflicht ist, kann für Reisefreunde, die
in den Motorradschuhen auch ein bisserl spazieren gehen wollen, schon zu
viel sein. Im Speziellen zu viel Steifigkeit, die zwar den Knöchel
schützt, aber das Gehen erschwert. Glatte Sohlen, enger Sitz und klobige
Zehenschleifer sind ebenfalls für die Rennstrecke genial, für den Alltag
aber eher störend.
Dennoch sollten auch für gemütliche Moped-, Roller- oder
Motorradfahrer einige Dinge beachtet werden: Mindestens knöchelhoch
sollten die Schuhe schon sein, im Bereich der Knöchel (am besten mit
Protektoren) geschützt, eine feste Sohle sollten sie haben und wenn
möglich eine Verstärkung auf dem linken Oberfuß, der den Schuh beim
Schalten schützt (falls es sich nicht um einen Roller handelt). Auch
Membrane gegen Wasser und Regen ist heutzutage kein Luxus mehr, sondern
auch schon im mittleren Preissegment zu finden. Denn trockene Füße
erhöhen den Komfort ungemein.
WORAUF MUSS ICH BEIM HELM ACHTEN?
Auch beim Helm ist es wichtig, dass Du Dir genau überlegst, wie und
wo Du mit Deinem Zweirad unterwegs sein möchtest. Unter sportlichen
Fahrern hat sich der Integralhelm mit Rundumschutz und großem Visier
durchgesetzt. Sogenannte Crosshelme sehen auf Enduros und Supermotos
natürlich noch besser aus und bieten genauso guten Schutz. Allerdings
solltest Du, um die Augen zu schützen, eine Brille tragen, die wiederum
das Sichtfeld mehr einschränkt als ein Vollvisierhelm. Auch ein Jethelm
hat seine Vorteile, abgesehen davon, dass in manche Roller-Staufächer
gar nicht mehr hinein passt als ein kompakter Jethelm, ist auch die
Belüftung zwangsläufig bestens. Großer Nachteil ist natürlich, dass im
Falle eines Sturzes Dein Kinn völlig ungeschützt ist.
Als guter Kompromiss hat sich der Klapphelm heraus kristallisiert. In
der Regel zwar schwerer als ein vergleichbarer Integralhelm, kannst Du
ihn etwa an der Ampel in der ärgsten Hitze aufklappen, während der Fahrt
aber wieder schließen. Vorsicht sei bei getönten Visieren geboten,
profitierst Du bei starker Sonneneinstrahlung noch von der Tönung, sorgt
sie nicht nur in der Dämmerung oder bei Nacht sondern auch bei
Tunnelfahrten für Blindflug. Eine gute Lösung ist eine herunter
klappbare Sonnenblende, die bereits bei vielen Helmen verbaut wird – das
Gewicht aber natürlich ein wenig in die Höhe treibt.
Preisbeispiele
Motorrad-Bekleidung
Bei einer Ausrüstung um 500 Euro kannst Du folgendes
erwarten: Da wir alle mit dem Kopf denken (sollte zumindest so sein),
hat der Schutz der „Birne“ oberste Priorität. Ein Helm um 30 Euro
erfüllt vielleicht die Prüfnorm, allerdings auch nur diese. Findet ein
Unfall nicht nach genau diesen Voraussetzungen statt, ist die Sicherheit
stark eingeschränkt. Renommierte Hersteller haben daher eigene, viel
strengere Prüfkriterien, um ihre Produkte sicher zu machen. Ab rund 200
Euro ist man aber auf der sicheren Seite, da kommen schon sehr
hochwertige Materialien und Produktionsverfahren zum Einsatz. Damit auch
der restliche Körper geschützt ist, bedarf es ausreichender Protektoren,
Jacken mit solchen an Schultern, Ellbogen und im Rücken gibt es in guter
Ausführung ab 150 Euro. Für den Schutz der Knie reichen vorerst
Knieschützer, die unter oder über der Hose getragen werden können, der
Preis hält sich dabei mit 30 Euro durchaus in Grenzen. Bei den
Handschuhen sollte man nicht sparen, Leder ist Textil auch in diesem
Fall vorzuziehen, ab rund 70 Euro ist die Qualität durchaus gegeben.
Bleiben schließlich noch die Schuhe, da gibt es bereits ab 50 Euro
akzeptable Modelle, die Knöchel und Ferse ausreichend schützen.
HJC Guardian 140 €
Racer
100 €
Handschuhe Racer
70 €
Backprotector Xajo 40 €
Schuhe Held 120 €
Bei einer Ausrüstung um 1000 Euro
darf man schon ein sehr hohes Niveau an Schutz erwarten, ab rund 350
Euro beginnen bereits gute Modelle der Premium-Helmhersteller, die
Qualität und Sicherheitsmerkmale sind da voll ausgeprägt. Auch bei Jacke
und Hose muss man auf nichts mehr verzichten, abriebfestes Material,
Protektoren rundum und wasserdichte Membrane sind bei Textilkombis
bereits ab 350 Euro möglich. Bei den Handschuhen kann man ab rund 100
Euro mit Knöchelprotektoren, Aufdoppelungen auf der Handinnenfläche und
angenehmen Tragekomfort rechnen – denn was nützt der sicherste
Handschuh, wenn man ihn nur unter Schmerzen tragen kann! Bleibt für die
Schuhe noch ein Budget von 200 Euro, wofür man bereits sehr hochwertige
Stiefel bekommt, die mit speziellen Schnitten für das jeweilige Segment
aufwarten können, ein Straßenstiefel etwa bietet eine bessere
Bewegungsfreiheit und hat eine andere Sohle als ein Geländestiefel. In
dieser Preisklasse findet man übrigens auch schon wasserdichte Modelle.
Cool Man Hose 139,90 €
HJC FS-11 Brushstroke 299,99 €
Racer Speed-Top 99,90 €
Styl Martin Delta RS 189 €
Ab 1500 Euro sollte man schon kritisch prüfen, ob
die Ausrüstung auch wirklich den persönlichen Anforderungen gerecht
wird, immerhin ist dieser Betrag schon eine ganze Menge Geld. Allerdings
bekommt man dafür auch sehr viel geboten. Ab 500 Euro beginnt am
Helmsektor die Oberklasse, da gibt es keine Kompromisse mehr. Da muss
der Kopfschmuck auch perfekt sitzen, kleinste Druckstellen, die bei der
Anprobe kaum stören, können bei längerer Fahrt unerträglich werden. Gute
Lederkombis findet man ab rund 700 Euro, ob es ein Einteiler oder ein
Zweiteiler sein soll, hängt lediglich von den Vorlieben des Fahrers ab.
Beim Einteiler fällt zwar eine Schwachstelle, der Zippverschluss
zwischen Jacke und Hose weg, dafür sind Zweiteiler gerade dadurch
praktischer. Bei den Handschuhen bekommt man ab 150 Euro tolle Racing-Modelle, die perfekten Schutz bei höchster Funktionalität bieten.
Und bei den Stiefeln bekommt man ab rund 300 Euro nicht nur besonders
hübsche, sondern auch besonders sichere Modelle, Knöchelprotektoren und
Fersenschutz sind da natürlich Standard, Steife Verstärkungen mit
Gelenken verhindern effektiv das Überdehnen des Fußes.
Shoei XR-1100 519 €
Lederkombi Racer Bravo 699 €
Racer High Racer
149 €
Stiefel IXS 260 €
Alle preisbewussten Moped-, Motorrad- und Rollerfahrer sollten nun
nicht mehr weiter lesen, bei den folgenden Zeilen könnte sie der Schlag
treffen. Nach oben hin sind preislich nämlich kaum Grenzen
gesetzt. Ein
Top-Racing-Helm kratzt schart an der 1000 Euro-Grenze, eine
Känguruh-Lederkombi kommt auf über 2000 Euro, Racing-Handschuhe gibt es
um 250 Euro und Stiefel in höchster Fertigungskunst können schon mal
knapp über 600 Euro kosten. Rund 4000 Euro für eine extrem hochwertige
Ausrüstung sind somit gar kein Problem, bei einer Individualisierung mit
speziellen Farben und Schriftzügen wird es natürlich noch teurer. Als
Groschenzähler kommt man da natürlich schon leicht ins Schwitzen, um das
Geld bekommt man auch ein neuwertiges Motorrad. Allerdings relativiert
sich der Betrag wieder, wenn man sich etwa eine Ducati 1199 Panigale S
Tricolor um 33.495 Euro leistet.
Arai Crutchlow WSBK Replika 979 €
IXS Torro Pro 2250 €
Racer R-Safe 169,90 €
Daytona Security Evo G3 620 €
WARUM SOLLTEST DU AN DEINER SCHUTZKLEIDUNG NICHT SPAREN?
Weil Billigware auch schlechte Ware ist, Sicherheit darf nicht
stiefmütterlich behandelt werden. Wie gut die Schutzbekleidung ist,
merkst Du natürlich nur bei einem Sturz und erst dann stellt sich
heraus, wie wichtig sie war. Bedenke, dass gute Helme bei 200 Euro
starten – da darfst Du von einem Helm um 30 Euro eigentlich nicht viel
mehr erwarten als eine nette Optik und Windschutz. Auch Handschuhe um 15
Euro oder Stiefel um 25 Euro sollten Dir zu denken geben, mehr als die
Optik eines Motorradhandschuhs oder Motorradstiefels ist da nicht
vorhanden, von Funktionalität kann wohl keine Rede sein. Anders sieht
die Sache natürlich bei Angeboten aus. War der Helm ursprünglich mit 300
Euro veranschlagt und wird nun mit 50 Prozent Rabatt verschleudert,
bekommst Du bereits um 150 Euro einen hochwertigen Helm. Legst Du also
keinen Wert darauf, das neueste Modell der topaktuellen Serie zu fahren,
kannst Du mit einem Vorjahresmodell viel Geld sparen.
Pflegetipps für Leder- und Textilbekleidung
Lederpflege
Produkte aus Leder- bzw. aus Textil mit Lederbesatz: sollten nach jedem
Gebrauch gut auslüften sowie der Schmutz mittels einer weichen Bürste
und mit klarem Wasser entfernt werden. Produkte nicht in luftdichten
Plastiktaschen lagern. Leder niemals mit Lösungs- bzw. chemischen
Mitteln behandeln, Leder nicht in der Waschmaschine waschen oder
schleudern, es wird ausschließlich Handwäsche mit lauwarmem Wasser mit
Lederwaschmittel empfohlen. Produkte mit Leder bei Raumtemperatur
trocknen (vermeide direkte Sonneneinstrahlung, Heizung oder Fön).
Um einer natürlichen Alterung von Leder bzw. mit Leder verarbeiteten
Produkten vorzubeugen (Bildung von Rissen, spröde Oberfläche, Nachlassen
der Widerstandskraft oder der Wasserdichte usw.) empfehlen wird die
Behandlung Pflegeprodukten empfohlen. Bitte beachte, dass die Behandlung
von Leder die Optik des Originalleders etwas verändern kann, die
Funktionsfähigkeit sowie die positiven Eigenschaften des Leders werden
jedoch nicht beeinträchtigt sondern durch die Pflege nur verbessert.
Lederhandschuhe
Alle ungefütterten Handschuhe sind besonders im Handballen- und
Fingerspitzenbereich dem aggressiven Hautschweiß ausgesetzt. Dieser
verhärtet das Leder bis es bricht. Durch die richtige Lederpflege kannst
Du die Lebensdauer Deines Handschuhs erheblich verlängern.
So funktioniert es:
Handschuhe in lauwarmem Wasser mit Seife oder einem speziellen
Lederreinigungsmittel waschen. Um Waschmittelrückstände zu vermeiden,
ausreichend klar spülen und den Spülgang wiederholen. In ein trockenes
Tuch einwickeln und durch Drücken vortrocknen - nicht auswinden oder
kneten! Dann die Handschuhe an der Luft trocknen lassen (keine Heizung,
Sonne oder Trockner) und auch keinen Weichspüler verwenden. In
halbfeuchtem Zustand hineinschlüpfen und eine Faust bilden, um den
Handschuh wieder in Form zu bringen. Den trockenen Handschuh anziehen
und weich kneten. Am Ende mit einem Lederpflegemittel einsprühen oder
einreiben.
TEXTILPFLEGE
Um die Lebensdauer von Textilfasern und Geweben eines Produktes zu
verlängern, sollte das Produkt stets gepflegt werden. Textilmaterialien
kannst Du ohne Bedenken in Deiner Waschmaschine waschen (bitte jedoch
nur Feinwaschmittel verwenden, keinen Weichspüler). Die Trommel der
Waschmaschine auch nur zur Hälfte füllen.
Wichtig ist, dass Du integrierte Protektoren (Schulter/Ellbogen) sowie
Spezialschaum oder Rücken-CE-Protektoren unbedingt vor dem Waschvorgang
entfernst. Intensive Spülvorgänge sowie „Schleudern“.solltest Du
vermeiden.
Zudem sollte die Textilbekleidung nach jeder Wäsche imprägniert werden
um den natürlichen Abperleffekt des Oberstoffes wiederherzustellen,denn
gut imprägnierte Bekleidung ist schmutz- und wasserabweisend. Außerdem
bewirkt ein durchnässtes Obermaterial Wärmeverlust - eine gute
Imprägnierung schützt also auch vor Kälte. Die Oberstoffe werden bereits
bei der Herstellung imprägniert. Da diese Imprägnierung über die Zeit
aber ihre Wirkung verliert, sollte die Kleidung mit einem
handelsüblichen Imprägnierspray regelmäßig nachbehandelt werden.
Nach Gebrauch die Bekleidung gut auslüften sowie Schmutz mittels einer
weichen Bürste und mit klarem Wasser entfernen. Das Gewebe muss sauber
und leicht feucht sein. Die Imprägnierung sollte erst nach dem Waschen
erfolgen. Behandle Dein Produkt aber ausschließlich im Freien oder in
gut belüfteten Räumen. Die Imprägnierwirkung entwickelt sich am besten
nach einer Wärmebehandlung mittels Wäschetrockner. Auch mit einem Fön
(10 – 15 Minuten bei 20 – 30 cm Abstand) kannst Du Dir behelfen.
TIPPS ZUR VERLÄNGERUNG DER HALTBARKEIT VON GEBRAUCHSTEILEN
Bei hakenden Metall-Reißverschlüssen kannst Du diese mit Kerzenwachs,
einer Bleistiftmine oder Öl wieder funktionsfähig machen.
Kunststoff-Reißverschlüsse sind wartungsfrei.
Textil- sowie Membranhandschuhe solltest Du so wie Lederhandschuhe von
Hand mit sehr mildem Waschpulver waschen. Um Waschmittelrückstände zu
vermeiden, ausreichend klar spülen und den Spülgang wiederholen. Nasse
Handschuhe nicht auswringen oder kneten und an der Luft trocknen (keine
Heizung, Sonne oder Trockner). Falls nur das Innenfutter gewaschen
werden soll, kannst Du bei Membran- Handschuhen die Membran mit etwas
Wasser und wenig Feinwaschmittel waschen,ohne den Außenhandschuh (egal
ob Leder oder Textil) nass zu machen.
PFLEGE FÜR MOTORRADHELME
Reinige die Helmschale regelmäßig mit einer neutralen, handwarmen
Seifenlauge oder einem kratzfreien Microfasertuch und lass den Helm an
der Luft trocknen -halte ihn stets von Hitzequellen fern! Polier den
Helm danach mit einem weichen Tuch. Vermeide den Kontakt des Helm mit
lösungshaltigen Substanzen wie Lack, Kleb- oder Kraftstoff. Auch das
Visier solltest Du regelmäßig reinigen, damit sich Insektenreste und
anderer Schmutz leichter entfernen lassen – am besten nach jeder
Nutzung. Gewöhnst Du Dir das an, wird es Dich binnen kürzester Zeit
nicht mehr nerven sondern als ganz selbstverständlich vorkommen.
Verwende dazu ein weiches Tuch und handwarmes Wasser, eventuell auch
handwarme Seifenlauge oder Geschirrspülmittel. Trockne das Visier danach
mit einem weichen Tuch. Auf keinen Fall solltest Du Glasreiniger,
Fenstersprays oder Lösungsmittel verwenden, ja nicht einmal
Visierreiniger. Diese können nämlich die Beschichtung des Visiers und
die Kunststoffoberfläche der Visiermechanik beschädigen! Falls
hartnäckige Schmutzreste zu entfernen sind, lass das nasse Tuch einige
Zeit auf dem Visier liegen bis sich der Schmutz gelöst hat.
Falls sich bei Deinem Helm die Wangenpolster und das Innenfutter
herausnehmen lassen, nutze die Möglichkeit, die Teile mit
Feinwaschmittel bzw. Haarshampoo in handwarmem Wasser zu waschen und mit
klarem Wasser nachzuspülen. Denn Polsterreiniger und Geruchskiller
schaffen es nie ganz, den Schmutz und Schweiß aus dem Futter heraus zu
bekommen. Nach der Wäsche solltest Du es leicht ausdrücken und an der
Luft trocknen lassen. Auf keinen Fall Waschmaschine oder Wäschetrockner
benutzen! Nicht herausnehmbare Innenfutter und Wangenpolster solltest Du
in kürzeren Abständen mit handwarmer Seifenlauge und anschließend mit
klarem Wasser vorsichtig mit einem Schwamm ausdrücken und an der Luft
trocknen lassen.
Motorradbekleidung - Material Lexikon (by Held)
ABS ist ein Thermoplast (genauso wie Polycarbonat), das
zur Helmherstellung verwendet wird. Eigenschaften: hohe
Oberflächenhärte, gute Schlagfestigkeit, kratz-feste Oberflächen.
Herstellungsverfahren für Thermoplast-Helme: Werden maschinell im
Spritzgussverfahren in einem Stück unter hohem Druck und mit hoher
Temperatur gegossen. Keine Aufkleber anbringen, da Klebstoffe die
Helm-Außenschale beschädigen können und den Helm auch nicht
umlackieren, da ebenfalls Beschädigungen des Thermoplast-Materials
auftreten können.
Airguard ist ein Gewebe, welches aus einer speziell
entwickelten Faser (100 Prozent Polyamid) hergestellt wird. Diese
sogenannte Hohlfaser ermöglicht ein geringes Flächengewicht des
Gewebes und somit ein hohes Maß an Tragekomfort. mDer Lufteinschluss
in der Faser unterstützt den natürlichen Klimahaushalt des Körpers
durch die isolierte Wirkung gegen Kälte und Hitze. Airguard besitzt
eine hohe Scheuer- und Reißfestigkeit und ist zudem hochgradig
wasser- und windabweisend. mEs ist einfach zu reinigen und trocknet
schnell. Airguard erfüllt daher alle Anforderungen, die an
hochwertige und moderne Motorradbekleidung gestellt werden.
Amara Kunstleder bestehend aus 60% Polyamide sowie 40%
Polyurethan welches nicht nur wetterbeständig sondern auch weich und
griffig zugleich ist.
Es besitzt zusätzlich einen Antirutscheffekt und wird daher oft für
die Handschuhausstattung von Moto Cross verwendet.
Coolmax besteht zu 100 Prozent aus Polyester-Material. Es
hält kühl und bewahrt das Wohlbefinden, leitet Feuchtigkeit vom
Körper weg, trocknet schnell, ist leicht und atmungsaktiv, bietet
ein angenehmes Tragegefühl und ist pflegeleicht.
Cordura ist ein besonders hochwertiges 100% Polyamid-Gewebe von
DuPont aus geschnittenen und versponnenen Fasern. Cordura ist
deutlich abriebfester als die meisten anderen Nylon-Materialien und
daher besonders für Schutzkleidung geeignet. Cordura-Stoffe haben
eine angenehme, leicht strukturierte, natürliche Weboptik.
d3o Protektoren sind aus einem Material gefertigt, das
intelligente Moleküle enthält, die sich unter normalen Bedingungen
frei bewegen. Dadurch sind die Protektoren im Normalzustand weich
und flexibel und passen sich bequem dem Körper an. Bei einem
plötzlich eintretenden Stoß (wie bei einem Sturz), schließen sich
die Moleküle blitzartig zusammen um eine ausgezeichnete
Stossabsorbierung zu bieten.
d3o-Protektoren reagieren innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde
und kehren ebenso schnell in den Originalzustand zurück, sobald der
Aufprall vorüber ist. Dieser Prozess ist beliebig oft wiederholbar,
ohne dass die Leistungsfähigkeit des Materials abnimmt.
Direktbelüftung bedeutet, dass alle in die Jacke/Hose
eingebrachten Belüftungs-Reißverschlüsse so verarbeitet sind, dass
bei Öffnung des Reißverschlusses eine direkte Körper-Belüftung
erfolgt, die Membrane ist unter dem Reißverschluss aufgeschnitten.
Bei geschlossenem Reißverschluss ist jedoch eine 100 Prozent
wasserabweisende/winddichte Wirkung gegeben.
Das Dual-Protektoren-System in der Jacke eingearbeitet
bietet die Möglichkeit zur Bestückung des individuell gewünschten
Rückenprotektors. Neben dem serienmäßig eingebrachten Spezialschaum-
oder Einlege-CE-Protektor kann auch ein speziell entwickelter
CE-Rückenprotektor eingebracht werden. Dieser bietet die Vorteile
des zusätzlichen Schutzes an Schultern/Steißbein sowie höheren
Tragekomfort durch einen integrierten Nierengurt.
Fiberglas ist ein Duroplast-Material, das zur
Helmherstellung verwendet wird. Mehrere Schichten Glasfaser werden
von Hand laminiert und in einer Metallform „gebacken“.
Fiberglas-Helme sind widerstandsfähiger (absorbieren die
Aufprall-Energie besser), länger verwendbar (Material-Ermüdung ist
langsamer als bei ABS-Helmen) und normalerweise können die Helme neu
lackiert oder mit Aufklebern versehen werden, ohne dass der Lack
Schaden erleidet.
Die Gore-Tex-Membrane weist pro Quadratzentimeter über
1,4 Milliarden mikroskopisch kleiner Poren auf. Diese Poren sind
rund 20.000 mal kleiner als ein Wassertropfen, jedoch 700 mal größer
als ein Wasserdampfmolekül. Damit ist die Gore-Tex- Membrane
dauerhaft wasser- winddicht und gleichzeitig sehr atmungsaktiv. Von
außen kann also kein Wasser eindringen, Wind wird abgehalten und
Schweiß kann leicht abgegeben werden. Um absolute Wetterfestigkeit
garantieren zu können, werden Gore-Tex-Produkte mit Gore-Seam
Tape-Technologien versiegelt. Diese Tapes versiegeln jedes noch so
kleine Loch, das entsteht, wenn aus Gore-Tex Kleidungsstücke genäht
werden.
Heros-Tec-Gewebe besteht aus 100 Prozent Polyester und ist eine
Synthetikfaser aus linearen Makromolekülen. Polyester dient zur
Herstellung verschiedenartiger Endprodukte. Die Grundeigenschaften
von Polyester sind Elastizität, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, aber
auch Reißfestigkeit und Formbeständigkeit.
Kevlar Keramic sind Kevlar-Markenfaser mit keramischer
Polymermatrix-Beschichtung, die beim Handschuh an Stellen verwendet
wird, die bei einem Sturz höchste Anforderungen an
Abrieb-/Hitze-/Reiß- sowie Schnittfestigkeit stellen.
Leder wird oftmals als die „zweite Haut" des Bikers liegt
gegenüber fast allen Textilmaterialien immer noch vorn in Sachen
Sicherheit und Abriebfestigkeit. Leder zeichnet sich durch seine
hohe Scheuer- und Reißfestigkeit, Atmungsaktivität und Tragekomfort
aus und verfügt mit der richtigen Pflege über eine enorm lange
Lebensdauer. Durch die Materialdehnung beim Tragen passt sich das
Leder optimal dem Körper an und garantiert daher auch den optimalen
Sitz von Protektoren. Lederbekleidung sollte deshalb stets eng
sitzend eingekauft werden.
Leder mit TFL COOL wirkt einem sehr unangenehmen Effekt
entgegen: Dunkles Leder heizt sich bekanntlich stark auf, nicht aber
Leder mit dem speziellen TFL Cool System, da dieses in einem
speziellen Gerbverfahren so veredelt wurde, dass es das Sonnenlicht
wie helles Leder reflektiert. Die Temperatur auf dem Leder sinkt bis
zu 20°C und mehr und es entsteht ein kühlerer Tragekomfort von bis
zu 12°C Unterschied bei Sonneneinstrahlung. Cool TFL-Leder hat eine
verbesserte Lichtechtheit und bleibt bis ins hohe Alter schön. Das
Leder sollte nur mit farblosen Pflegemitteln behandelt werden, da
Pigmente und Farbstoffe aus Pflegemitteln den Effekt zerstören
könnten. Ebenfalls sollte das Leder gelegentlich imprägniert werden.
Der Cool-Effekt bleibt bei sachgemäßer Pflege lebenslang erhalten.
Im Gegensatz zum bekannten Wollschaf-ist das Haarschaf
eine Kreuzung zwischen Schaf und Ziege. Es lebt nur im Bergland des
afrikanischen Kontinents. Das Leder vom Haarschaf ist weich und
angenehm wie bei unserem heimischen Wollschaf, jedoch die
Lederstruktur ist dichter und somit ist dieses Leder viel haltbarer
und widerstandsfähiger gegen Nässe und aggressiven Schweiß. Das
Leder bleibt auch nach dem Trocknen weich, griffig und schrumpft
nicht.
Das Leder vom Känguruh stammt vom Känguruh „macropus
giganteus”, ein Riesenkänguruh, das aufgrund seiner unkontrollierten
Fortpflanzung eine echte Landplage geworden ist und daher mit
kontrollierter Abschusslizenz der australischen Regierung geschossen
und unter Auflagen des Washingtoner Artenschutzabkommens exportiert
werden darf. Durch eine spezielle Gerbung ist es äußerst
widerstandsfähig gegen Nässe und Schweiß. Normales Leder wird durch
Nässe, vor allem aber durch Schweißeinwirkung hart, brüchig und
schrumpft. Das Känguruh schwitzt nicht auf der Haut, sondern nur
unter dem Schwanz und an der Zunge. Die Hautoberfläche ist deshalb
geschlossen, was sich auch auf die Faserstruktur auswirkt. Während
sich bei Rindleder die Faserstruktur bei intensiver Beanspruchung
des Leders leicht lockert, bleibt sie beim Känguru fest. Zudem ist
die Faserstruktur bei Känguruhleder intensiver verzahnt als bei
Rindleder.
hochabriebfestes Leder aus Rochenhaut für Handballen und
Fingerköchel mit stoßabsorbierendem Gel unterlegt, gleitet und
schützt hervorragend vor Durchscheuern.
Mit Liprotex C-dry II wurde ein innovatives Produkt aus Polyester
erfolgreich entwickelt. Durch die spezielle C-dry II-Technik erhält
es eine besonders hohe Dehnfähigkeit. Es ist wasserabweisend und
schnell trocknend sowie formstabil auch nach häufigem Waschen.
Alle Klima-Membranen besitzen die selbe Grundfunktion:
Sie schützen den Körper vor Feuchtigkeit von außen, halten den
Fahrtwind ab und transportieren unter Ausnutzung eines
Temperaturgefälles den Körperschweiß von innen nach außen. Die
Bekleidung erhält dadurch einen hervorragenden Wetterschutz und
gleichzeitig Komforteigenschaften. Alle Membranen bestehen aus
Polyurethan oder Polyester und transportieren Wasserdampfmoleküle
auf chemisch physikalischem Weg entlang von Molekülketten
zuverlässig nach außen. Die porenlose homogene Struktur lässt den
Wind nicht durchdringen und verhindert so ein Auskühlen des Körpers.
Für eine wasserdichte Konstruktion wird jede einzelne Naht mit einem
besonderen Heißsiegelband verschweißt, damit durch die Nähte kein
Wasser von außen eindringen kann. Je nach Produktmarke sind die
Membranen aus unterschiedlichen Grundstoffen gefertigt und meist als
lose Folie („Liner“) im Innenbereich von Jacken und Hosen
eingearbeitet. Besondere Materialien und spezielle
Verarbeitungsrichtlinien machen die Membranen extrem
strapazierfähig, dehnbar und äußerst reißfest.
Von der NanoSphere-Oberfläche gleiten Wasser und Schmutz
einfach ab. NanoSphere verhindert somit, dass die Jacke verschmutzt.
Diese Schutzfunktion bleibt auch nach mehreren Waschvorgängen
erhalten. Textilien mit NanoSphere sind robust, abriebfest und
langlebig.
Gewebe aus der Polyamid-Endlosfaser Nylon, aus der ein
strapazierfähiger und relativ reißfester Textilstoff hergestellt
wurde ist meist wasserdicht beschichtet oder durch Imprägnierung
zusätzlich schmutzunempfindlich. Durch sein niedriges Gewicht, aber
auch durch hohe Strapazierfähigkeit ist Nylon gut für Regen- und
Thermobekleidung geeignet.
Outlast ist ein ursprünglich für die Raumfahrt
entwickeltes Thermo-Material, welches Millionen von Mikrokapseln
enthält, die mit einem Phasenübergangsmaterial (PCM) angefüllt sind.
PCM reagiert sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen. Je nach
Hauttemperatur sorgt das PCM für mehr Körperkomfort, indem es Wärme
absorbiert und speichert und bei Bedarf wieder an den Körper abgibt.
Durch diese Wechselwirkung wird eine ausgeglichene, angenehme
Temperatur im Motorradanzug gewährleistet. Outlast reduziert
ebenfalls die Schweißproduktion und eine Überhitzung des Körpers.
Polartec Powerdry mit X-Static Fasern ist ein Material
aus 96 Prozent Polyester und 4 Prozent Metallfasern (Silberionen).
Es wirkt antistatisch, atmungsaktiv und schützt vor Geruchsbildung.
Es hält die Haut auch bei starker körperlicher Anstrengung trocken.
Polyamid ist ein synthetischer Faserstoff, der kaum
Wasser aufnimmt und extrem scheuer- und reißfest ist. Aus Polyamid
werden die verschiedensten Produkte hergestellt, von denen vor allem
Strapazierfähigkeit und Wetterfestigkeit erwartet wird.
Primaloft ist eine neue High-Tech-Faser aus dünnen
Polyesterfäden zu einem luftigen Filz verarbeitet. Diese Kombination
ist leicht und wärmt wie Daunen, nimmt aber im Gegensatz zu
herkömmlichen Fütterungen kaum Feuchtigkeit auf. Unvergleichbarer
Tragekomfort, trockenes Gefühl und ideales Wärmeklima.
Die Safety-Seam (Sicherheitsnaht) wird an allen
sturzgefährdeten Positionen der Motorradbekleidung, wie Becken,
Knie, Arm und Rücken, speziell bei Materialverstärkungen verwendet.
Herkömmliche Nähte verbinden die Schichten eines Obermaterials mit
nur einem Faden. Bei einem Sturz wird der Faden durchgeschliffen,
die Materialschichten trennen sich, der Schutz ist nicht mehr
gegeben.
Die zusätzliche Sicherheitsnaht besteht hingegen aus zwei Nähten,
wovon eine verdeckt verarbeitet wird. So wird bei einem Sturz nur
der oben liegende Faden durchgeschliffen, der verdeckte Faden hält
das Material weiter zusammen.
Schoeller-Dynatec ist ein Schutzgewebe, das speziell für
Motorradfahrer entwickelt wurde, da es abriebfest, reißfest,
sturzsicher und temperaturbeständig ist.
Es bietet im Vergleich zu herkömmlichen Cordura-Geweben eine weit
höhere Schutzfunktion und ist besonders reißfest, weiterreißfest,
abriebfest, langlebig und pflegeleicht.
Schoeller-DynatecColdblack vermindert das
Aufheizen dunkler Farben unter starker Sonneneinstrahlung. Helle
Textilien reflektieren sowohl den sichtbaren als auch den
unsichtbaren Teil der Sonneneinstrahlung. Das bedeutet, dass nicht
nur Licht sondern auch Wärme zurückgestrahlt wird. Im Gegensatz dazu
absorbieren dunkle Textilien beide Strahlungsarten und nehmen
deshalb Wärme auf. Coldblack vermindert diese Absorption der
Wärmestrahlung speziell bei dunkleren Farben und bei allen
Textilarten. Das Ergebnis ist ein fühlbar besseres Wärmemanagement.
Optik, Griff und Atmungsaktivität werden nicht beeinflusst. Ebenso
bleibt auch die Funktion nach zahlreichen Wasch- oder
Reinigungsvorgängen erhalten.
Schoeller-Dynatec mit Scotchlite ist ein Gewebe, in das
ein Garn mit Scotchlite-Reflektoren eingearbeitet ist. Diese
Scotchlite Reflektoren bestehen aus winzigen Glaskugeln, die
metallisch bedampft sind. Ein Motorradfahrer mit reflektierendem
Material ist auch aus weiten Entfernungen zu erkennen. Reflektoren
tragen daher entscheidend zu Deiner passiven Sicherheit bei!
Schoeller-Keprotec ist ein sehr hochwertiges Mischgewebe
aus Cordura und Kevlar und wird meist an sturzgefährdeten Stellen
verwendet. Es bietet einen sehr guten Schutz vor Hitze und Reibung.
Eine spezielle Beschichtung macht es wasserabweisend.
Silverfresh Megalight ist ein extra leichtes Material aus
78 Prozent Polyamid und 22 Prozent Polyester. Es ist geruchsneutral
und antibakteriell (durch integrierte Silberionen), atmungsaktiv und
temperaturregulierend.
Softshells (weiche Schale zum Unterschied von Hardshells,
worunter man schwere Wind- und Wetterschutzjacken bzw. -hosen
versteht) sind stark feuchtigkeitsabweisende und hoch atmungsaktive
Stretch-Materialien. Sie sind bielastisch, sehr leicht, wärmend
sowie winddicht und feuchtigkeitsabweisend und bieten optimale
Bewegungsfreiheit. Außen liegt die wasserabweisende Schicht und
innen eine hautverträgliche Fleeceschicht, die Feuchtigkeit von der
Haut wegführt.
Superfabric setzt sich aus 32 Prozent Polyester und 68
Prozent Epoxidharz zusammen. Dieser Materialmix bietet höchsten
Komfort durch volle Flexibilität und vereint die positiven Features
von Leder wie Schnittfestigkeit und extrem hohe Werte hinsichtlich
Abrieb und Verschleiß. Superfarbic-Brand-Material wird besonders an
den sturzgefährdeten Stellen wie Handballen/Fingerknöchel etc.
eingesetzt.
Teflon ist eine Faserausrüstung, die Flecken und Schmutz
abweist und ein Gewebeschutz, der auf molekularer Ebene
funktioniert. Teflon sorgt dafür, dass Flüssigkeitsspritzer an der
Stoffoberfläche abperlen oder Schmutz beim Waschen oder Reinigen
schneller freigesetzt wird. Der Schutz ist fest in den jeweiligen
Stoff integriert und bleibt dauerhaft erhalten.
Tricomposite ist ein Material-Mix zur Helmherstellung aus
Fiberglas, Carbon und Kevlar. Dadurch ergibt sich ein besonders
stoßfester und leichter Helm.